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Rauch — 2 Kommentare

  1. Genau das ist der Punkt: die Lobby. Es ist eben billiger, Atomkraftwerke weiter zu betreiben (und die Folgekosten nicht tragen zu müssen) und wohl auch, Kohlekraftwerke neu zu bauen, als in Wind-, Wasser- und Sonnenkraft zu investieren.

    Ach, was tat mir eine RWE-Führungspersönlichkeit leid, als dieser Mann in einer Fernsehreportage zugab, irgendwie die Zeichen der Zeit verpennt zu haben, nämlich rechtzeitig in regenerative Energien investiert zu haben, und nun Umsatzeinbußen in Kauf nehmen zu müssen.

    Ja, geht’s noch? Seit den 1970er Jahren prangern intelligente Leute, zum Beispiel Franz Alt, Atomkraft und fossile Energieträger an und sagen, hey, die Sonnenstrahlung wird so schnell nicht aufgebraucht sein, lasst uns doch da mal mehr Forschung treiben. Und jetzt heult so ein RWE-Heini, weil ja „plötzlich“ die Energiewende vom Himmel gefallen ist? Unfassbar!

    Das Schlimme ist, dass Lobbyisten der übelsten Couleur munter von Seiten der Politik unterstützt werden. Saatgutpatente, Trinkwasserprivatisierung, Privatisierung weiter Teile des Gesundheitssektors, CETA, TTIP … Und das Volk wählt bei jeder verdammten Wahl, egal ob auf Kommunal-, Bundes- oder Europaebene, immer wieder CDU und SPD (und leider verstärkt auch rechtes Gesocks). Wie verblödet kann ein Volk eigentlich sein?

    • Apropos Gesundheitssektor: Laut einem Beitrag in „Frontal 21“ vom 21. Oktober 2014 ist die Weltgesundheitsorganisation WHO völlig abhängig von privaten Spenden, die inzwischen drei Viertel ihrer Einnahmen ausmachen. Und woher kommen diese? Von der Pharmaindustrie, und zwar von den Größten der Großen! Damit kauft sich diese „Lobby“ direkt in Entscheidungen der WHO ein, ruft angebliche Pandemien wie die Schweinegrippe aus (bei der Gelegenheit: kleiner, aber inzwischen schon älterer Witz über die Schweinegrippe gefällig? Das Husten der Schweine; siehe dort auch die Kommentare!) und verdient daran Milliardenbeträge. Kleinere Pharmafirmen, die zum Teil bahnbrechende Forschungen zur Bekämpfung von Ebola und AIDS unternommen haben, haben keine Chance, in diesen Beratertopf aufgenommen zu werden. Proteste mittels Klagen gegen die WHO scheitern, weil diese eine extraterritoriale Organisation ist. Und sollten einmal US-amerikanische Unternehmen bei diesen Entscheidungsprozessen benachteiligt werden, streichen die USA einfach mal für einige Jahre ihre Mitgliedsbeiträge an die WHO!

      Womit wir auch gleich einen weiteren Vorgeschmack darauf erhalten, was uns beim Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP erwartet …

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