Archive für Mittwoch, 13. Mai 2009

Das Peter-Prinzip

Habe mir vorhin das Hörspiel „Das Peter-Prinzip“ nach Laurence J. Peter und Raymond Hull angehört, eine Produktion des Hessischen Rundfunks aus dem Jahr 2008. Angeblich gehört das gleichnamige Buch zu den Klassikern der amerikanischen Management-Literatur.

These ist, dass jedes Mitglied einer beruflichen Hierarchie so lange befördert wird, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat, vorausgesetzt, dass es eine Hierarchie gibt und sie hoch genug ist. Oder, wie es im Hörspiel heißt: „Die Schlagsahne steigt so lange hoch, bis sie sauer wird.“

Da ist etwa von einer Grundschullehrerin die Rede, die vor der Klasse immer breit lächelnd und sehr langsam sprach. Als sie zur Direktorin befördert wurde, konnte sie davon nicht abweichen, was im Umgang mit Kollegen bzw. Untergebenen nicht so gut ankommt. Sie war zwar eine gute Lehrerin, aber als Direktorin konnte sie damit nur versagen!

Götz Schmedes schrieb im Netzportal von WDR 5 zu diesem Hörspiel: „Peter und sein Kollege Raymond Hull gehen bei ihrer Analyse von den alltäglichen Beobachtungen der Unfähigkeit aus, die jedermann kennt: der Pfusch von Ärzten, Handwerkern und Managern entgeht den beiden Forschern ebenso wenig wie der gelangweilte Beamte, verschlafene Lehrer und Hochschullehrer. (Fallen einem da nicht noch Beispiele aus der Wirtschaftsgeschichte, speziell der neueren ein? Der Verfasser.) Man sollte also, meinen Peter und Hull, seine Energie vielleicht sinnvoller auf die Vermeidung einer Karriere verwenden.”

Wer glaubt, dass das ein fiktives Hörspiel war: das Peter-Prinzip bei Wikipedia.

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