Ronalds Notizen

Freitag, 13. März 2009

Die Flamme

Abgelegt unter: Lyrik und Prosa, Liebe und Beziehungen — Ronald @ 23:36

Wenn die Flamme in uns verschwindet,
die uns am Leben hält —
Laufen im Dunkeln — zu allein,
die Augen fast zu
Wenn dein Verstand ist schon fast tot
und durch deine Lippen kommt nur ein Seufzen
und ein halb erstickter Schrei.

Wenn wir allein sind,
wenn wir allein sind —
Wenn wir allein sind,
sind wir bald tot.

Wenn du deine Augen hältst geschlossen,
nimmst du nicht mehr wahr —
Läufst im Dunkeln — zu allein
um nur ein Lächeln zu sehen
Wenn die Liebe stirbt, die in dir lebt,
und durch deine Lippen kommt nur ein Röcheln
und ein Tropfen Blut.

Wenn wir tot sind,
wenn wir tot sind —
Wenn wir tot sind,
sind wir allein.

Ein Selbstmörder

Abgelegt unter: Lyrik und Prosa, Leben und Arbeiten — Ronald @ 23:33

Ein Haufen Leute, die nicht weitergehen.
Es gibt keinen Zweifel, was sie da sehen.
Auch ich schaue hoch zum Dach des Hauses:
Ein Selbstmörder steht dort und streckt die Arme aus.
Einige rufen gleich nach der Feuerwehr —
„Nein, hier gehört die Polizei nur her!“
Ein Selbstmörder auf dem Dach —
eine Einmannshow auf dem Dach.

„Heiße Würstchen, Cola, Bier,
auch Popcorn haben wir hier!“
„Der da oben ist verrückt, last ihn doch fallen!
Dem wird schon anders beim Aufknallen.“
Inzwischen haben die Leute Buden aufgebaut.
Er schaut nur nach unten und schreit laut.
Ein Selbstmörder auf dem Dach —
eine Einmannshow auf dem Dach.

Rotes Kreuz und die Feuerwehr
konnten nur sehen: Nichts geht mehr!
Umwelt, Arbeit, Leben oder Liebe
machten aus ihm eine gejagte Fliege.
Über die See und weit weit weg
fängt er an zu fliegen, weit weit weg.
Ein Selbstmörder auf dem Dach —
Einmannshow, wer sagte das?

Ein Selbstmörder auf dem Dach —
Einmannshow, wer sagte das?

(inspiriert von „A Christmas Camel“ von Procol Harum)

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