StartseiteComputer und InternetAbhörskandal, war da was?

Kommentare

Abhörskandal, war da was? — 3 Kommentare

  1. Der Artikel ist sehr gut!

    Wenn jemand sagt: „Ich habe nichts zu verbergen.“ sollten wir entgegnen: „Meine Geheimnisse sind mir heilig.“ und probehalber die Herausgabe seiner/ihrer Passwörter erbitten.

    Überwachung greift tief ein in die Psychologie jedes Einzelnen und erodiert die demokratische Substanz unserer Gesellschaften. So wird doch auch jeder Politiker potentiell erpreßbar.

    Doch schon die Datenberge, die Google & Co. aufhäufen, sind nicht akzeptabel. Google ist in der Lage differenzierte Persönlichkeitsprofile zu erstellen durch 1. das Aufzeichnen der Suchbegriffe bei der Nutzung der Suchmaschine, 2. durch Google-Tracker, die sich auf fast jeder Webseite befinden, 3. durch Aufzeichnen der bei Youtube gesehenen Filme, 4. durch das Scannen der Mails von Gmail/Googlemail und neuerdings 5, durch Daten, die im „Internet der Dinge“ anfallen.

    Das Tracken sollte verboten werden.

    Jeder kann hier und heute die Datenspur, die er im Internet hinterläßt, deutlich reduzieren: Freie Software benutzen, als Einstieg – trotz einiger Kritik – wegen der hervorragenden Dokumentation „Ubuntu“, dann, wenn man besser ist, die Ubuntu-Mutter „Debian“, ein demokratisches Projekt von Tausenden aus aller Welt, offener Quellcode, Backdoors können entdeckt werden, kopieren und teilen mit anderen nicht verboten, sondern erwünscht.

    GnuPG, das Mailverschlüsselungs-Programm, ist auf beiden vorinstalliert, auf Thunderbird muß noch das „Enigmail“-Addon installiert werden.

    Beim Firefox installieren: die Addons „NoScript“, „Ghostery“, „BetterPrivacy“, „Adblockplus“ sowie „User Agent Overrider“.

    Als Suchmaschinen „Ixquick“ und „Startpage“ (wobei man bei „Startpage“ Google indirekt unterstützt).

    Alternative Emaildienste: „Posteo“, Ixquick arbeitet auch an einem eigenen Email-Dienst. („HTML“ bei Email-Empfang und -Versand abstellen und „Nur Reintext“ einstellen, da eine HTML-Mail mit Malware präpariert sein kann, die beim Aufruf der Mail ausgeführt wird.)

    P.S. NoScript weist ein Google-Script auf Deiner Seite aus: „google.com“!

    • Danke für den ausführlichen Kommentar!

      Inzwischen hat der Autor als eine Dual-Boot-Option ein zweites Betriebssystem auf Linux-Basis installiert und ist mit diesem gerade zum ersten Mal hier. Es sieht alles ganz schön anders aus! Über seine Erfahrungen mit der Installation, die übrigens keineswegs reibungslos vonstatten ging, berichtet er möglicherweise hier.

      Das bei Dir angezeigte Google-Script ist wahrscheinlich auf ein Suchmaschinen-Optimierungswerkzeug zurückzuführen, dass hier installiert ist. Schließlich will der Autor ja, dass seine Beiträge gefunden werden! Er selbst benutzt die entsprechende Suchmaschine nur als allerletzte Option; weitere Empfehlungen wären in diesem Zusammenhang übrigens die wenig bekannte Metasuchmaschine MetaGer der Universität Hannover und DuckDuckGo.

      Von der Tatsache, dass, wie Du schreibst, die Überwachung tief in die Persönlichkeit jedes Einzelnen eingreift, spürt der Einzelne wenig bis gar nichts. Daher wohl auch die relativ geringe Resonanz auf den Skandal in der Bevölkerung. Mehr aber noch als die Möglichkeit, dass jeder Politiker potenziell erpressbar wird, sollte uns die Möglichkeit erschrecken, dass dieses Überwachungsinstrumentarium in Hände fallen kann, die keineswegs demokratisch sind!

  2. Pingback: Vom Datenschutz und von Pizza-Lieferanten – Ronalds Notizen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.