Favorite Weihnachtsfrieden

Eine Pause im Krieg — von Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten

Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, eine der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte und ein gigantisches Versagen der Diplomatie. Mehr noch: Diplomatie fand überhaupt nicht statt, zu groß war der Kriegswille! Wenig bekannt ist der sogenannte Weihnachtsfrieden, die Weihnachtswaffenruhe zwischen den verfeindeten Soldaten, die so verfeindet gar nicht waren. Und: Auch an Silvester gab es vereinzelt Waffenruhen.
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Favorite Ein Tormann hat Angst

oder Die letzte Aktion des Spiels

Nichts kann sich so schnell verändert haben. Ein einziger Augenblick nachlassender Aufmerksamkeit kann doch ein Schicksal nicht so unwiderruflich besiegeln. Von wegen. Einen Augenblick braucht es, mehr nicht. Danach gibt es kein Zurück.

(aus Tristan Egolf: Monument für John Kaltenbrunner, Frankfurt am Main 2000 u. a.)

Und Fußball ist nun mal mein Metier, und es ist ein Metier, in dem man per se durch den Job Menschen in Extremsituationen erlebt.

(Ronald Reng während der öffentlichen Veranstaltung „HörSalon“ des NDR über den „Fußball-Triumph und seine Folgen“ vom 18. Mai 2015 aus dem Bucerius-Kunst-Forum in Hamburg)

Ein Tormann in Aktion

Ein Tormann in Aktion: Hans Tilkowski während der Fußballweltmeisterschaft 1966 im Spiel gegen Argentinien (Autor: El Gráfico/Wikimedia Commons)

Es ist kalt und ungemütlich auf dem Fußballplatz. Den leichten Nieselregen spüre ich nicht nur auf meinem Kopf und in meinem Gesicht, sondern sehe ihn auch wie einen Perlenvorhang im Schein des Flutlichts glitzern. Ich stehe in einem der beiden Tore, ich bin Tormann. Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Vom Verschwinden

Dinge und Menschen verschwinden. Manchmal tauchen sie wieder auf, manchmal bleiben sie für immer verschwunden. Menschen verschwinden aus politischen Gründen, Frauen verschwinden aus der Bibel. Der Fall einer verschwundenen Frau aus dem Landkreis Cloppenburg gibt Rätsel auf. Lesen? Auf Titel klicken!

O Tannebaum

Weihnachtswunsch angesichts PEGIDA & Co.

Krippe in zerbombtem Haus

O Tannebaum! Hier stünde die Krippe wahrscheinlich heute: in einem zerbombten Haus im Nahen Osten. (Die Stader Amnesty-Krippe in der Krippenausstellung in der Stader Kirche Cosmae et Damiani. Autor: Amnesty Stade)

Nun, da die Türken anscheinend nicht nur wieder einmal vor Wien stehen, sondern es inzwischen sogar eingenommen zu haben scheinen und sich auf den Weg nach Dresden und das restliche Sachsen aufmachen — immerhin haben es knappe 2 Prozent bereits bis dorthin geschafft! —, um danach die ganze Republik und das restliche Abendland zu erobern, dessen diffuse Werte modernes Kreuzrittertum in Form von Zusammenrottungen wie der Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) und anderen …gidas ausgerechnet mit der Losung „Wir sind das Volk!“, die für ganz andere Ziele stand als für die, die es zu vertreten vorgibt, zu verteidigen trachtet, hier mein Weihnachtswunsch – in der Worten von Kurt Tucholsky:
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Unerwünschte Anmeldeversuche

Spam-VerbotszeichenWebsites werden immer wieder gehackt. Dies betrifft nicht nur die Internetpräsenzen großer Firmen, sondern leider auch solche von Privatpersonen und Weblogs. Erst kürzlich wurde berichtet, dass eine kritische Sicherheitslücke in der Kommentarfunktion von WordPress Millionen von Blogs bedroht. Dazu kommen täglich Versuche, Kommentar- und Link-Spam zu platzieren, sowie unerwünschte Anmeldeversuche. Doch es gibt Mittel und Wege, sich dagegen zu schützen! Lesen? Auf Titel klicken!

Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (9)

Pier, Seebrücke, Mole oder Kai? Sie befinden sich in einem Seebad am Meer und sehen solch ein langes, auf Stelzen stehendes Gebilde, oft mit Aufbauten. Pier, Seebrücke, Mole oder Kai? Oder Sie befinden sich in einem Hafen und sehen diese meist rechtwinklig vom Festland abgehenden Anlegestellen für Schiffe. Pier, Seebrücke, Mole oder Kai? Oder diese Anlegestellen für Schiffe mit all … Lesen? Auf Titel klicken!

Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (8)

Von der Spiritualität, der politischen Dimension und Sprichwörtern rund ums Essen und Trinken

Aber die deutsche Küche überhaupt — was hat sie nicht alles auf dem Gewissen! Die Suppe vor der Mahlzeit […], die ausgekochten Fleische, die fett und mehlig gemachten Gemüse; die Entartung der Mehlspeise zum Briefbeschwerer! Rechnet man gar noch die geradezu viehischen Nachguss-Bedürfnisse der alten, durchaus nicht bloss alten Deutschen dazu, so versteht man auch die Herkunft des deutschen Geistes — aus betrübten Eingeweiden …

(aus Friedrich Nietzsche: Warum ich so klug bin, erster Abschnitt, in: Ecce homo)

Wir Deutschen sind in Europa nicht gerade bekannt dafür, viel Geld und Zeit für den Einkauf, die Zubereitung und das Genießen unserer Speisen und Getränke aufzuwenden. Dafür haben wir mit die teuersten Kücheneinrichtungen. Ein krasses Missverhältnis! Doch wussten Sie, dass es auch eine spirituelle Seite und eine politische Dimension des Essens und Trinkens gibt? Zudem verfügen wir über unendlich viele Sprichwörter und Redensarten, die sich mit dem Essen und Trinken beschäftigen. Zeit, sich darüber einige gastrosophische Gedanken zu machen — und eine Buchempfehlung auszusprechen! Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Wahlbeteiligung: Armut wählt nicht

Unterschiedliche Teilhabe gefährdet die Demokratie

Je geringerer die Wahlbeteiligung, desto häufiger ist von „Wahlmüdigkeit“ oder „Politikverdrossenheit“ die Rede. Doch greift das? Die Welt spaltet sich immer mehr in Arme und Reiche. Das ist auch in Deutschland der Fall. Die untere Hälfte der Gesamtbevölkerung besitzt nur etwa ein Prozent des Nettogesamtvermögens. Mit der materiellen wächst auch die politische Ungleichheit. Das äußert sich auch im Wahlverhalten: Die Wahlbeteiligung sinkt immer mehr, denn Armut wählt nicht. Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Wortschatz

Ich habe gelernt. Ich habe die Wörter gelernt. Ich habe die Zeitwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen sein und gewesen gelernt. Ich habe die Hauptwörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen der Einzahl und der Mehrzahl gelernt. Ich habe die Umstandswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen hier und dort gelernt. Ich habe die hinweisenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen diesem und jenem gelernt. Ich habe Eigenschaftswörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen gut und böse gelernt. Ich habe die besitzanzeigenden Wörter gelernt. Ich habe den Unterschied zwischen mein und dein gelernt. Ich habe einen Wortschatz erworben.

(Aus Peter Handke: Selbstbezichtigung, in: Publikumsbeschimpfung und andere Sprechstücke, Frankfurt am Main 1966)