Sprache ist faschistisch!

Die Sprache ist weder reaktionär noch progressiv, sie ist ganz einfach faschistisch; denn Faschismus heißt nicht am Sagen hindern, es heißt zum Sagen zwingen. Sobald sie hervorgebracht wird, und sei es im tiefsten Innern des Subjekts, tritt die Sprache in den Dienst einer Macht. Unweigerlich zeichnen sich in ihr zwei Rubriken ab: die Autorität der Behauptung und das Herdenhafte der Wiederholung.

(der französische Semiotiker, Philosoph und Schriftsteller Roland Barthes in seiner Antrittsvorlesung am Collège de France 1977)

Ein bemerkens- und nachdenkenswerter Satz, nicht nur angesichts in sogenannten sozialen Netzwerken dutzend-, hundert- und tausendfach verbreiteter Halb- und Unwahrheiten!

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Über Ronald

Kein Selbstdarsteller, aber auf Stellensuche, daher: Schriftsetzer, Korrektor/Lektor, Weiterbildungen zum Mediengestalter/Desktop-Publisher und zum Online-Redakteur. 11 Semester Germanistik, viele Jahre Erfahrung als Schauspieler und als Sprecher sowie als Perkussionist brasilianischer Musik und als Fußball-Torwart. Mehr? Seite „Zum Autor“!

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