Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (5)

Das schönste deutsche Wort

Nachdem vor Kurzem das Wort des Jahres 2013 gekürt wurde, nutzt der Autor diese Gelegenheit, auf ein bereits 2004 stattgefundenes Ereignis hinzuweisen. Dann wurde nämlich im Rahmen eines vom Deutschen Sprachrat und dem Goethe-Institut initiierten internationalen Wettbewerbs das schönste deutsche Wort gewählt. Nein, auch wenn das vom Veröffentlichungsdatum dieser Notiz her naheliegt, es sind nicht „Heiligabend“ oder „Weihnacht(en)“! Es ist das Wort „Habseligkeiten“.

Das Wort des Jahres 2013 steht fest, nämlich „GroKo“ für „Große Koalition“ (und nicht etwa für „Großes Kotzen“!). Die Wahl des Unworts des Jahres steht noch aus, wobei „GroKo“ in den Augen und Ohren des Autors auch hierfür eine nachdenkenswerte Möglichkeit wäre. Bereits am 1. August 2004 ging der vom Deutschen Sprachrat und dem Goethe-Institut initiierte internationale Wettbewerb „Das schönste deutsche Wort“ zu Ende. Dabei sollte die Aufmerksamkeit auf den Reichtum der deutschen Sprache gelenkt wurden, wie Jutta Limbach, die damalige Vorsitzende des Deutschen Sprachrats, erklärte. Die folgenden Wörter wurden im Oktober 2004 aus 22 838 Einsendungen aus 111 Ländern ausgewählt:

  1. Habseligkeiten
  2. Geborgenheit
  3. lieben
  4. Augenblick
  5. Rhabarbermarmelade

Die meistgenannten Wörter im Inland waren:

  1. Liebe
  2. Gemütlichkeit
  3. Sehnsucht
  4. Heimat
  5. Kindergarten
  6. Freiheit
  7. gemütlich
  8. Frieden
  9. Sonnenschein
  10. Schmetterling

Die im Inland wie im Ausland am häufigsten genannten Wörter waren „Liebe“, das auch Spitzenreiter der Einsendungen aus Bulgarien, Österreich, der Schweiz und Slowenien war, und „Gemütlichkeit“, das auf Platz 1 der aus den USA lag. In Finnland und Polen waren es „Vergissmeinnicht“, in Frankreich und Italien „Sehnsucht“ und in den Niederlanden „Fingerspitzengefühl“. Die Teilnehmenden aus dem Vereinigten Königreich entschieden für „Schmetterling“ und die aus Südkorea für „Mutter“.

Eine interessante Auswahl, wie der Autor findet, zumal sie auch Rückschlüsse darauf bietet, wie wir im Ausland gesehen, gehört und verstanden werden. Aber man sieht: Die Wörter „Heiligabend“ oder „Weihnacht(en)“ befinden sich nicht darunter. Dennoch und trotzdem wünscht der Autor dieser Notiz(en) seinen Leserinnen und Lesern besinnliche und fröhliche solche!

Quellen:
Deutscher Sprachrat: Das schönste deutsche Wort
Duden, Unnützes Sprachwissen, Mannheim 2012
Wikipedia: Schönstes deutsches Wort
Zur Kritik an der inkorrekten Herleitung des Worts „Habseligkeiten“ des Deutschen Sprachrats: Wikipedia: Habseligkeiten

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Über Ronald

Kein Selbstdarsteller, aber auf Stellensuche, daher: Schriftsetzer, Korrektor/Lektor, Weiterbildungen zum Mediengestalter/Desktop-Publisher und zum Online-Redakteur. 11 Semester Germanistik, viele Jahre Erfahrung als Schauspieler und als Sprecher sowie als Perkussionist brasilianischer Musik und als Fußball-Torwart. Mehr? Seite „Zum Autor“!

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