Ronalds Notizen

Sonntag, 27. Februar 2011

Almosen

Abgelegt unter: Politik und Gesellschaft, Leben und Arbeiten — Ronald @ 20:00

„Erschöpft, aber zufrieden“ waren Sie, Frau Minister von der Leyen, als Sie am Montag die Erhöhung des Arbeitslosengelds II verkündeten. Ob das einem „verfassungskonformen Regelsatz“ entspricht, wie Sie weiter behaupteten, wird mit Sicherheit erneut das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

Geradezu lächerlich ist dabei jedoch nicht nur das sogenannte „Bildungspaket“, das Kindern und Jugendlichen die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben erlauben soll, sondern auch die eigentliche Erhöhung des Regelsatzes um € 5,00, das mehr einem Almosen gleicht denn wahrer Berechnung der Lebenshaltungskosten entspricht!

Da der Autor aber, wenn er denn Almosen haben möchte, lieber zum Betteln auf die Straße geht, bittet er Sie, werte Frau Minister, um Ihre Kontonummer, damit er Ihnen diese monatliche Erhöhung wieder zurücküberweisen kann.

Mit freundlichem Gruß

Unterschrift

Links zum Thema
Video - Erhöhung um 8 Euro: Nächtliche Einigung bei Hartz IV - Politik | STERN.DE
Ronalds Notizen: Soziokulturelles Leben mit Arbeitslosengeld II
Ronalds Notizen: Kleines Hartzgedicht

Dienstag, 22. Februar 2011

Verregneter Dienstag

Abgelegt unter: Lyrik und Prosa, Liebe und Beziehungen — Ronald @ 2:22

Ein verregneter Dienstag

lastet schwer auf meinem Verstand,

lähmt er doch die Sinne,

den Kopf und die Hand.

Ein verregneter Dienstag.

Die schweren Wolken ziehen geschwind.

Dein Bild ist in ihnen,

deine Haare im Wind.

Sonntag, 13. Februar 2011

Wörter der Liebe

Abgelegt unter: Liebe und Beziehungen, Sprache und Austausch — Ronald @ 3:40

… oder Liebe meine Wörter!

Verbindung (Microsoft Clip Art)

Nein, nicht um die Wörter geht es hier, die wir einem geliebten Menschen zuflüstern – und die Sprache der Liebe ist immer leise, man höre nur das wunderschöne Lied „Speak Low (when you speak love)“ von Kurt Weill und Ogden Nash! Der US-amerikanische Psychologe und Sprachwissenschaftler James W. Pennebaker von der Universität von Texas in Austin zählte Wörter in vierminütigen sogenannten „Speed-Datings“, während denen Partnersuchende sich für vier Minuten gegenübersitzen, um Gemeinsamkeiten herauszufinden. In einer zweiten Studie untersuchte er über zehn Tage lang das Chat-Verhalten von Paaren. Dabei kam er zu überraschenden Erkenntnissen.

Auch wenn sich alle Paare in der ersten Studie über dieselben Themen ausfragten (was studierst du, woher kommst du, wie findest du die Uni), so klangen ihre Gespräche bei näherer Untersuchung doch völlig anders und es zeigten sich Unterschiede in der „language synchrony“, wie es Pennebaker ausdrückt. Nicht die eigentlichen Inhalte waren entscheidend dafür, wie sich Paare verstehen, sondern die sogenannten „Funktionswörter“ oder Synsemantika, die zwar zum allgemeinen Sprachgebrauch gehören und deren Benutzung eine gewisse soziale Kompetenz voraussetzt, die aber keine eigentliche Bedeutung haben. Im Englischen machten Co-Autor der Studie Pennebaker und Kollegen Wörter wie „the“ (der, die, das), „a“ (ein), „be“ und „will“ (alle Formen von sein), „anything“ (alles, etwas), „that“ (das, rückbezüglich), „him“ (sein) und „and“ (und) aus. Die Paare, deren Sprechweise und Gebrauch dieser Wörter sich am stärksten ähnelte, wollten sich mehr als viermal so oft nochmals treffen als die, bei denen dies nicht der Fall war.

Eine ähnliche Tendenz zeigten die Ergebnisse der zweiten Studie: 80 Prozent der Paare, deren Schreibstil sich ähnelte, chattete nach drei Monaten immer noch, gegenüber etwa 54 Prozent, die sprachlich nicht harmonierten.

Da Menschen ihren Sprachstil nicht bewusst synchronisieren, sind anscheinend weniger die Inhalte wichtig, sondern wie wir sie sagen. Pennebaker sagt dazu: „What’s wonderful about this is we don’t really make that decision; it just comes out of our mouths.“

Doch eine Untermauerung der These „Gleich und Gleich gesellt sich gern“?

Links zum Thema
Die komplette Studie als PDF: Psychological Science: Language Style Matching Predicts Relationship Initiation and Stability
Zusammenfassung: College of Liberal Arts, the University of Texas at Austin: The Language of Young Love: The Ways Couples Talk Can Predict Relationship Success
JWP home page, Pennebakers Internetauftritt, Department of Psychology, the University of Texas at Austin
Beziehung: Die Sprache der Liebe - News - FOCUS Online, 26. Januar 2011
Kolumne: Nüchtern? | Times Mager - Frankfurter Rundschau, 6. Februar 2011
Synsemantikum – Wikipedia
YouTube - Kurt Weill Sings and plays “Speak low”, leider nicht den kompletten Text und das komplette Lied
Ronalds Notizen: Gleich und Gleich …

Samstag, 5. Februar 2011

The Snows

Abgelegt unter: Liebe und Beziehungen, Zitate — Ronald @ 21:21

The snows they melt the soonest
When the winds begin to sing
And the corn it ripens faster
When the frost is settling in
And when a woman tells me
That my face she’ll soon forget
Before we part away to come
She’s bound to follow yet

The snows they melt the soonest
When the winds begins to sing
And the swallow flies without a thought
As long as it is spring
But when spring goes and winter blows
My love and I’ll be fine
Put all your pride and follow me
Across the raging main

The snows they melt the soonest
When the winds begins to sing
And the bee that flew in summer’s shone
In winter can not sting
And I’ve seen a woman’s anger melt
Between the night and dawn
So it’s surely not a heart of pain
To knock a woman’s scorn

So don’t you bid me farewell here
No farewell I’ll receive
For you shall lie with me my love
And you’ll kiss and cuddle me
But I wait here ’til the woodcock calls
And will autumn take the wind
The snows they melt the soonest
When the winds begin to sing

(altes britisches Volkslied, dessen genaue Herkunft und Autor nicht ganz geklärt zu sein scheint, hier angesichts der Winde und den Resten von Schnee draußen zitiert nach einem unbetitelten Album von The Furey Family von 1977)

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