Ronalds Notizen

Dienstag, 17. März 2009

Pfirsiche

Abgelegt unter: Essen und Trinken — Ronald @ 22:01

Ich liebe Pfirsiche! Auch, wenn sie nicht gerade mein Lieblingsobst sind, so mochte ich schon als Kind diesen süßen Geschmack, die etwas fleischigen Fasern und die pelzige Haut. (Okay, gerade Letzteres mögen viele nicht, aber für die wurden ja die Nektarinen erfunden.)

Inzwischen gibt es Pfirsiche das ganze Jahr über. Nein, ich meine nicht irgendwelche Importe aus tropischen Ländern oder europäischen Gewächshäusern. Ich meine auch weniger das Obst selbst als seinen Geruch. In der letzten Zeit mal auf einer Toilette zum Beispiel in einer Behörde oder einer anderen öffentlichen gewesen? Ein Geruchsausströmer mit Namen (sic!) AirControl (heißt das nicht „Luftraumüberwachung“?) mit Pfirsichgeruch!

Schon auf dem Weg zur Toilette meiner Arbeitsstelle, auf einem Gang zwischen zwei geschlossenen Feuertüren gelegen, kommt mir der Geruch entgegen! Von „Duft“ mag ich jetzt schon gar nicht mehr reden. Es riecht, als hätte ein Obstverkäufer kiloweise ausschließlich überreife Pfirsiche zu verkaufen.

Betritt man jedoch das „stille Örtchen“, riecht es, als hätte jemand kiloweise Pfirsiche gegessen und diese gerade vor meinem Betreten ausgeschieden.

Alles wo oder wie?

Abgelegt unter: Sprache und Austausch — Ronald @ 0:13

Beispiele für den unsinnigen Gebrauch des Wörtchens „wo“

Jetzt, wo so schönes Wetter ist, will ich die Gelegenheit nutzen, mir während eines langen Spaziergangs Gedanken über meine berufliche Situation zu machen, wo es im Moment nicht gut aussieht.

Ich hatte einen schweren Unfall, wo ich lange im Krankenhaus lag. Ich war in einer Phase, wo es mir nicht so gut ging. In dieser Woche, wo ich den Unfall hatte, lernte ich X kennen, der mir die Rolle des Y vorschlug, wo er sich gedacht hatte, dass ich sie gut ausfüllen würde.

Die Rolleneinteilung war klar, wo ich meinen Wünschen und Bedürfnissen nachgeben musste. Ich komme in ein Alter, wo ich mir meine Rollen nicht immer aussuchen kann. Wo wir gerade davon sprechen: Natürlich gibt es Rollen, wo ich gerne spielen würde, ohne Frage! Da gibt es schon Beispiele, wo man darüber nachdenken könnte!

Es gibt auch Sachen, wo ich unzufrieden mit mir bin. Wir haben einen Beruf, wo man viele Leute kennen lernt und reisen muss. Das ist ein Spiel, wo ich nicht immer gerne mitspiele.

Meine Genesung, wo ich therapiert werden musste, verlief schleppend. Aber jetzt, wo ich dieses Angebot habe, werde ich es annehmen. Es ist ein Text, wo man als Schauspieler nicht lange darüber nachzudenken braucht. Dieses Stück, wo unsere ganze Leistung gefordert ist, möchte ich zu einer Aufführung machen, wo man lange nichts Vergleichbares gesehen hat! Ein Werk, wo man sich nicht wird entziehen können!

Ich habe wieder ein Ziel, wo es sich lohnt, eine Performance zu bringen.

Und nun, wo wir am Ende sind: Fällt jemandem etwas auf, wo man optimieren könnte?

(Inspiriert von der modernen Umgangssprache, besonders der von Psychologen, Soziologen, Schauspielern und anderen „Künstlern“ sowie Werbern – und Sportlern.)

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