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Welches Jahr haben wir eigentlich? — 2 Kommentare

  1. Nicht erst seit dem ich weiß, dass ich Verwandtschaft in Australien habe, ist es mir bekannt, dass Menschen zu unterschiedlichen Zeitpunkten Silvester feiern.

    Aus dem Radio habe ich auch vernommen, dass es im letzten Jahreswechsel eine Schaltsekunde gab, die ich natürlich intensiv genutzt habe. 😉 Letztendlich handelt es sich bei Schaltjahren und Schaltsekunden um astronomische Phänomene, die auf das normale Leben durchschlagen.

    Wenn man mit Moslems zu tun hat, muss man bei deren Geburtsdaten 622 Jahre Differenz berücksichtigen. Das weiß man, wenn man schon einmal Pässe aus muslimischen Ländern gesehen hat und deren Angaben für mitteleuropäische Datumsangaben interpretieren musste. Was man so alles bei der Flüchtlingsaufnahme lernt …

    Im Übrigen kann man Silvester selbstverständlich auch gut alleine verbringen, ein Gläschen Wein trinken oder auch 2, 3 und sich überlegen, was im neuen Jahr besser laufen soll. Gerade für Menschen, die durchgängig arbeiten müssen, und wirklich nur die Weihnachtstage Freizeit haben, wobei diese Tage häufig auch noch fremdbestimmt ablaufen, können das besinnliche Stunden im Jahreswechsel sein.

    • Bei der Umrechnung von der islamischen auf die gregorianische Zeitrechnung, die wir benutzen, ist es mit der Differenz von 622 Jahren nicht so einfach getan! Die genaue Formel hier wiederzugeben, ist jedoch fast unmöglich, weshalb ich auf den Wikipedia-Artikel verweise, worunter auch Online-Umrechner aufgelistet sind.

      Ich selbst habe übrigens gar nicht berücksichtigt, dass heute, am 1. März, das römische Jahr anfangen würde, wenn es dieses noch gäbe.

      Sechs Vestalinnen, allesamt Jungfrauen, hüteten im alten Rom das Herdfeuer im Tempel der Vesta auf dem Forum Romanum. Sie mussten schlimmste Strafen fürchten, wenn sie es aus Versehen ausgehen ließen. Noch schlimmer war ihr Schicksal, wenn eine von ihnen ihre Jungfräulichkeit verlor. Dabei hatte sich keine von ihnen diese Tätigkeit ausgesucht: Sie wurden im Alter zwischen sechs und zehn Jahren von ihren reichen Familien für diesen Dienst am Staate ausgesucht und vorgeschlagen. Der wichtigste Tag im Leben der Vestalinnen war alljährlich der 1. März: eben der Beginn des römischen Jahres, als mit einem komplizierten Ritus das Feuer gelöscht und wieder entzündet wurde.

      Zudem haben die alten Römer selbst dreimal das neue Jahr begangen: außer am 1. März noch am 1. Januar, als nach den Saturnalien, einer mehrtägigen Orgie, für die römischen Beamten das Jahr begann, und noch einmal Mitte März, als man aus der Stadt hinauszog und sich betrank.

      Einen interessanten Hörbeitrag gibt es im Sendeformat „Zeitzeichen“ von NDR Info vom 1. März 2017: „Das Feuer der Vestalinnen“.

      Danke für den Kommentar!

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