Ronalds Notizen

Montag, 27. April 2009

Nacht der Museen

Abgelegt unter: Kunst und Kultur — Ronald @ 1:03

Da haben sich am Wochenende wieder einmal Tausende (die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau vom 26. April 2009 spricht von „40 000 Menschen“, die „die 50 Veranstaltungsorte besucht“ haben) durch die Nacht der Museen in Frankfurt am Main gedrängt, haben sich bei „Schlangen in Rekordlänge“ (alle Zitate: Frankfurter Rundschau, wie vorher) angestellt und lange Wartezeiten in Kauf genommen, viele mit dem Programmheft in der Hand, um „die anderen Programmpunkte des Abends abzuarbeiten“, und dann in überfüllten und teilweise lauten Räumen versucht, etwas von den ausgestellten Gegenständen zu erhaschen.

„‚Das ist ein riesiger Andrang bei uns, den wir kaum bewältigt bekommen’, erklärt Geschäftsführerin Klara Kletzka“ eines der beteiligten Museen. Wie im Schichtbetrieb schieben sich die Menschen durch die Ausstellungsräume. Das Angebot „überfordert in dieser Nacht jedoch manch einen Besucher. ‚Ich schaffe das gar nicht, was ich mir alles vorgenommen habe’“, sagt eine Besucherin.

Mag die Nacht der Museen auch eine an sich gute (Marketing-)Idee sein, die Popularität der Häuser zu steigern, so stellt sich doch die Frage, warum die meisten Besucher wahrscheinlich nur einmal im Jahr zur Nacht der Museen ein solches aufsuchen. Was ist das für ein Kunstgenuss, wenn ein ruhiges Betrachten, ein Meditieren unmöglich ist, was für ein Kunstverständnis, das Kunst auf eine große Party und auf seine Abhakbarkeit reduziert?

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