Archive für Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Rapanui und wir

Der Film „HOME“  von Yann Arthus-Bertrand

Die Rapanui auf der Osterinsel haben es vor Jahrhunderten bereits vorgemacht: Nachdem sie die gesamte Bewaldung stückweise in Form von Nutzholz verkauft hatten, konnten sie sich selber keine Kanus mehr bauen und fischen; außerdem brach das ökologische Gleichgewicht der Insel zusammen, sodass auch Landwirtschaft und damit ein Überleben des Volks nicht mehr möglich war.

Was hier im Kleinen geschah, findet seit Jahrzehnten in großem Maßstab auf der Erde statt. Das ist das Thema des unbedingt sehenswerten Films „HOME“ des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus-Bertrand, der seit Anfang Juni einen eigenen Kanal auf YouTube hat und inzwischen allein in der englischen und französischen Version jeweils weit über eine Million Mal aufgerufen wurde.

Der Film präsentiert in eineinhalb Stunden die Schönheit der Natur und zeigt gleichzeitig ihre Verletzlichkeit: Man sieht die angesichts mancher Bilder geradezu wortwörtlich zu nehmenden Wunden, die der Mensch in seiner relativ kurzen Lebenszeit auf Erden dieser bereits zugefügt hat.

Der Regisseur sagt u. a.: „Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen … und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern. Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen. … handeln Sie.“ Im Film selbst heißt es mehrmals: „Es ist zu spät für Pessimismus!“

Der YouTube-Kanal von homeproject.de; die Seite ist auf Deutsch, der Film jedoch in Englisch. Wer dieser Sprache nicht so mächtig ist, klickt etwas weiter unten auf der Seite auf „HOME (DE)“ und aktiviert vor dem Abspielen, das bei ganzer Bildschirmgröße erfolgen sollte, die Untertitel rechts unten. Weitere Informationen zur Produktion findet man auch unter dem Wikipedia-Artikel zum Film. Der Film soll demnächst auch auf DVD mit verschiedenen Sprachen erscheinen und in die Kinos kommen, allerdings hat er bisher für Deutschland und die Schweiz noch keinen Verleih gefunden.

|