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Atheisten eine Sekte? — 4 Kommentare

  1. In den meisten Dingen gebe ich Dir Recht, viele Atheisten sind ähnlich intolerant wie Gläubige. Das stößt mir auch gelegentlich sauer auf. Tendenziell versuche ich es diplomatisch, liegt mir aber nicht immer, außerdem ist mir aufgefallen, dass nicht immer alles gelesen wird, sondern gern mal nur Ausschnitte. Und wer missverstehen möchte, der tut das meistens auch.

    Ich fange daher immer wenn mir das zu dogmatisch wird an, das ganze nicht mehr ernst zu nehmen. Vielleicht nicht die feine englische Art, aber ich bin auch nur ein kleiner gemeiner Mensch.

    Am liebsten wäre mir ja, wenn es jede/r so halten würde: Jede/r soll an das glauben oder auch nicht, was er /sie möchte, solange er/sie andere deswegen nicht (und auch sonst überhaupt nicht) diskriminiert, stigmatisiert, intolerant behandelt, verletzt, verfolgt oder gar tötet.

    Kommt mir einer aber mit Missionierungsversuchen daher, gebe ich Konter. Geistige Selbstverteidigung. (Ist wie mit Überfällen auf der Straße. Der Depp, der meinte, er könnte mich zu irgendetwas zwingen, mich schlagen etc., darf sich nicht beschweren, wenn ich ihm die Nase breche, den Arm auskugle und all die anderen Sachen teste, die ich so drauf habe…)

    Ich lösche übrigens nur Kommentare, die irgendwelche Free-Web-Cams anbieten. Und zensieren tu ich nur nicht-jugendfreies Getexte. Das Web ist schon viel zu voll mit Fäkalsprache, Beleidigungen und anderem, das mag ich nicht auf meiner Seite. Meine Seite soll unterhalten, primär mich, denn für mich schreibe ich. Schön, wenn es anderen gefällt, und wenn nicht, dann auch egal. 😉

    Auf weiterhin anregende und unterhaltende, vor allem unterhaltende Konversation.
    Beste Grüße vom dontblog

  2. Eigentlich ist es noch interessanter jedenfalls für mich als Christin, versuche ich jedem Menschen in irgendeiner Weise zu vermitteln, dass er für mich als Mensch ok ist und dann mache ich auf gewisse Denkfehler aufmerksam.
    Selbst auf ursprüngliche Denkfehler der röm. allgemein ausschließenden und allein unselig machenden Kirche aufmerksam gemacht, nämlich dem Menschen sein ok genommen zu haben wird nicht eingegangen. Weder bei den Christen noch bei den Atheisten. Diese Feststellung amüsiert mich langsam nur noch und ergibt für mich ein großes Spielfeld an Argumentation.
    Deswegen bringe ich nichts anderes mehr als immer wieder dem Menschen sein ok zurück zu geben. Ich nehme wir aber gleichzeitig das Recht heraus nicht alles so richtig zu verstehen zu müssen und zu können, was so an Gedanken und Vorstellungen geäußert wird.
    Ich habe mich einfach auf die Grundhaltung zurück gezogen, dass den meisten Menschen die Würde genommen wurde und das es darum geht diese erst einmal wieder herzustellen

  3. Vor ein paar Tagen habe ich ein zum Thema passendes Erlebnis gehabt.

    Ich bin im Internet mit jemandem in ein erstes Gespräch gekommen und habe offen meine Meinung zu verschiedenen Themenbereichen „angerissen“, darunter auch Glauben oder Nichtglauben. Wobei ich deutlich machte, dass ich dazu eine differenzierte Meinung habe (über die wir hätten diskutieren können). Es führte dann aber dazu, dass ich ohne weitere Fragen oder Diskussion als leichtgläubig und ein bisschen dämlich abgestempelt wurde. Dass ich mich auch an Naturwissenschaften interessiert „geoutet“ hatte, spielte keine Rolle mehr. Autoren, deren Bücher ich gelesen hatte und die ich erwähnt hatte, wurden als Idioten abgestempelt. Möglicherweise, so wurde mir sogar unterstellt, hab ich mich auch noch von irgendwelchen Leuten finanziell ausnehmen lassen.

    Ich war erstmal geschockt, da es doch geradezu unverschämt ist, jemandem, den man nicht weiter kennt, so etwas einfach so zu unterstellen.

    Wer nicht an die reine Naturwissenschaft „glaubt“, wobei der Betreffende sicher nur die ihm bekannten Teile derselben meinen konnte, ist irrational. ** Jener Gesprächspartner (oder Gesprächsgegner ;-)) verleugnete den Umstand, dass gerade die „großen“ Naturwissenschaftler wie Einstein oder Planck an Gott, eine höhere Instanz oder wie immer man es nennen will, glaubten.

    Ich habe diese unerwartete Antwortmail sachlich aber sehr konsequent, ohne ins Detail zu gehen (war mir dieser Gesprächspartner nicht wert), beantwortet und den weiteren Mailwechsel als unfruchtbar abgewiesen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Da kenn ich nettere Gesprächspartner.

    Er suchte offenbar nur ein Opfer, um seine negative Weltsicht zu verbreiten und Gift zu verspritzen.

    ** das Problem mit den Dummen ist, dass sie gar nicht erkennen, wie wenig sie wissen. Den Unterschied zu seinem Teilwissen, wahrscheinlich veraltet aus der Schulzeit, und dem (heute zum Teil auch nicht mehr ganz aktuellen) umfassenden Wissen eines z.B. Einstein, hat er wahrscheinlich gar nicht erfasst.

    Ich weiß, dass ich nichts weiß, sagte schon, ich glaube, Sokrates…

    Nur diese Erkenntnis muss man erst mal haben. Und daran hapert es bei vielen Möchtegernschlaumeiern.

  4. Pingback: An „Heta“: Ihr Kommentar auf PI-News – Ronalds Notizen

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