(Ohne Titel)
Jemand
sagte zu mir,
dass morgen
viel zu spät sei,
aber
ich frage mich,
ob ich gestern
noch erreichen kann.
Jemand
sagte zu mir,
dass morgen
viel zu spät sei,
aber
ich frage mich,
ob ich gestern
noch erreichen kann.
Nein, dies ist nicht etwa die Kontonummer des Autors mit der Bitte um Spenden, sondern die Telefonnummer 71 67 20 61 aus München (0 89). Von dieser aus werden seit Wochen nicht nur der Autor, sondern dutzende andere Teilnehmer des Fernsprechnetzes mehrmals in der Woche angerufen. Das Besondere an diesen Anrufen ist jedoch, dass es nur zwei- bis höchstens dreimal klingelt und dieses dann abbricht. Schafft man es, währenddessen doch mal an den Hörer zu kommen, schweigt sich jemand am anderen Ende aus. Merkwürdig! Was will uns der/die Anrufer/-in damit sagen?
Sollte es sich um einen neuen oder gar gestressten Mitarbeiter eines Callcenters handeln, dem es ob der Erreichbarkeit des Teilnehmers plötzlich die Sprache verschlägt? Oder um einen (taub-)stummen als neue Variante des Telefonmarketings, bei der man sich freiwillig für irgendwelche Abonnements oder Gewinnspiele anmeldet („Sprechen Sie endlich, ich unterschreibe auch alles!“)? Einen Rufnummern-Erreichbarkeitstest als Vorhut einer ganzen Armee von Werbern?
Ja, aber die Nummer des Autors habt ihr doch schon, und zwar schon seit Wochen! Und Versuche, eure Nummer 0 89 - 71 67 20 61 zurückzurufen, bleiben ohne Erfolg. Macht ihr da gerade Pause vom vielen Anrufen?
Hin und wieder soll sich laut den auf der Internetseite „Wem gehört 08971672061 aus München“ von Tellows.de gesammelten Erfahrungen von Angerufenen aber auch mal jemand melden. Ein Verlagshaus, das einem eine Reise in die Türkei anbietet!
Donnerwetter, hätte der Verfasser jetzt nicht gedacht! Bloß: Warum meldet ihr euch wie bei so vielen anderen Teilnehmern auch bei ihm nicht? Wenigstens er würde inzwischen ja (fast) alles bestellen und abonnieren, was es nur zu bestellen und zu abonnieren gibt, und eine Reise in die Türkei …
(siehe auch Ronalds Notizen: Befragung)
Ein alter Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Chicago. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er ihm eine E-Mail.
„Lieber Ahmed,
ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben.
Ich liebe Dich
Dein Vater“Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail:
„Lieber Vater,
bitte rühre auf keinen Fall irgendetwas im Garten an. Dort habe ich nämlich ‚die Sache‘ versteckt.
Ich liebe Dich auch
Ahmed“Keine sechs Stunden später umstellen die US Army, das FBI und die CIA das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.
Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn:
„Lieber Vater,
sicherlich ist der Garten jetzt komplett umgegraben und Du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich nicht für Dich tun.
Ich liebe Dich
Ahmed“
(Aus einer an mich gesandten Präsentation; Grafik: Microsoft Clip Art.)
Tote Vögel fallen vom Himmel. Zuerst am Neujahrstag in einer Ortschaft in Arkansas, USA, wenige Tage später auch in einem anderen US-Bundesstaat und an verschiedenen Orten in Schweden. Zusätzlich wurden tote Fische in einem Fluss in einem anderen Teil von Arkansas gefunden. Nicht nur die Ursache ist bisher ungeklärt, merkwürdig ist auch, dass jeweils nur eine Art oder nur sehr wenige Arten dieser Gattungen betroffen waren. Zudem sollen angeblich noch Geophysiker herausgefunden haben, dass die Erde sich jetzt etwas schneller dreht, als sie sollte. Das neue Jahr 2011 fängt also spannend an!
Gleichzeitig feiern wir heute, am 6. Januar, mit dem Dreikönigstag die Heiligen Drei Könige und den „Erscheinungstag des Herrn“, die Epiphanie. Die Kirche feiert an diesem Tag das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die drei Könige, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. Bereits im hellenistischen Ägypten wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Januar die Geburt des Sonnengottes Äon aus der Jungfrau Kore gefeiert. Am Tag des 6. Januar folgte das Schöpfen Heil bringenden Wassers aus dem Nil. Im Römischen Reich entwickelte sich daraus ein Kult, der, kurz gesagt, nichts anderes als den Herrscher Julius Cäsar nach der Überquerung des Rubikon am 10. Januar 49 v. Chr. als Heiland und Held feierte.
Bei den späteren Westkirchen des Christentums wird das Fest den drei Weisen aus dem Morgenland zugeordnet, in den Ostkirchen jedoch als Tag der Taufe Christi und der Offenbarung der allerheiligsten Dreifaltigkeit begangen. Dabei fällt der 24. Dezember nach julianischem auf den 6. Januar nach gregorianischem Kalender, den wir bis heute benutzen. Der 6. Januar wird im Volksbrauchtum des süddeutschen und alpinen Raums auch als Neujahrstag betrachtet. Und wir erinnern uns, dass die drei Weisen oder Magier, wie die Könige als Angehörige der Priesterkaste auch genannt werden, einer Sternschnuppe folgten.
Dies nur mal so als Gegenüberstellung, Gedankenspiel, ohne irgendwelchen (religiös motivierten) Verschwörungstheorien Vorschub leisten zu wollen. Honi soit qui mal y pense („Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.“) …
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