Ronalds Notizen

Dienstag, 17. Januar 2012

140 Zeichen (13)

Abgelegt unter: 140-Zeichen-Texte, Reisen und Länder, Information und Medien — Ronald @ 17:13

Collision of Costa Concordia 27

Der Renner im Netz

Das muss ich unbedingt filmen und ins Netz stellen, das wird der Renner, dachte sich Schmitt, kurz bevor er mit dem Schiff unterging.

The hit in the Net

This, I must absolutely film and post onto the Net, that will be the hit, thought Schmitt, shortly before he went down with the ship.

Montag, 16. Januar 2012

Keine Bild-Zeitung mehr

Abgelegt unter: Information und Medien, Zitate — Ronald @ 2:35

Eine Aktion, die Nachahmung verdient (gesehen hier):

Keine BILD mehr

Freitag, 21. Oktober 2011

Persepolis

oder Ein Film und die Zukunft eines Landes

Vor ein paar Tagen hat sich der Autor den Zeichentrickfilm „Persepolis“ nach der gleichnamigen grafischen Novelle der gebürtigen Iranerin und jetzt in Frankreich lebenden Marjani Satrapi angesehen und war beeindruckt von der Schilderung der iranischen (islamistischen) Revolution von 1979 aus der Sicht eines kleinen Mädchens. Der Film wurde kürzlich auch in Tunesien gezeigt — kurz vor einer für die Zukunft des Landes so wichtigen Wahl!

Der sehr berührende Film beschreibt die Freude vor allem iranischer Intellektueller nach der Vertreibung des letzten Schahs Reza Pahlewi und deren Zuversicht in die Zukunft, die nun freie Wahlen und Meinungsfreiheit bringen würde, und deren zunehmende Hoffnungslosigkeit sowie deren Verfolgung, Gefangennahme, Folterung und Ermordung nach dem Sieg der Islamisten unter Ayatollah Khomeini durch dessen „Wächter der Revolution“. Während deren islamistischer Diktatur werden innerhalb kürzester Zeit mehr Menschen getötet als unter der ganzen des Schahs. Die Geschichte wird aus der Sicht des am Anfang achtjährigen Mädchens Marji gezeigt, die mit ihrem Wunsch nach westlicher Musik und Jeans und ihrer Abneigung gegen das nun verordnete Tragen eines Kopftuchs ziemlich aneckt. Dabei hält sie mehrmals Zwiesprache mit Gott, der auch dargestellt wird, was im Islam verboten ist.

Laut einer Meldung von Julia Gerlach in der S-Ausgabe der Frankfurter Rundschau vom 17. Oktober 2011 auf Seite 7 wurde dieser Film kürzlich auch im tunesischen Privatsender Nessma-TV gezeigt. Dort löste er allerdings am letzten Freitag heftige Proteste aus, die sich auch gegen den Fernsehsender und dessen Besitzer richteten, die nur knapp einem Angriff auf ihr Haus entkamen, obwohl sie sich für die Ausstrahlung und besonders für die Szenen mit Gott entschuldigt hätten. Die Demonstranten forderten die Anwendung islamischen Rechts. Allerdings fand in Tunis bereits zwei Tage später eine Art Gegendemonstration von Jugendlichen, Musikern und Künstlern statt, die u. a. forderten, dass Tunesien kein zweites Iran werden dürfe.

„Zufällig“ soll am kommenden Sonntag auch eine verfassunggebende Versammlung für Tunesien gewählt werden, die innerhalb eines Jahres eine neue Verfassung erarbeiten soll, die wiederum die Weichen für eine demokratische Zukunft des Landes stellen könnte. Dabei erhitzt die Frage, wie hoch der Stellenwert des Islam sein wird, die Menschen natürlich am meisten.

Sollte der Film „Persepolis“ in Tunesien doch nicht so ganz zufällig vor diesem für dieses Land so wichtigen Termin ausgestrahlt worden sein? Ein Schelm (oder ein Islamist?), wer Böses dabei denkt! Und könnte ein Film tatsächlich die Meinung der Menschen beeinflussen?

Wir werden verfolgen, was aus den Wahlen am kommenden Sonntag geworden ist …

Samstag, 13. August 2011

Ich bin drin

Abgelegt unter: Computer und Internet, Information und Medien, Bloggen — Ronald @ 1:46

20 Jahre World Wide Web

Vor 20 Jahren, am 6. August 1991, stellte Tim Berners-Lee der Welt das World Wide Web (WWW) vor. Ganz nebenbei erfand er auch gleich den ersten Browser, worauf die Zahl der Internetnutzer explodierte. Spätestens, nachdem Boris Becker im Oktober 1999 in einem Werbefilmchen verkündete: „Ich bin drin“, machten es ihm auch hierzulande Millionen nach. Unser Leben hat sich seitdem vereinfacht, oder?

Wenn wir uns daran erinnern, dass Internet und WWW nicht dasselbe sind, wissen wir, dass es Ersteres schon lange vorher gab. Und auch Personal Computer. Der britische Physiker und Informatiker Tim Berners-Lee krankte jedoch während seiner Forschungsarbeit in der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf daran, dass Informationen nicht zwischen den Kollegen in der Schweiz und in Frankreich ausgetauscht werden konnten.

So erfand er die noch heute verwendete Hypertext Markup Language (HTML), eine Auszeichnungssprache (und nicht Programmiersprache, wie oft behauptet, da sie nicht programmiert, sondern schlicht geschrieben wird!), die es ermöglicht, neben der Struktur von Texten und Bildern vor allem Hyperlinks zu verwenden, durch die das WWW überhaupt erst funktioniert. Seine erste Webseite kann man im Archiv des von ihm gegründeten World Wide Web Consortium (W3C) noch heute ansehen, ebenso die dortige Projektseite The World Wide Web project. Was aussieht wie des Autors erste eigene, während seiner Weiterbildung zum Mediengestalter Digital und Print geschriebene HTML-Seite, sollte das Internet revolutionieren. Zusammen mit der Erfindung eines Browsers, einfach „WorldWideWeb“ genannt (auch hier existieren noch Bildschirmfotos, so bei CERN und auf Wikimedia Commons), schuf er damit die Grundlagen des WWW, wobei ihm immer wichtig war, keine kommerziellen Interessen mit seiner Erfindung zu verfolgen. Kurz darauf explodierte die Zahl der Internetnutzer geradezu: von 600 000 auf 40 Millionen.

Wir als Computernutzer erfuhren schon früh, wie einfach das Leben mit einem solchen ist, auch wenn die ersten Tastaturen noch Bretter und die Bildschirme Ungetüme, zudem noch mit schwarzem Hintergrund waren. Man denke etwa an das Schreiben und Platz sparende Speichern von längeren Texten, die Aufbewahrung von Bildern u. Ä., aber auch (schmerzlich) daran, wie zügig das Vernichten von kompletten Bildersammlungen, Seminar- oder Examensarbeiten, von Firmenunterlagen, Plänen usw. am Arbeitsplatz ganz zu schweigen, vonstattengehen kann, wenn man mal nicht aufgepasst und den falschen Knopf gedrückt hat oder (Computerviren, auch eine „Errungenschaft“ des WWW!) das Betriebssystem neu installieren muss …

Doch erst die Erfindung von Berners-Lee machte aus einem Rechner das, wofür wir ihn heute hauptsächlich nutzen, nämlich für die Dienste des Internets und damit auch des WWW. Spätestens, nachdem Boris Becker verkündete, dass er „drin“ und wie leicht das ist, mussten wir das auch haben. Heute lässt sich ein Leben ohne diese nicht mehr vorstellen, es ist doch vieles einfacher geworden! Ein Buch wird nicht mehr in der Buchhandlung besorgt, eine Reise nicht mehr im Reisebüro, sondern online. Wir schauen in Versteigerungsportale und suchen Schnäppchen, in Partnerportalen nach einem Partner und anstatt auf das Thermometer vor dem Fenster zu sehen, suchen wir im WWW nach dem Wetterbericht. Was wir früher einem geheimen Tagebuch oder Poesiealbum anvertrauten, veröffentlichen wir nun in einem für jedermann einsehbaren Blog. Und anstatt jemanden zu besuchen oder wenigstens anzurufen, schreiben wir lieber eine E-Mail: Das geht schneller und kostet weniger. Dafür haben wir ja im WWW so viele „Freunde“ wie im sonstigen Leben nicht! Und, nun ja, bevor wir Männer mit hochrotem Kopf ein schmuddeliges Pornokino aufsuchen müssen, machen wir das bequem von zu Hause in einem der vielen Videoportale, die nötigen Accessoires immer griffbereit.

Man kann ganze Tage online verbringen, wenn sich nur von Zeit zu Zeit nicht so reale, gleichzeitig angesichts der Verbundenheit mit der ganzen (worldwide) Welt so banale körperliche Bedürfnisse melden würden: Hunger und Durst! Der Autor erinnert sich an Sätze wie „Wer nicht drin ist, ist draußen“ oder „Wer nicht im WWW zu finden ist, existiert nicht“, aber auch an eine Spaß-Fehlermeldung, die in typischem Windows-2000-Stil warnte: „You are online now since one year!“, und einem zwei Optionen bot: „Cancel“ oder „Remind me next year“.

Bei der Gelegenheit: Muss doch gerade mal im WWW nach der Pizzeria hier am Eck suchen …

Link zum Thema:
Welcome to info.cern.ch zur Geschichte des WWW (englisch, dort gibt es auch einen Verweis auf eine französische Version)

Donnerstag, 11. November 2010

Google Maps

Abgelegt unter: Technik und Umwelt, Information und Medien — Ronald @ 18:01

Es behaupte niemand, dass Google Maps nicht auf dem neusten Stand der Technik und bei der Auswahl der Fortbewegungsmittel sei, auch wenn diese nicht unbedingt für jede(n) erschwinglich oder gar beherrschbar sein dürften! Beispiel gefällig?

1. Öffnen Sie Google Maps.

2. Gehen Sie zu „Route berechnen“.

3. Geben Sie „Japan“ als Start (A) an.

4. Geben Sie „China“ als Ziel (B) an.

5. Klicken Sie nochmals auf „Route berechnen“.

Bildschirm-Schnappschuss der Route Japan—China bei Google Maps vom 11. November 2010, 18.00 Uhr (eigenes Werk)

6. Verschieben Sie den Bildinhalt hinunter bis zu Punkt 43 und staunen Sie!

Sehr schön, vom Fortbewegungsmittel her gesehen, ist übrigens auch die Reise von San Francisco, USA, nach Tokio, Japan: Man lese und staune über den Punkt 15! Ob man damit sein Ziel wohl je erreicht?

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