Tote Vögel …

… und die Heiligen Drei Könige — ein Gedankenspiel

Tote Vögel fallen vom Himmel, in den USA und in Schweden. Zusätzlich wurden tote Fische in einem Fluss gefunden. Nicht nur die Ursache ist bisher ungeklärt, zudem sollen Geophysiker herausgefunden haben, dass die Erde sich schneller dreht als sie sollte. Das neue Jahr 2011 fängt also spannend an!

Tote Vögel fallen vom Himmel. Zuerst am Neujahrstag in einer Ortschaft in Arkansas, USA, wenige Tage später auch in einem anderen US-Bundesstaat und an verschiedenen Orten in Schweden. Zusätzlich wurden tote Fische in einem Fluss in einem anderen Teil von Arkansas gefunden. Nicht nur die Ursache ist bisher ungeklärt, merkwürdig ist auch, dass jeweils nur eine Art oder nur sehr wenige Arten dieser Gattungen betroffen waren. Zudem sollen angeblich noch Geophysiker herausgefunden haben, dass die Erde sich jetzt etwas schneller dreht als sie sollte.

Gleichzeitig feiern wir heute, am 6. Januar, mit dem Dreikönigstag die Heiligen Drei Könige und den „Erscheinungstag des Herrn“, die Epiphanie. Die Kirche feiert an diesem Tag das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die drei Könige, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. Bereits im hellenistischen Ägypten wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Januar die Geburt des Sonnengottes Äon aus der Jungfrau Kore gefeiert. Am Tag des 6. Januar folgte das Schöpfen Heil bringenden Wassers aus dem Nil. Im Römischen Reich entwickelte sich daraus ein Kult, der, kurz gesagt, nichts anderes als den Herrscher Julius Cäsar nach der Überquerung des Rubikon am 10. Januar 49 v. Chr. als Heiland und Held feierte.

Bei den späteren Westkirchen des Christentums wird das Fest den drei Weisen aus dem Morgenland zugeordnet, in den Ostkirchen jedoch als Tag der Taufe Christi und der Offenbarung der allerheiligsten Dreifaltigkeit begangen. Dabei fällt der 24. Dezember nach julianischem auf den 6. Januar nach gregorianischem Kalender, den wir bis heute benutzen. Der 6. Januar wird im Volksbrauchtum des süddeutschen und alpinen Raums auch als Neujahrstag betrachtet. Und wir erinnern uns, dass die drei Weisen oder Magier, wie die Könige als Angehörige der Priesterkaste auch genannt werden, einer Sternschnuppe folgten.

Das neue Jahr 2011 fängt also spannend an, und dies nur mal so als Gegenüberstellung, Gedankenspiel, ohne irgendwelchen (religiös motivierten) Verschwörungstheorien Vorschub leisten zu wollen. Honi soit qui mal y pense („Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt.“) …


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