Ronalds Notizen

Sonntag, 20. November 2011

Image Source

Abgelegt unter: Computer und Internet, Zitate, Bloggen — Ronald @ 20:42

Von fehlerhaft generiertem Code beim Einbau eines Bilds

Eine Fehlermeldung auf einem Profil in einem sozialen Netzwerk (Bildschirmschnappschuss)

Wer auf seiner Internetpräsenz ein Bild oder gar ein Video einbauen will, kann schnell an seine Grenzen stoßen: Das Bild ist zu groß, zu klein, das Video lässt sich nicht öffnen oder im schlimmsten Fall erscheint stattdessen nur ein seltsamer, für den Laien unleserlicher Code! Wer ein Profil in einem sozialen Netzwerk hat oder ein eigenes Blog führt, sollte sich eigentlich darauf verlassen können, dass eine solche Aktion automatisch von diesem ausgeführt wird. Dass diese aber keineswegs eine Garantie dafür bieten, dass das Einfügen eines Bilds auch tatsächlich zufriedenstellend funktioniert, zeigt das Beispiel eines Rundschreibens auf Myspace, wobei dieses Netzwerk sage und schreibe fast 15 Seiten unnützen Code produzierte — mit dem Ergebnis, dass das Bild dann doch nicht erschien!

Grafiken und Bilder werden mit dem HTML-Tag <img> eingebaut, dazu ist mittels des HTML-Parameters <img src=”Dateiname.Format”> auf die Bildquelle, die „Image Source“ zu verweisen. HTML-Editoren bzw. -Generatoren wie Dreamweaver oder FrontPage, Content-Management-Systeme (CMS) sowie soziale Netzwerke und Blogs, die meist auf CMS aufbauen, übernehmen das Erstellen des Codes automatisch. Oder sollten es zumindest! Dass dem nämlich keineswegs immer so ist, zeigt das Beispiel eines Rundschreibens des ansonsten von mir sehr geschätzten Musikers Otis Taylor: Anstatt das von ihm gewünschte Bild einzubauen, generierte Myspace sage und schreibe fast 15 Seiten sinnlosen Code, der hier verkürzt wiedergegeben wird — das Einfügen des kompletten Codes hätte diese Notiz gesprengt! Eine Druckversion (PDF, 432 KB) habe ich aber hochgeladen und weitere Beispiele von kuriosen HTML-Fehlern dürfen mir gern zugesandt werden.

Hier also der Auszug:

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Mittwoch, 26. Oktober 2011

precio

Abgelegt unter: Zitate, Bloggen — Ronald @ 12:17

Die meisten Spam-Kommentare, die der Betreiber dieser Notizen erhält, sind sinnlose Texte, in denen es nur darum geht, in jeden Satz einen Link zu der Bezugsquelle des dubiosen Produkts einzubauen, für das der Absender wirbt. Heute erhielt er einen Kommentar eines gewissen „GuiskFutcouct“, der ob seiner sprachlichen Verworrenheit schon wieder so poetische Züge hat, die an die Lyrik eines Allen Ginsberg oder Jack Kerouac erinnern, dass ich ihn meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten möchte. Und sollte jemand des Englischen nicht so mächtig sein oder ein zusätzliches Vergnügen haben wollen, kopiere man den Text und gebe ihn in einen Online-Übersetzungsdienst ein, wo sich garantiert ein weiteres Schmunzeln, gepaart mit einem Staunen über die Leistungsfähigkeit solcher Dienste, einstellen wird!

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Samstag, 13. August 2011

Ich bin drin

Abgelegt unter: Computer und Internet, Information und Medien, Bloggen — Ronald @ 1:46

20 Jahre World Wide Web

Vor 20 Jahren, am 6. August 1991, stellte Tim Berners-Lee der Welt das World Wide Web (WWW) vor. Ganz nebenbei erfand er auch gleich den ersten Browser, worauf die Zahl der Internetnutzer explodierte. Spätestens, nachdem Boris Becker im Oktober 1999 in einem Werbefilmchen verkündete: „Ich bin drin“, machten es ihm auch hierzulande Millionen nach. Unser Leben hat sich seitdem vereinfacht, oder?

Wenn wir uns daran erinnern, dass Internet und WWW nicht dasselbe sind, wissen wir, dass es Ersteres schon lange vorher gab. Und auch Personal Computer. Der britische Physiker und Informatiker Tim Berners-Lee krankte jedoch während seiner Forschungsarbeit in der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf daran, dass Informationen nicht zwischen den Kollegen in der Schweiz und in Frankreich ausgetauscht werden konnten.

So erfand er die noch heute verwendete Hypertext Markup Language (HTML), eine Auszeichnungssprache (und nicht Programmiersprache, wie oft behauptet, da sie nicht programmiert, sondern schlicht geschrieben wird!), die es ermöglicht, neben der Struktur von Texten und Bildern vor allem Hyperlinks zu verwenden, durch die das WWW überhaupt erst funktioniert. Seine erste Webseite kann man im Archiv des von ihm gegründeten World Wide Web Consortium (W3C) noch heute ansehen, ebenso die dortige Projektseite The World Wide Web project. Was aussieht wie des Autors erste eigene, während seiner Weiterbildung zum Mediengestalter Digital und Print geschriebene HTML-Seite, sollte das Internet revolutionieren. Zusammen mit der Erfindung eines Browsers, einfach „WorldWideWeb“ genannt (auch hier existieren noch Bildschirmfotos, so bei CERN und auf Wikimedia Commons), schuf er damit die Grundlagen des WWW, wobei ihm immer wichtig war, keine kommerziellen Interessen mit seiner Erfindung zu verfolgen. Kurz darauf explodierte die Zahl der Internetnutzer geradezu: von 600 000 auf 40 Millionen.

Wir als Computernutzer erfuhren schon früh, wie einfach das Leben mit einem solchen ist, auch wenn die ersten Tastaturen noch Bretter und die Bildschirme Ungetüme, zudem noch mit schwarzem Hintergrund waren. Man denke etwa an das Schreiben und Platz sparende Speichern von längeren Texten, die Aufbewahrung von Bildern u. Ä., aber auch (schmerzlich) daran, wie zügig das Vernichten von kompletten Bildersammlungen, Seminar- oder Examensarbeiten, von Firmenunterlagen, Plänen usw. am Arbeitsplatz ganz zu schweigen, vonstattengehen kann, wenn man mal nicht aufgepasst und den falschen Knopf gedrückt hat oder (Computerviren, auch eine „Errungenschaft“ des WWW!) das Betriebssystem neu installieren muss …

Doch erst die Erfindung von Berners-Lee machte aus einem Rechner das, wofür wir ihn heute hauptsächlich nutzen, nämlich für die Dienste des Internets und damit auch des WWW. Spätestens, nachdem Boris Becker verkündete, dass er „drin“ und wie leicht das ist, mussten wir das auch haben. Heute lässt sich ein Leben ohne diese nicht mehr vorstellen, es ist doch vieles einfacher geworden! Ein Buch wird nicht mehr in der Buchhandlung besorgt, eine Reise nicht mehr im Reisebüro, sondern online. Wir schauen in Versteigerungsportale und suchen Schnäppchen, in Partnerportalen nach einem Partner und anstatt auf das Thermometer vor dem Fenster zu sehen, suchen wir im WWW nach dem Wetterbericht. Was wir früher einem geheimen Tagebuch oder Poesiealbum anvertrauten, veröffentlichen wir nun in einem für jedermann einsehbaren Blog. Und anstatt jemanden zu besuchen oder wenigstens anzurufen, schreiben wir lieber eine E-Mail: Das geht schneller und kostet weniger. Dafür haben wir ja im WWW so viele „Freunde“ wie im sonstigen Leben nicht! Und, nun ja, bevor wir Männer mit hochrotem Kopf ein schmuddeliges Pornokino aufsuchen müssen, machen wir das bequem von zu Hause in einem der vielen Videoportale, die nötigen Accessoires immer griffbereit.

Man kann ganze Tage online verbringen, wenn sich nur von Zeit zu Zeit nicht so reale, gleichzeitig angesichts der Verbundenheit mit der ganzen (worldwide) Welt so banale körperliche Bedürfnisse melden würden: Hunger und Durst! Der Autor erinnert sich an Sätze wie „Wer nicht drin ist, ist draußen“ oder „Wer nicht im WWW zu finden ist, existiert nicht“, aber auch an eine Spaß-Fehlermeldung, die in typischem Windows-2000-Stil warnte: „You are online now since one year!“, und einem zwei Optionen bot: „Cancel“ oder „Remind me next year“.

Bei der Gelegenheit: Muss doch gerade mal im WWW nach der Pizzeria hier am Eck suchen …

Link zum Thema:
Welcome to info.cern.ch zur Geschichte des WWW (englisch, dort gibt es auch einen Verweis auf eine französische Version)

Samstag, 11. Juni 2011

Social Media

Abgelegt unter: Sprache und Austausch, Zitate, Bloggen — Ronald @ 17:06
Fragt eine Frau ihren Mann: „Scha-hatz! Was ist ‚Social Media‘?“ Antwortet er: „Wenn du morgen auf dem Blog der Urlaubsbekanntschaft vom Friseur des Therapeuten von Uwes Schwester liest, dass mich deine Fragen nerven!“

(Gesehen in einer Karikatur von Bulo.de im [sic!] IHK WirtschaftsForum 06.11)

Samstag, 26. Juni 2010

Suchanfragen Mai 2010

Abgelegt unter: Information und Medien, Bloggen — Ronald @ 2:31

Neben den ganzen Suchanfragen zu Robert Enke, seiner Leiche und inzwischen vermehrt sogar nach deren Zustand (!) gab es im Mai auch wieder einige ziemlich lustige oder merkwürdige, die ich gerne kommentiere.

Ich kann mich nicht erinnern, jemals zerstörend in eine Ehe eingegriffen zu haben, und eine oder einen „bewo“ kenne ich auch nicht. Daher stehe ich einer Anfrage nach „bewo hat meine ehe zerstört“ doch etwas ratlos gegenüber, zumal ich bei einer eigenen Suche nach „bewo“ als Ergebnisse u. a. zwar eine Betongesellschaft (Partner/-in in Beton gegossen?), einen Elektrogroßhändler (Stromschlag?), eine Immobiliengesellschaft (durch Hausbau völlig verschuldet?), eine Metallbaufirma (vom Balkon gestürzt?) und Vereine und Adressen für begleitetes oder betreutes Wohnen finde (keine oder zu kurze Besuchszeiten?), aber hier leider nichts, was darauf verweisen könnte.

Einfach schön ist die Suche nach „chinesen in bornheim frankfurt jazz“! Sucht da jemand nach chinesischen Jazzern aus dem Frankfurt Stadtteil Bornheim? Also, ich kenne keine. Ich wusste noch nicht einmal, dass es überhaupt chinesische Jazzer gibt! Und dann in „Bernem“, wie dieser Stadtteil auf Frankfurterisch heißt. Man lernt nie aus …

Ein paar „erotische bars in frankfurt“ würde ich eventuell schon kennen, aber hier findet man sicher keine Adressen! Ich könnte Ihnen aber vielleicht welche ins Ohr flüstern …

Die „gehaltsstruktur dfb angestellte“ würde mich zwar auch brennend interessieren, aber hierbei kann ich leider auch nicht mit näheren Auskünften dienen. Wenn Sie sie herausgefunden haben, können Sie sie mir ja mitteilen.

Die Frage, „hat kachelmann jemand auf die füsse getreten“, lässt sich von hier aus schwer beantworten. Ich fürchte aber, dass es da so eine Dame gibt … Und zu „kachelmann vergewaltigung wikipedia“ würde ich doch einfach gleich dort nachschauen.

Bei „leipzig gr%c3%bcnderzeit [=Gründerzeit]“, „luftaufnahmen bonn“, „luftbild oberrohr“ muss ich leider komplett passen: Der Verfasser sitzt in Frankfurt am Main! Und eine „philipp mi%c3%9ffelder [=Mißfelder] unterschrift“ besitze ich auch nicht. Hättense jern, wa?

Als sie „stülpte ihren kleinen mund über [=über] seinen steifen schwanz“, hat es hoffentlich Spaß gemacht! Aber über so etwas würde ich doch (hier) nie schreiben …

Bei solch exotischen Anfragen nach [sic!] „каÑ%80Ñ%82Ñ%8b миÑ%80а“, „ñîöèàëüíàÿ çàùèòà“ und „õðèñòèàíñêèå ñàéòû“ muss ich mich jedoch völlig geschlagen geben und kann nur viel Glück wünschen!

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