„Keine besondere Intensität des Angriffs“

Staatsanwaltschaft Leipzig stellt Ermittlungen gegen AfD-Ortsgruppe Eilenburg ein

Über die Rechtslastigkeit der Alternative für Deutschland (AfD) ist bereits viel geschrieben worden. Ein Ortsverein scheint sich hier besonders hervorzuheben: die AfD-Ortsgruppe Eilenburg. Auf deren Facebook-Profil wurden bereits Inhalte blockiert. Nun wurde ein Ermittlungsverfahren gegen diese Ortsgruppe eingestellt. Lesen Sie mehr!

Bildschirmfoto AfD-Ortsgruppe Eilenburg

Blockierte Inhalte bei der AfD-Ortsgruppe Eilenburg (Bildschirm-Schnappschuss vom 15. Oktober 2016)

Die Alternative für Deutschland (AfD) sorgt sich um das deutsche Volk, besonders um das Wohl des kleinen Mannes. Nach außen hin. Dass sie in Wirklichkeit oft das Gegenteil für ihn will, bekommt das nicht in den Reden ihrer Funktionäre zu hören, sondern nur in den Parteiprogrammen zu lesen. Das war hierzulande früher schon so und die AfD hier auch schon abgehandelt.

Die Nähe zum politischen Rechtsaußen sind schon oft beschrieben worden und offensichtlich. Die Alternative für Deutschland Ortsgruppe Eilenburg, wie sich der Ortsverein nahe Leipzig vollständig nennt, scheint sich hier besonders hervorzuheben, sodass auf deren Facebook-Profil bereits wenigstens ein Inhalt seitens des Netzwerks blockiert wurde. Und besonders menschenverachtend dazu, was sich dort gut verfolgen lässt:

Vielleicht sollte jemand unseren „Gästen“ einmal das schwimmen beibringen!
So viele GutMenschen und Bahnhofsklatscher, Refugees Welcome Schreier, und dann lassen sie sie einfach im Stich und in den reißenden deutschen Strömen ertrinken.

heißt es beispielsweise am 27. Juni 2016 anlässlich einer Meldung, nach der in Biederitz nahe Magdeburg ein 14 Jahre alter Jugendlicher aus Afghanistan in einem Fluss ertrunken ist, in originaler Diktion auf deren Seite des Netzwerks. Natürlich finden sich dort auch die üblichen, ihre Anhängerschaft aufputschenden Meldungen, wie etwa am 31. August 2016:

Millionen Deutscher Kinder können nicht in den Urlaub fahren, während wir Millionen Asylbetrüger vom feinsten durchfüttern müssen!

Die AfD-Ortsgruppe Eilenburg über „Zuchtprogramme“ und Intelligenz

Das (schriftliche) Tun der AfD-Ortsgruppe Eilenburg ging sogar Facebook zu weit. Auch der folgende Eintrag wurde von diesem Netzwerk (zunächst) gelöscht. Ob er inzwischen von Facebook oder von der AfD-Ortsgruppe Eilenburg selbst endgültig entfernt wurde, lässt sich nicht feststellen. Tatsächlich war dort am 22. Juni 2016 (in auch originaler Diktion) zu lesen:

Merkel „warnt“ vor Migrationswelle aus Afrika! Warnt? Sie plant!
Von der Bundesregierung geplanter Genozid am Deutschen Volke?
Massen – Migration als „Zuchtprogramm“ zur Eindämmung des intellektuellen Fortschrittes?

Möchte die Bundesregierung durch die Schaffung geplanter Massen-Migration die genetische Struktur innerhalb unseres Landes vernichten und damit unsere nationale Gruppe zerstören?
Vieles spricht dafür.

Hinlänglich bekannt und bestätigt ist das andere ethnische Gruppen und Ideologien nicht über die Intelligenz unserer genetischen Entwicklung verfügt.

Dies wurde erforscht nicht nur mit Blick auf den sogenannten Flynn-Effekt, sondern auch in Hinblick auf die Evolution!

Allein das die Forschungen dahingehend immer weiter eingeschränkt werden – siehe Arikel – lässt hinreichend erkennen das ein publikmachen dieses perfiden Planes nicht erwünscht ist.

Wieso also soll der genetisch erworbene Vorteil, die Intelligenz der Deutschen, durch „Zuchtprogramme“ der Bundesregierung zunichte gemacht werden und der Intelligenzquotient innerhalb der Nation durch Vermischung mit anderen ethnischen Gruppen und Kulturen herabgesenkt werden?

Ganz einfach, ein dummer Mensch fragt nicht, lässt sich leichter von Ideologie und Religion beeinflussen. Er arbeitet besser und hat kein Interesse an Veränderungen und wird auch eher allein stehen was Aktionen in der breiten Masse verhindert.
Kleine Intellektuelle Eliten werden dann das Volk leichter steuern können.

Proteste und Bewegungen werden aufgrund der Verdummung des Volkes quasi abgestellt und man schafft sich verblödetes Wählervieh das für minimalste Ansprüche viel Leistung erbringt.

Dem Problem genetisch bedingter Intelligenzunterschiede ist nicht durch Leugnen beizukommen, vielmehr muss in einer wahrhaft humanen Gesellschaft alles getan werden, um jedem seinen individuellen Anlagen gemäß und möglichst weitgehend zu einem persönlichen Optimum zu verhelfen. [Der nachfolgende externe Verweis auf den „Arikel“ wurde von mir entfernt, um ihm nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen; der Verfasser]

Abenteuerliche Thesen, nicht wahr? Wobei das in der Augen der AfD ja keine Thesen sind, sondern Tatsachen!

Strafantrag gegen die AfD-Ortsgruppe Eilenburg

Über die Intelligenz der AfD-Anhängerschaft wurde hier auch schon geschrieben (siehe „Ausländer“ und „Schlechte Deutschkenntnisse“), und man könnte es dabei bewenden lassen. Einer guten Freundin ging diese Mitteilung aber doch zu weit, sodass sie bei der Polizei in Sachsen ein Ermittlungsverfahren gegen die AfD-Ortsgruppe Eilenburg eingeleitet und „für den Fall, dass der Staatsanwalt den Tatbestand [der Volksverhetzung; der Verfasser] auch als erfüllt ansieht“, Strafanzeige gestellt hat. „Inwieweit auch die üble Nachrede gegen Verfassungsorgane strafbar ist“, wollte sie offen lassen.

Die AfD-Ortsgruppe Eilenburg über die Intelligenz der Völker: Australier haben nur einen IQ von 60!

Dabei störte sie sich besonders an einer Grafik, die der Meldung beigefügt war: eine Weltkarte mit dem Titel „Verteilung der Intelligenzquotienten Weltweit [sic!]“, auf der die einzelnen Teile der Welt in unterschiedlichen Farben von hellgelb bis dunkelrot eingefärbt waren. Diese Farben sollten die Intelligenzquotienten (IQ) von 60 (dunkelrot) bis 130 (hellgelb) wiedergeben. Ostasien mit China, Japan und Korea seien darauf hellgelb, weite Teile Afrikas bräunlich, was einem IQ von 70 entsprechen sollte, und Botswana und Australien (!) dunkelrot markiert gewesen. In der Bildunterschrift wurde zur Erklärung „Australien gemessen am Wert der Aborigines“ mitgegeben.

Ermittlungen gegen AfD-Ortsgruppe Eilenburg eingestellt

Inzwischen erhielt sie Antwort von der Staatsanwaltschaft Leipzig: Das Verfahren wurde eingestellt, weil „die Voraussetzungen des objektiven Tatbestandes der Volksverhetzung nach § 130 Abs. 1 StGB sind nicht erfüllt“, weil es „an der […] besonderen Intensität des Angriffs“ mangele. Zudem stelle die Meldung der AfD-Ortsgruppe Eilenburg „noch nicht den geistigen Nährboden für die Bereitschaft zu Exzessen gegenüber Migranten dar“ (siehe die eingestellten Bilder, zu letzterem Bild 4).

Nun, im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft Leipzig wissen wir, woher „die Bereitschaft zu Exzessen gegenüber Migranten“ kommt und wer sie ausübt, wer mit ihr sympathisiert, sie anstachelt und ihren Nutzen daraus zieht. Und wir wissen, dass es hierzulande auch früher schon eine Bewegung gab, die andere Volksgruppen dämonisierte, gegen sie hetzte – und sie schließlich, zu einer Partei geworden, zu Millionen umbrachte!

Die gute Freundin in einer E-Post:

Selbst wenn die Straftatbestände nicht erfüllt sein sollten, was ich dem Staatsanwalt nun erst einmal glauben muss, wirft es doch ein eindeutiges Bild auf diese Partei, und ich habe erfahren, was in unserem Rechtsstaat alles erlaubt ist. Richtig glauben kann ich es aber nicht.

Bei solchen Gesinnungen ist Widerstand Bürgerpflicht.

Dem sei nichts hinzuzufügen!

(Siehe neben den bereits aufgeführten Beiträgen beispielsweise auch „Unser Globus“, „Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (19)“ über den Begriff „völkisch“ und „Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (15)“ über die Gefällt-mir-Klicks und Follower der Parteien bei Facebook und Twitter!)


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