Archive for the ‘Bloggen’ Category

Robert Enkes Leiche

Samstag, Juni 5th, 2010

Seit ihrer Veröffentlichung gibt es immer wieder Suchanfragen, durch die Interessierte auf meine Notiz über den Tod von Robert Enke „Robert Enke †“ stoßen. Ob es mit der bald beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft zusammenhängt, ist schwer zu beurteilen, doch es ist auffällig, dass die Häufigkeit der Suchen kürzlich wieder zunahm. Erschreckend ist dabei jedoch, wie häufig und dass fast ausschließlich nach seinem Namen in Verbindung mit dem Wort „Leiche“ gefragt wird!

So hatte ich im Monat Mai drei Anfragen nach „robert enkes leiche“, vier nach „enke leiche“ und sage und schreibe 14 nach „robert enke leiche“. Wenn zwei Anfragen nach „handy bilder enke“ gehen, mag das noch harmlose Gründe haben, schließlich habe ich in meiner Notiz ein solches verwendet, aber spätestens dann, wenn, wie bereits früher geschehen, nach dem Zustand seiner Leiche gefragt wurde, fängt es an makaber und geschmack-, wenn nicht sogar pietätlos zu werden!

Sensations- und (verhinderte) Schaulust? Oder möglicherweise Anfragen von potenziell Suizidgefährdeten?

Es ist im Zusammenhang mit seinem Freitod auch darüber geschrieben worden, dass (zu ausführliche) Nachrichten über erfolgreiche Selbsttötungen Gefährdete geradezu zur Nachahmung anregen. Selbst wenn es also Bilder oder andere Informationen gäbe, sollten selbst unseriöse Sensationsjournalisten davon Abstand genommen haben, sie zu veröffentlichen. Und hier findet man sie erst recht nicht! Dass der Deutsche Presserat das Satiremagazin Titanic, dem bekanntlich nichts heilig ist, wegen mehrerer satirisch gemeinter Bilder inzwischen gerügt hat, dürfte genug verbreitet sein.

Freitod ist niemals eine Lösung, vor allem für die Angehörigen nicht und für solche, die etwa als Lokomotivführer unfreiwillig in diesen hineingezogen werden! Er schafft nur neues Leid.

Lassen wir Enke in Frieden ruhen und vielleicht daran denken, dass er in Südafrika sehr wahrscheinlich die Nummer eins im deutschen Tor gewesen wäre!

(Auszug aus den Suchanfragen für den Monat Mai 2010:

#Anfrag.: Suchbegriff

    4: enke leiche
    2: handy bilder enke
    2: leiche robert enke
    14: robert enke leiche
    3: robert enkes leiche
    2: titanic roberrt enke

Link zum Thema:
medienhandbuch.de: „Presserat rügt Titanic-Cartoons zu Enkes Suizid“)

Kachelmann ein Vergewaltiger?

Samstag, März 27th, 2010

Hand aufs Herz: Wer hat angesichts der Schlagzeilen der letzten Tage unter anderem der vorgeblichen „Zeitung“ mit den großen Lettern nicht schon mindestens geglaubt, dass daran etwas sein könnte? Vor allem nach der Überschrift von gestern, die scheinheilig fragte, ob Kachelmann „das zuzutrauen“ sei?

Liest man diese Schlagzeilen, ist der Reflex nahe sofort zu glauben oder wenigstens nicht infrage zu stellen, was man da liest, und es ist erschreckend, dass er bei vielen und sogar unter Bloggern bereits (vor)verurteilt zu sein scheint: Man gebe einmal „Kachelmann“ in eine Blog-Suche ein …

Es soll hier nicht um Schuld oder Unschuld gehen, sondern zunächst einmal darum, dass es in unserem Rechtssystem eine Unschuldsvermutung gibt, die besagt, dass jede Person, die einer Straftat angeklagt ist, bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig gilt! Weiterhin besagt der deutsche Pressekodex unter anderem, dass bei der Beschaffung von personenbezogenen Daten, Nachrichten, Informationsmaterial und Bildern keine unlauteren Methoden angewandt werden dürfen und dass unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen als solche kenntlich zu machen sind.

Wie kam es aber überhaupt dazu, dass die Medien herausbekommen haben, dass es um Jörg Kachelmann geht, obwohl die Staatsanwaltschaft Mannheim angeblich lediglich berichtete, dass sie „gegen einen 51-jährigen Journalisten und Moderator ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Vergewaltigung führe“ und weitergehende Auskünfte aus Ermittlungsgründen und im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht erteilt werden würden? (Eine Frage übrigens, die sich schon im Fall der Trunkenheitsfahrt der damaligen Landesbischöfin Margot Käßmann stellte, da bei Alkoholkontrollen im Straßenverkehr keine personenbezogenen Daten weitergegeben werden!)

Dass diese vorgebliche „Zeitung“ wenig Skrupel kennt, sich ihre „Informationen“ zu besorgen, kennt man spätestens seit dem Fall eines ehemaligen Klassenkameraden von mir, der sich Ende der 1970er-Jahre plötzlich verhaftet und als „Vampir von Sachsenhausen“ in den Schlagzeilen dieses Schmutzblatts wiederfand: Hier sind vorgebliche „Reporter“ sogar in die polizeilich versiegelte Wohnung des Betroffenen eingebrochen, um an private Bilder zu gelangen, die anschließend in diesem Blatt präsentiert wurden, und um den „Tatort“ beschreiben zu können! (Dass auch das „links-alternative“ Blatt Pflasterstrand diese Geschichte in vergleichbarem Stil ausschlachtete, bevor sich sämtliche Anschuldigungen als haltlos herausstellten, sei hier nur am Rande erwähnt …)

Es wird hier also in einer bisher kaum gekannten und zudem widerlichen Aktion ein Prominenter öffentlich vorgeführt, für den eben diese Unschuldsvermutung zu gelten hat, und das mit ziemlicher Sicherheit mithilfe wenigstens einzelner Beamter der ermittelnden Behörden, die seinen Namen publik gemacht hatten! Umso erstaunlicher ist es, dass beim Deutschen Presserat bisher keinerlei Beschwerden über eine verfehlte oder überzogene Berichterstattung einzelner Medien oder journalistische Verhaltensweisen vorliegen. Wenigstens hat sein Anwalt inzwischen Strafanzeige gegen die ermittelnden Behörden gestellt.

Aber jeder liest die „Zeitung“ (und die Blogs), die er verdient (und intellektuell verkraften kann). „BILD dir deine Meinung“? Irrtum! Hier (und nicht nur in diesem Blatt!) wird Meinung vorgekaut und wieder ausgespien, die ihre Leser nur noch zu sich nehmen und verdauen müssen. Und warum sollten einzelne Blogger einen besseren Magen haben?

Mahlzeit!

(Ähnlicher Beitrag: Auge um Auge)

Registrierungen neuer Benutzer

Sonntag, Februar 21st, 2010

Es ehrt mich zwar, dass meine Notizen seit Kurzem von Registrierungen neuer Benutzer geradezu überschwemmt werden.

Bei näherer Betrachtung muss ich jedoch feststellen, dass diese, bis auf eine Ausnahme, weder durch vorherige Kommentare aufgefallen sind noch mir persönliche elektronische Nachrichten gesendet haben, in denen ihr Interesse kundgetan oder Lob oder Kritik geäußert wird, was im Übrigen auch nicht auf diesem Weg, sondern über Kommentare geschehen kann.

Da außerdem, wieder bis auf diese eine Ausnahme, der angegebene Name seltenst mit dem in der E-Mail-Adresse übereinstimmt und diese zudem seltsamerweise fast ausnahmslos aus dem angelsächsischen Sprachraum stammen, wird diese Ehre doch ziemlich zweifelhaft und ich muss unlautere Motive unterstellen. Möglicherweise erfolgen diese Registrierungen in der Hoffnung, als Autor oder gar Administrator Beiträge einstellen zu können, die unseriös sind und deshalb hier nichts zu suchen haben.

Aber da muss ich euch enttäuschen, liebe sogenannte „Interessenten“: Nach erfolgter Registrierung erhaltet ihr gerade einmal den Status eines „registrierten Lesers“, was euch noch nicht einmal berechtigt, mit einem Passwort geschützte Beiträge zu lesen! Nicht, dass ich prinzipiell etwas gegen die Registrierung neuer Benutzer hätte, sogar eventuelle Ko-Autoren ließen sich vorstellen, aber solche „anonymen“ Benutzer werden so schnell wie möglich wieder gelöscht!

Einhundert

Sonntag, Dezember 20th, 2009

Da zeigt mir mein Administratoren-Paneel, dass ich mit dem vorigen Eintrag den einhundertsten veröffentlicht habe! Da ein Irrtum seitens der Blog-Software nicht ausgeschlossen werden konnte, habe ich nachgezählt: Es sind tatsächlich einhundert und dies ist also der 101. Beitrag, seit ich Ende Januar 2009 mit diesen Notizen begonnen habe.

Es erfüllt mich schon mit einem gewissen Stolz und mit Freude, wenn ich feststelle, dass sich die Zahl meiner Leserinnen und Leser und damit die Zahl der Kommentare kontinuierlich gesteigert hat und vermehrt auf die Texte zugegriffen wird, die die eigentliche Intention meiner Notizen widerspiegeln, nämlich mein Interesse an Lyrik und Prosa und an Liebe und Beziehungen (sowie, damit zusammenhängend, an Erotik und Sexualität).

Aber nicht nur das, besonders zwei Artikel haben sich geradezu zu „Dauerbrennern“ entwickelt, die regelmäßig hohe Zahlen von Suchanfragen und Seitenansichten erhalten: „Mein Stadtteil: das Frankfurter Nordend“ mit Anfragen sogar etwa aus Russland und „Jugendämter: die unheimliche Macht hinter der Justiz“ mit sogar einer Anfrage aus Mexiko einschließlich Übersetzung durch die Suchmaschine, mehreren Verweisen darauf und Zitaten daraus. Ähnlich verhält es sich mit dem Eintrag über Mobbing. Bei Auswertung meiner Logfiles stelle ich immer wieder fest, dass sie seit ihren Veröffentlichungen regelmäßig auf den obersten Plätzen stehen.

Suchanfragen sind häufig ein Thema, das mich zum Schmunzeln oder auch Erstaunen bringt. Solche wie nach „dontblog ronald“, „adickesallee liebe“, „himmlichen samstag“ oder „texte aus dem universum“ sind dabei noch solche der nicht ganz so schrägen Art.

Einen herzlichen Dank an meine Leserinnen und Leser, denen ich hiermit eine hoffentlich angenehme Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr wünsche und auf deren Kommentare ich mich auch dann wieder freuen werde!

Status der Blogosphäre

Freitag, September 18th, 2009

Technorati, eine der größten Internet-Suchmaschinen speziell für Weblogs mit (nach eigenen Angaben) 1,2 Millionen registrierten Bloggern, hat, wie in den Jahren zuvor, im Juni 2008 eine Umfrage („State of the Blogosphere“) mit mehr als 1000 teilnehmenden Bloggern geführt. Dabei wurden Blogger aus 66 Ländern in sechs Kontinenten, die in 20 verschiedenen Sprachen schreiben (an anderer Stelle ist sogar von 81 die Rede), befragt. Zur Verteilung: Nordamerika 48, Europa 27, Asien 13, Südamerika 7, Australien 3 und Afrika weniger als ein Prozent.

Da die Umfrage in Englisch geführt wurde und die Mehrheit der (angemeldeten) Technorati-Nutzer in den USA sitzt, ist diese Umfrage für deutsche Blogger zwar mit Vorsicht zu genießen, aber einige Daten fand ich doch so interessant, dass ich diese aus dem englischen Bericht übersetzt habe. Kaum beschäftigt habe ich mich den Ergebnissen, die Blogger betreffen, die in einem kommerziellen Zusammenhang publizieren, also entweder innerhalb eines privaten oder direkt innerhalb eines Firmenblogs.

Laut comScore-MediaMetrix vom August 2008 stehen 77,7 Millionen Blogbesuchern in den USA 75,1 Millionen MySpace- und 41,0 Millionen Facebook-Besucher gegenüber (wobei zu bedenken ist, dass zumindest MySpace auch über die Möglichkeit verfügt, eigene Blogs zu veröffentlichen sowie die anderer einzusehen, zu kommentieren und zu bewerten), nach eMarketer vom Mai 2008 sind die Hälfte aller Internetnutzer auch Blogleser, nach Universal McCann vom März 2008 sogar 77 Prozent.

Auch wenn die Blogosphäre an Größe und Einfluss gewinnt, wird die Unterscheidung zwischen normalen Websites (”mainstream sites”) und Blogs zunehmend schwieriger. Große Blogs übernehmen Charakteristika von normalen Websites und umgekehrt.

Während in den USA „nur“ 57 % der Blogger männlich sind, sind es in Europa und Asien jeweils 73 %, in der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre beträgt die Verteilung: 42 % (USA), 48 % (Europa) und 73 % (Asien), ab 35: 58 % (USA), 52 % (Europa) und 27 % (Asien). Singles finden sich vorwiegend in Asien (57 %), gefolgt von Europa (31 %) und den USA (26 %). 44 % im globalen Durchschnitt sind übrigens Eltern.

Blogger sind im Durchschnitt seit drei Jahren aktiv und produzieren dabei über eine Million Einträge pro Tag. In Auflistungen von Top-10-Websites sind Blogs in allen Kategorien vertreten.

Die Hälfte der Befragten ist inzwischen in ihrem zweiten Blog aktiv, als Höhepunkt wurde sogar ein achter genannt und 59 % bloggen seit mindestens zwei Jahren.

Trends, Inhalte (”stories”) und Verhalten (”behaviors”) haben nicht nur Einfluss auf die Blogosphäre, sondern auch auf traditionelle Medien (”mainstream media”).

Blogger sind keine homogene Gruppe: Private (”personal, blog about topics of personal interest not associated with your work”), professionelle (”professional, blog about your industry and profession but not in an official capacity for your company”) und Firmenblogger (”corporate, blog for your company in an official capacity”) haben verschiedene Ziele und benutzen durchschnittlich fünf Themen (”topics”) innerhalb ihrer Blogs. Im Durchschnitt verwenden sie fünf verschiedene Werkzeuge, um Aufmerksamkeit (”traffic”) auf ihren Blog zu lenken, sieben Veröffentlichungswerkzeuge und vier verschiedene Messmöglichkeiten für den Erfolg.

Eine Mehrheit von Bloggern hat Werbung in ihren Blogs, wobei Frauen empfänglicher für diese oder verwandte Links (”affiliate links”) sind; viele derer ohne überlegen für den Fall, dass das Blog wächst, auch bei sich Werbung zuzulassen. Vier Fünftel sind private Blogger, darunter postieren aber ebenso viele Marken- oder Produktbeschreibungen (”brand or product reviews”), davon 37 % häufig, und 90 % schreiben in ihren Blogs über Marken, Musik, Filme und Bücher, die sie lieben oder hassen. Währenddessen strecken Firmen immer häufiger ihre Arme nach Bloggern aus (”Marketers realize that bloggers are creating high quality content and attracting growing, loyal audiences.”): Ein Drittel wurde bereits von Firmen kontaktiert (”have been approached to be brand advocates”). Mehr als die Hälfte der professionellen oder Firmenblogger betreibt zusätzlich ein privates Blog. Doch eine große Mehrheit bloggt aus Spaß, 20 % erhalten etwas Geld dafür und 42 % hoffen, in Zukunft etwas Geld zu bekommen.

Blogger mit Werbung sind fortgeschrittener (”more sophisticated”) in Bezug auf Werkzeuge, Werbeplattformen und Möglichkeiten Leser zu binden (”events to build reader loyalty”), sie investieren auch mehr Zeit und Geld in ihre Blogs.

Unter denen, die keine Werbung auf ihren Seiten haben, herrscht Desinteresse (”lack of interest”) vor, aber auch, dass sie ihre Seiten nicht mit Werbung zugekleistert (”cluttered”) haben wollen (24 %), gleich viele wollen kein Geld mit ihren Blogs machen, einige gaben aber auch an nicht zu wissen, wie sie Werbung betreiben können (5 %), oder sogar, dass ihre Seiten zu wenig Besucher für Werbung haben (21 %). Vier Prozent hoffen, mit dem Bloggen eines Tages Geld zu verdienen. Immerhin 14 % fürchten um ihre Objektivität oder Glaubwürdigkeit, wenn sie Werbung zulassen.

Drei Viertel der Blogger deckt drei oder mehr Themen ab, der Durchschnitt beträgt fünf, wobei es globale Unterschiede gibt: Musik ist in Asien populärer und Politik weniger (Internetzensur!), während Persönliches, „Lifestyle“ und Religion in Europa weniger populär sind.

Persönlicher Ausdruck (”self expression”) und der Austausch von Fachwissen (”sharing expertise”) sind, wen wundert es, die Hauptgründe zum Bloggen, gefolgt von Vernetzung (”networking”) und der Hoffnung auf Eintritt in die Welt der traditionellen Medien. Ein Viertel führt die Hoffnung auf einen Karrierefortschritt und finanzielle Gründe an. Gründe unter „Other“ waren: Aktivismus, Buchveröffentlichung (”book publicity”), persönliche Befriedigung, Selbstpromotion, das Teilen von Leidenschaften, als ein Experte bekannt zu werden und, der Favorit von Technorati, das Backen von halb garen Ideen (“to bake half-baked ideas”).

Interessant ist auch der Umgang mit der eigenen Identität: Die Mehrheit (zwei Drittel) der Blogger gibt sie offen in ihren Blogs an. Zu den Gründen, sie zu verschweigen, gehören vor allem die Besorgnis, dass Familie und Freunde belästigt werden könnten, oder die Furcht vor Missbilligung durch Familie, Freunde oder Arbeitgeber (zwei Prozent gaben übrigens an, wegen eines Blogs schon beruflich degradiert oder sogar entlassen worden zu sein). Die Besorgnis über die eigene Identität ist außerhalb der USA größer: Technorati notierte viele Gründe, warum die wahre Identität dort lieber verschwiegen wird.

Ein Viertel der Blogger verbringt mehr als zehn Stunden pro Woche mit ihren Blogs, wobei Technorati feststellt, dass die einflussreichsten (”most prolific”) mehr als fünf neue Einträge pro Tag vornehmen und damit auch in Index der „Technorati Authority“ ganz oben stehen.

Zu den gebräuchlichsten Möglichkeiten, Datentransfer zu erhalten (”traffic-building strategies”), gehören: Listen von Blogs auf Technorati und Google, Kommentieren in oder Links zu anderen Blogs, Aufführung (”participating”) in einer Blogrolle oder einem Blogverzeichnis (”blog directory”) und das „Taggen“ von Einträgen, um sie leichter auffindbar zu machen. Blogger sind außerdem versiert in der Verlinkung auf anderen Seiten und von dort auf das eigene Blog: Viele haben einen Mittelwert von 29 Links von ihrem Blog auf andere Websites und 30 Links von anderen zu ihrem Blog.

Eine große Mehrheit der Blogger werten (”are tracking”) ihre Besucher und monatlichen Seitenaufrufe aus, nur 5 % gab an nicht zu wissen, wie viele sie haben. Die Hälfte der Blogger zieht mehr als 1000 einzelne Besucher (”unique visitors”) pro Monat an.

Mehrfachantworten waren bei den meisten Fragen möglich, so auch bei der nach dem Maßstäben für den Erfolg des Blogs: 75 % nannten die persönliche Befriedigung, 58 % die Anzahl der Einträge (”posts”) und Kommentare, 54 % die der einzelnen Besucher, 46 % die Verweise von anderen Seiten, 39 % die RSS-Abonnenten und 33 % den Technorati-Rang.

Blogger glauben, dass Blogs immer wichtiger als Informationsquelle werden. Knapp ein Fünftel glaubt, dass Zeitungen die nächsten zehn Jahre nicht überleben werden, etwas mehr als die Hälfte, dass in den nächsten fünf Jahren Blogs eine primäre Quelle für Nachrichten und Unterhaltung sein werden, und 43 % holen sich Nachrichten und Informationen inzwischen mehr aus Blogs als aus anderen Medien. Blogger seien immer (”generally”) die ersten, die neue Web-Technologien und Anwendungen wie RSS und Twitter erlernten (”learned about”).

Der komplette Report: Technorati: State of the Blogosphere / 2008, und wer die diesjährige Umfrage mitmachen möchte: Survey 2009, wozu man nicht bei Technorati angemeldet sein muss. Allerdings sollten mindestens gute Englischkenntnisse vorhanden sein!

Dort angemeldet muss aber leider sein, wer der erste Fan meines Blogs unter Setzfehler on Technorati sein möchte …