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Arme Radfahrer!
Freitag, 10. April 2009 von Ronald.
Arme Radfahrer! Nicht nur, dass auf den Straßen Autofahrer auf euch lauern, die nur darauf abzielen euch umzufahren, nein: Auf den Bürgersteigen, auf die ihr vor lauter Panik (oder Bequemlichkeit) ausweicht, meistens mit euren (wie oberpeinlich:) Mountainbikes, lauern Fußgänger auf euch, die da einfach so gehen und stehen. Und dann die vielen Fußgänger, die es wagen, bei einer für euch roten und für sie grünen Ampel oder auf Zebrastreifen die Fahrbahn zu überqueren, ganz zu schweigen von den anderen unverschämten Radlern, die euch entgegenkommen, wenn ihr einen Radweg in der falschen Richtung, also als „Geisterfahrer“ benutzt, und den Autofahrern, die aus einer Seitenstraße oder aus einer Einfahrt kommen und euch nicht sehen, weil sie eigentlich nur mit Radlern von links rechnen. Dass ihr zudem meint, dass die Rechts-vor-links-Regel für euch nicht gilt oder ihr sie gar nicht kennt und ihr andere deswegen mitunter zum Bremsen nötigt, ist selbstverständlich.
Sie alle müssen natürlich unbedingt als „Arschloch“ beschimpft und geschnitten, angegriffen oder zu Fall gebracht werden, wenn sie euch an der Fortbewegung, üblicherweise im Vollgasrausch, hindern (ein Verhalten, das, von Autofahrern ausgeübt, wahrscheinlich zu Lynchjustiz führen würde), denn ihr seid ja so arm dran, dass ihr euch deswegen unbedingt rächen müsst, und da macht es keinen Unterschied, ob ihr nun Radfahrerinnen oder Radfahrer seid, denn euer Aggressionspotenzial ist da gleich (der vermutlich einzige Lebensbereich, in dem eine vollkommene Emanzipation der Frau stattfand. Glückwunsch!).
Arme Radfahrer! Ihr Bürgersteigradler und Geisterfahrer, die ihr meint, die personifizierte Vorfahrt zu sein und alle anderen Verkehrsteilnehmer, vorzugsweise die schwächeren, als Feind zu sehen (und euch damit um den Genuss bringt, den das Radfahren birgt), steht in der Unfallstatistik für Unfälle mit beteiligten Radfahrern ganz oben! Zusätzliches Pech aber auch, dass es immer mehr von diesen Sch…-Fußgängern gibt, die euch nicht mehr ausweichen und euch unsanft Bekanntschaft mit dem Oberrohr machen lassen oder sogar zu Fall bringen. Zu dumm für euch, dass ihr das immer noch nicht wisst (nicht wissen wollt, denn das hieße ja, sein Verhalten zu hinterfragen, und das geht ja nicht); zum Glück für alle anderen, dass ihr euch damit selbst dezimiert …
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