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Hallo! — 5 Kommentare

  1. Ja, selbst ich, die ich ja einige Jahre jünger bin, finde ein Hallo oft wirklich unangebracht und störend. Wobei ich es erschreckender finde, wenn ich schräg angeschaut werde, weil ich jemanden mit „Grüß Gott“ oder „Guten Tag“ begrüße…Naja, daran muss man sich wohl gewöhnen, aber es wirkt einfach…respektlos!

    • Die Zeiten ändern sich; heutzutage wirkt das „Guten Tag“ für viele, gerade jüngere Menschen antiquiert und (seltsamerweise!) unpersönlich. Ein „Hallo“, finde ich, ist aber keine Alternative dazu. Übrigens grüßte mich gerade vorhin der Verkäufer in meinem Stamm-Tabakladen wie üblich mit „Grüß Gott“. Selbst diese Möglichkeit finde ich akzeptabel, allerdings gefällt das dann Atheisten nicht. Man kann es halt niemandem recht machen …

  2. Ich habe mich bisher wenig über Pro & Contra des „Hallos“ auseinander gesetzt. Aber bis jetzt bin ich definitiv Anhänger des Hallos. Ich bin ein sehr offener Mensch und verabscheue ein kühles Auftreten gegenüber meinen Mitmenschen. Wobei ich denke, das Hallo kann hier nicht einfach so über einen Kamm geschoren werden.
    Es ist besonders situationsabhängig. Ich habe Kontakt mit Bürgern, welche meist Anliegen haben, also etwas von mir wollen. Ein freundliches Hallo finde ich hier viel angebrachter, als ein (meiner Meinung nach) kühl wirkendes Guten Tag. Allerdings bevorzuge auch ich das Guten Tag, wenn ich merke, mein Gegenüber ist weniger eingeschüchtert, verklemmt sondern macht eher den gegenteiligen Eindruck.
    Was das Verhalten zu Mitarbeitern angeht bin ich ganz klar für ein Hallo (Vorgesetzte vielleicht ausgeschlossen). Menschen in Supermärkten etc. begrüße ich auch meist mit einem freundlichen Hallo. Lediglich am Telefon nutze ich Floskeln wie Schönen guten Tag/Abend, meine Name ist …
    Ansonsten bin ich Anhänger des Hallos, weil es einen offenen, zugänglichen Eindruck vermittelt. Es wirkt nicht so steif, es wirkt locker, umgänglich. Das ist natürlich nicht immer angebracht. Dann sollte man wieder auf das gute Guten Tag/Abend zurückgreifen. Mahlzeit oder Grüß Gott hingegen mag ich absolut nicht (ebenso wie Auf Wiedersehen – nutze ich auch nur, wenn es angebracht ist).

  3. Selbst benutze ich das „Hallo“ eher selten, jedenfalls im normalen Sprachgebrauch. Allerdings empfinde ich es auch nicht als besonders persönlich. Ich würde nur deshalb keine Mail lesen und mich auch nicht von einem Verkäufer einfangen lassen.

    Im Übrigen kann ich mir das Hallo durchaus mit verschiedenen Betonungen vorstellen und dann kann es vielleicht sogar eine sehr persönliche, sogar anzügliche, Note bekommen.

    Im Nordwesten sagt man übrigens oft kurz „Moin“ oder auch „Moin, moin“ und sagt das den ganzen Tag, nicht nur morgens. Das ist wohl die mundartliche Variante von „Guten Morgen“.

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