Archiv der Kategorie Träume und Fantasien

Solidarität unter Rauchern

Ein Traum

Ich bin in einer kleinen Gaststätte. Vorne macht jemand Musik, ein Besucher raucht. Ich sitze hinter einem Klavier, das mitten im Raum steht, der letzte freie Platz. Auch ich mache mir automatisch eine Zigarette an, bis mir einfällt, dass man nicht rauchen darf. Ich lege meine Zigarette auf den Rand eines Aschenbechers, damit sie von allein ausgeht.

Zwei Polizisten kommen herein. Wahrscheinlich hat einer der Gäste oder der Wirt sie gerufen. Sie gehen auf den Raucher zu und einer nimmt ihn mit vor die Tür. Der andere sieht die noch leicht rauchende Zigarette im Aschenbecher und bleibt vor mir stehen. Darauf protestiert ein anderer Gast, indem er sich demonstrativ eine Zigarette anzündet und zu rauchen beginnt. Der im Lokal verbliebene Polizist schreit etwas von: „Sind Sie wahnsinnig geworden?“ Ich nehme die noch glimmende Zigarette wieder auf und rauche auch weiter …

Das Aktbild

Vor langer Zeit träumte ich, dass ich einen Maler kannte. Da ich gerne selbst ein Aktbild malen wollte, fragte ich ihn um Rat. Er bot mir an, mir sein Atelier (das im Traum an die Räume für den Kunstunterricht in der Elisabethenschule erinnerte) und außerdem ein Modell zur Verfügung zu stellen. Er würde in der Zwischenzeit unten in einer Kneipe warten. Wenn ich mit dem Bild fertig wäre, sollte ich ihn dort anrufen und er würde mit einer Flasche Sekt kommen, sich das Ergebnis anschauen und feiern.

Am verabredeten Zeitpunkt betrat ich sein Atelier, in dem schon Farben, eine Leinwand auf einer Staffelei und ein nacktes Modell, das im Hintergrund posierte, bereitstanden. Ich begann mit dem Bild, und nachdem ich damit fertig war, rief ich in der Kneipe an. Er kam hoch, besah sich das Werk und sagte nach einer Weile, dass es zwar nicht schlecht wäre, ihm aber etwas fehlen würde. Er schlug vor, dass ich das Bild gleich noch einmal versuchen sollte, und ging wieder.

Ich ging auf die Frau zu und sagte zu ihr, dass sie ja gehört hatte, was er meinte, und bat sie, mit meinen Fingerspitzen an ihren Konturen entlangfahren zu dürfen, damit ich mehr Gefühl für sie und ihren Körper in meine Finger bekomme, um dies auf die Leinwand übertragen zu können. Sie willigte ein. Während ich also ganz sanft an ihrem nackten Körper entlang fuhr, begann sie plötzlich, dies auch bei mir zu machen. (In diesem Moment des Traums erkannte ich sie erst: Sie war eine damalige gute Bekannte.)

Unsere Berührungen wurden immer wilder und leidenschaftlicher, schließlich fielen wir über uns her.

Nachdem wir uns geliebt hatten, ging sie wieder in Positur und ich malte das Bild ein zweites Mal, das mir jetzt geradewegs „aus den Fingern floss“. Ich rief meinen Freund wieder an, und nachdem er sich das Bild angeschaut hatte, sagte er, dass er ein solch gutes Aktbild schon lange nicht mehr gesehen hätte.

Ein Tag und Ein Traum

Nichts ist vollkommen. Auch nicht
der Schlaf, aus welchem ich gerade erwache
Die Müdigkeit noch in mir, erhebe ich mich
aber sie verfliegt, als ich mich zu den Sonnenstrahlen
auf meinem Balkon geselle

Ein Mädchen bringt mir ein paar Zeitungen
in denen die Summe alles Schlechten im Menschen
lesbar ist
und vielfach auch des Guten

Aus einem gegenüber liegenden Fenster
dringt Musik zu mir herüber (Pink Floyd)
Sie hallt zwischen den Häusern hin und her
klingt wie aus einer anderen Welt
als ich gerade frühstücke
und dabei anfange diese Zeilen zu schreiben

Kurz darauf kommt eine Freundin zu mir
Ich umarme sie, öffne ihren Mund
mit meiner Zunge
Sie drückt mich fester an sich
ihr Atem wird heftiger
Ich schiebe meine Hand unter ihrem Pullover
nach oben massiere ihren Rücken
fallen zu Boden küssen weiter unsere Beine umschlingen sich
sie presst ihr Gesicht in meinen Pullover
ich suche ihre Brüste und streichele sie
sie beißt in mich hinein öffnet mein Hose
als ich anfange meinen Unterkörper rhythmisch zu bewegen
nach einer Musik der Liebe
und sie stöhnt und keucht schwer
als ich feststelle, dass meine Wunschträume
mit mir durchgehen
und ich aufhöre diese Zeilen zu schreiben

Das Mädchen im roten Anorak

vor langer zeit lebte ich in einem brückenhaus. daneben standen zwei bretterhütten, wovon die linke durch einen kurzen gang mit dem haupthaus verbunden war. wenn ich in die rechte hütte wollte, musste ich außen herum. eines tages bekam ich besuch von ein paar freunden (dieter, jano, urmel), die sich auf meine ganzen zimmer verteilten. ich fühlte mich gelangweilt, wollte meine ruhe haben, so ging ich durch den gang in die linke hütte, die am wenigsten wohnlich war. große, offene fenster (es war kein Glas mehr drinnen) gaben einen blick auf die dahinter liegende landschaft frei. da erblickte ich das mädchen, das da stand. sie lächelte mich an. ihr roter anorak lag locker über ihren schultern, nun zog sie ihn sich langsam, immer noch verführerisch lächelnd, über ihren kopf und ihr gesicht. ich ging auf sie zu und wollte den reißverschluss schließen, sodass sie unter ihm gefangen gewesen wäre, aber es klappte nicht. wir umarmten uns und gaben uns einen so tiefen kuss, dass ich meinte, meine zunge steckt fast in ihrem hals. anschließend schliefen wir zusammen auf einer matratze. so plötzlich sie erschien, so plötzlich war sie verschwunden. irgendwie lernte ich ein anderes mädchen kennen, von dem ich dachte, es wäre ihre schwester, und bat sie, mir bei meiner suche nach dem mädchen im roten anorak behilflich zu sein. und sie tat das auch, in einer sehr netten, fast schon kameradschaftlichen art. wir suchten die ganze landschaft ab, bis wir auf einem hügel standen, von dem wir auf die flache, etwas hügelige ebene schauen konnten. vor uns tat sich ein see auf (der neusiedler see?). ich legte einen arm um sie, was sie erwiderte. dann wurde es gleich dunkel, ein gewitter begann, die gelben blitze hoben sich kontrastreich vom himmel ab. wir suchten noch eine ganze zeit, bis meine freundin wieder auftauchte. sie erzählte von ihrer reise, ihrer suche, ihrem leben, von der landschaft, in der sie gewesen war. damit zeigte sie mir ein bild ihrer landschaft, das meine fantasie erzeugte (ein park, ein weg, der eingerahmt von bäumen ist, die links und rechts des weges standen und die sich in der ferne zu einem dunklen punkt trafen), und sie zeigte mir ein foto, worauf uli meinte, das wäre doch am rhein, und ich schaute das bild länger an, bis ich feststellte, dass das papier immer größer wurde und das motiv immer kleiner und an den nun frei gewordenen rändern sich neue bilder auftaten, die ineinander übergingen, ohne sich jedoch zu überlagern, und die sich in ihrer schönheit gegenseitig übertrafen.

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