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Verlorene Augenblicke

Dieser Eintrag stammt von Ronald Am Freitag, 27. Februar 2009 @ 22:54 In Lyrik und Prosa, Liebe und Beziehungen | 4 Kommentare

Heute Nacht bist du wieder alleine
Alleine mit dir,
deiner Verzweiflung,
deiner Sehnsucht
und dem Gedanken,
dass du doch ganz schön verrückt bist
nach deinem Mädchen

Die Nacht scheint stillzustehen
unbewegt von den Windgeschenken
ihrer fühlbaren Gegenwart
Verzweiflung breitet sich aus
deine Gedanken werden erstickt vom Wunsch der Wünsche
und dir fällt ein, dass sie schön ist
Wieder und wieder liest du ihre Worte
„Augenblicke sind deshalb Augenblicke
weil sie unwiederholbare, endlose,
unmittelbare Möglichkeiten sind,
die wir halten können oder vorbeigehen lassen,
und das, was wir halten, zählt einzig.“

Du grübelst nach
über die Weisheit dieser Worte
und denkst an die Augenblicke
die dir jetzt verloren gehen

Dann machst du dir noch ein Bier auf
und legst dich bald schlafen
Morgen wird niemand merken
wie verdammt alleine du warst
letzte Nacht
und dass es dich fast den Verstand gekostet hat
letzte Nacht

(inspiriert von einem Gedicht von Wolf Wondratschek)


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