Ronalds Notizen

Mittwoch, 30. November 2011

Houd de deur gesloten

Abgelegt unter: Reisen und Länder, Leben und Arbeiten, Sprache und Austausch — Ronald @ 22:09

PlanV-Uitgeest

„Houd de deur gesloten, a.u.b./s.v.p.!“, so oder ähnlich steht es auf den Schiebetüren zwischen den Wagen der Nederlandse Spoorwegen, der Niederländischen Eisenbahnen. Das kann man allerdings nur lesen, wenn die Türen geschlossen sind!

Ein Zustand wie im wahren Leben: Man erkennt etwas erst dann, wenn es bereits eingetreten ist. Und man sieht das nicht, was man besser getan hätte …

Freitag, 25. November 2011

Outsourcing

Der Autor macht sich seine Gedanken zu einem Begriff, der seit etwa den 1980er-Jahren auch hierzulande bekannt wurde: Outsourcing.

Laut dem Wikipedia-Artikel „Outsourcing“ gibt es für den Ursprung des Worts zwei Erklärungen:

  1. Ableitung aus den englischen Begriffen „out“ (aus, draußen) und „source“ (Quelle, Ursprung) und
  2. Zusammenfassung des englischen Begriffs „Outside resource using“ (Quelle von außen benutzen). (Diese Erklärung scheint allerdings fast ausschließlich in der deutschsprachigen Literatur zu finden zu sein und wird als rein deutsche und fehlerhafte Erfindung kritisiert.)

Jedenfalls sind laut Wikipedia mit Outsourcing „alle Aktivitäten gemeint, die zu einer Verlagerung von Leistungs- oder Teilerstellungen nach außen“ und damit zu einer Auslagerung von Arbeitsplätzen und zu einer „Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen“ führen. Mein Duden, letzte, 25. Ausgabe, sagt, dass der Begriff aus der Wirtschaft stammt und „Übergabe von bestimmten Firmenbereichen an spezialisierte Dienstleistungsunternehmen“ bedeutet und outsourcen „ausgliedern, nach außen verlegen“.

Bei der Wahl zum deutschen Unwort des Jahres 1996 wurde der Begriff „Outsourcing“ von der Jury als „Imponierwort, das der Auslagerung/Vernichtung von Arbeitsplätzen einen seriösen Anstrich zu geben versucht“, bezeichnet, ergänzt Wikipedia. Allerdings nicht zum Unwort des Jahres gewählt, das wurde in diesem Jahr „Rentnerschwemme“, erinnere ich.

Das zur Bedeutung. So weit, so gut.

Wir kennen auch den Begriff „Human Resources“ für „Arbeitskräfte, Mitarbeiter eines Unternehmens“. Im zweiten Teil, der „(Betriebs-, Hilfs-)Mittel“ bedeutet, kommt auch das englische Wort „source“ vor. Wenn wir das Wort „Ressourcen“ eingedeutscht und alleine verwenden, schreiben wir es übrigens mit zwei s, da das Wort aus dem Französischen kommt und dort so geschrieben wird, empfahl mir mein Duden so nebenbei.

Und wir kennen das Wort „Humankapital“, das laut Duden die „Gesamtheit der wirtschaftlich verwertbaren Kenntnisse von Personen“ bezeichnet und 2004 sogar zum Unwort des Jahres gewählt wurde. „Human capital“ (englisch) steht für „Menschenkapital“.

Hm! Hat human nicht auch etwas mit Menschsein, Menschlichkeit zu tun?

Man könnte also Outsourcing frei mit „aus mit der Quelle“, „die Quelle ist draußen“ übersetzen und, wenn man boshaft wäre, mit „raus mit der Quelle“.

Wenn ich aber eine Quelle entferne, was sollte ich davon haben? Ich meine, diese ganzen Informationen hier ohne Quellen? ICH ohne (m)eine Quelle? Ohne meine Arbeitskräfte, mein menschliches Kapital?

Undenkbar, denke ich mir! Käme nie auf die Idee, mich oder Teile von mir auszu-, Pardon: outzusourcen (meine Rechtschreibkorrektur schlägt nicht an, also ist diese Schreibweise wohl erlaubt), nur um Kosten zu sparen!

Wer wäre ich dann noch?

(Siehe hier auch „Azubi oder Praktikant?“)

Mittwoch, 5. Oktober 2011

140 Zeichen (9)

Abgelegt unter: 140-Zeichen-Texte, Lyrik und Prosa, Sprache und Austausch, Zitate — Ronald @ 3:13

An was dachtest du gerade?

»An was dachtest du gerade?« — »Ich kann es nicht sagen.« — »Dann hast du an nichts gedacht.«

(Peter Handke: „Zur Aufführung von »Quodlibet«“ in „Stücke 2“, Frankfurt am Main 1973 u. a., Seite 176)

What did you just think of?

“What did you just think of?” — “I cannot say.” — “Then you have thought of nothing.”

(Peter Handke: “Zur Aufführung von »Quodlibet«” in “Stücke 2”, Frankfurt am Main, Germany 1973 and later, page 176, translated by the blogger)

Mittwoch, 28. September 2011

140 Zeichen (8)

Abgelegt unter: 140-Zeichen-Texte, Lyrik und Prosa, Sprache und Austausch, Zitate — Ronald @ 19:59

Ein Stuhl

»Was ist das?« — »Ein Stuhl!« — »Das weiß ich. Aber warum steht er da?«

(Peter Handke: „Zur Aufführung von »Quodlibet«“ in „Stücke 2“, Frankfurt am Main 1973 u. a., Seite 176)

A chair

“What is that?” — “A chair!” — “I know that. But why is it standing there?”

(Peter Handke: “Zur Aufführung von »Quodlibet«” in “Stücke 2”, Frankfurt am Main, Germany 1973 and later, page 176, translated by the blogger)

Montag, 5. September 2011

Gehirnleistung

Abgelegt unter: Sprache und Austausch, Zitate — Ronald @ 15:52
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(Von einer Bekannten auf Facebook gefunden.)

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