Ronalds Notizen

Dienstag, 27. Dezember 2011

Bildungspaket

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 21:21

Das Bildungspaket zeigt Wirkung: „Bildungsgutscheine zahlen sich aus“ bei Humor für Leute mit Humor - SPIEGEL ONLINE!

(Siehe hier auch „Almosen“)

Montag, 24. Oktober 2011

Kinderwagen

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 2:15

oder Die „neuen Mütter“?

Manche Frauen schieben ihre Kinderwagen wie einen Puppenwagen. Wie sie als kleines Mädchen stolz einen Puppenwagen mit einem leblosen Kind, einer Puppe, vor sich herschoben, so schieben sie nun einen Wagen mit einem lebenden vor sich her. Ihr stolzer Blick indes hat sich nicht geändert.

Frau mit Kinderwagen (Microsoft Clip Art, bearbeitet von Ronald)

Es scheint, als würden Frauen schon als Kind dafür hergerichtet (oder klingt „erzogen“ unverfänglicher?), Puppen zu mögen (von „lieben“ kann in diesem Alter noch nicht die Rede sein), diese zu kämmen, zu kleiden und vieles mehr. Mit einem leblosen Gegenstand, einem Spielzeug, wird trainiert, was ihre spätere Bestimmung sein wird: diesen leblosen Gegenstand durch einen lebendigen zu ersetzen und mit ihm das Gleiche zu machen, was sie vorher schon mit der Puppe trainiert haben. Und nun schieben sie wie ein großes kleines Mädchen ihren Puppenwagen vor sich her, der nun ein Kinderwagen geworden ist.

Manchmal sind sie auch zornig, wenn sie einem z. B. wie eine unbeirrbare Dampfwalze auf dem Bürgersteig entgegenkommen, der noch nicht einmal sehr schmal sein muss. Oder wenn es zwei sind, die ihren Kinderwagen nebeneinander vor sich herschieben. Oder, die mobilere Variante, mit einem Fahrrad und einem Kinderanhänger. Dann kann man sich meist nur noch gegen eine Hauswand oder einen Zaun pressen, so zornig und stolz sind sie! Gerade fährt wieder eine solche mobile Mutter auf dem schmalen Fußweg hier vor dem Fenster vorbei — und man ist froh, ihr dort nicht zu begegnen.

Oft auch wird das Kind, gern auch mehrere, in einen hochrädrigen, teuren, viel Benzin schluckenden, immer pieksauberen und meist schwarzen geländegängigen Kraftwagen gesteckt, der auf einem Fußgängerüberweg oder direkt an einer Straßenecke, wo man selbst die Straße überqueren möchte, geparkt wird, und wartet in seinem Kindersitz, bis die Mutter ihre Einkäufe, bevorzugt im Bio-Markt, erledigt hat. Wahrscheinlich schob sie den Kinderwagen früher auch wie einen Puppenwagen vor sich her.

Aber sie können auch sehr zornig werden, etwa dann, wenn man sie auf ein Defizit ihrer Erziehung(smethode) hinweist. Nachdem der Autor bemerkte, dass so ein kleiner Wicht seit Minuten zugange war, einen Abfluss in einem Park, der Regen- und Schmelzwasser ableiten soll, mit dem Split des Wegs zuzuschaufeln, und diesen fragte, ob er noch alle Tassen im Schrank habe (wobei die Frage eigentlich eher an seine Erzeugerin hätte gerichtet werden sollen: mangelnde Aufsichtsplicht und so), startete diese eine Schimpfkanonade, um abschließend Klein-Sohnemann mit den Worten „komm, wir gehen auf den Spielplatz“ an der Hand zu nehmen und zu verschwinden, den Autor ratlos zurücklassend. Wahrscheinlich schob sie …

Echt und ganz sehr zornig werden sie jedoch dann, wenn man sie an ihrem Stolz, nun echte und nicht mehr Puppenmutti, und an ihrer Ehre, ebendies zu sein, packt. So saß der Autor mit mehreren Leserinnen und Lesern auf einer der alle besetzten und von der Nachmittagssonne beschienenen Bänke und las, als eine dieser Mütter sich auf einen Baumstamm gleich hinter seine Bank setzen wollte, um, nur zu verständlich, ebenso an den letzten Sonnenstrahlen teilhaben zu wollen. Weniger verständlich war allerdings, dass sie ihren Sprösslingen nun unbedingt etwas laut vorzulesen begann, und das nur wenige Zentimeter hinter dessen und denen der Banknachbarn Ohren! Sie ahnen: Man kann sich nicht mehr auf seinen eigenen Lesestoff konzentrieren! So erging es auch seinen Banknachbarn, die innerlich aufstöhnten, wie der Autor aus den Augenwinkeln bemerken konnte.

Allein: Sie kannte keine Gnade, jedenfalls nicht gegenüber all den lesenden Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, sich wieder auf seinen eigenen Lesestoff zu konzentrieren und den der so pädagogisch wertvollen Mutter zu ignorieren, bat er sie höflich, doch bitteschön auf die anderen Leser und ihn Rücksicht zu nehmen, zumal alle schon lange vor ihr anwesend waren, und sich anderswo hinzusetzen, falls sie denn unbedingt fortfahren wolle. Was glauben Sie, was darauf los war? Der Autor (und seine Nachbarn, die Zöglinge natürlich auch) mussten einen lauten und längeren Monolog über die (zugegeben) wertvolle pädagogische Eigenschaft des Vorlesens über sich ergehen lassen, bevor sie mindestens ebenso entrüstet wie die Erzieherin im vorigen Beispiel und schlechte Gewissen hinterlassend abrauschte. Wahrscheinlich schob sie …

Nach diesen und weiteren Erlebnissen mit Müttern erinnert sich der Autor an seine eigene Mutter und Kindheit und denkt sich: Aha, dies sind wohl die „neuen Mütter“!

Freitag, 13. Mai 2011

2011

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 0:13

Einige Merkwürdigkeiten in diesem Jahr

Der Betreiber dieses Blogs glaubt nicht unbedingt an Zufälle, auch nicht an solche, die astrologischer oder ähnlicher Natur sind. Doch in diesem Jahr 2011 gibt es einige Merkwürdigkeiten, auf die er durch einen an ihn weitergeleiteten E-Post-Kettenbrief hingewiesen wurde. Wir werden nicht nur vier Tage mit einem außergewöhnlichen Datum erlebt haben bzw. noch erleben, sondern noch anderen seltenen Ereignissen beiwohnen.

2011 haben wir gleich vier Tage mit einem außergewöhnlichen Datum, einer „Schnapszahl“: 1.1.11, 11.1.11, 1.11.11 und 11.11.11. Doch das ist nicht alles.

Nehmen wir die beiden letzten Ziffern des Jahres, in dem wir geboren wurden, addieren dann unser Alter in diesem Jahr und das Ergebnis wird für alle 111 sein!

Nehmen wir ein Beispiel: Jemand wurde im Jahr 1957 geboren und wird in diesem Jahr 54 Jahre alt, dann ergibt das 57 + 54 = 111. Jemand anderes wurde 1974 geboren und wird in diesem Jahr 37 Jahre alt: 74 + 37 = 111. Seltsam, oder?

Weiterhin gibt es in diesem Jahr im Monat Oktober fünf Montage, fünf Samstage und fünf Sonntage. Dies geschieht nur alle 823 Jahre. (Schade, dass es hier nicht „alle 111 Jahre“ heißt oder wenigstens die Quersumme auf 1 hinausläuft, aber auch Zufälle sind wohl nicht immer perfekt.)

Angeblich soll nach dem chinesischen Feng-Shui 2011 das Jahr des Geldes sein. Zumindest ist dem Jahr des Hasen diesmal das Element „Metall“ zugeordnet; es ist also das Jahr des Metall-Hasen, was alle sechzig Jahre vorkommt. (Auch hier leider wieder nichts mit einer 1!)

Solang sich das Metall nicht als Blech, Blei oder gar als Schwermetall entpuppt, soll es dem Autor recht sein. Sicherheitshalber nennt er auf Anfrage aber gern seine Kontonummer, man weiß ja nie!

Aber zunächst müssen wir uns heute mal wieder mit einem Freitag, dem 13. auseinandersetzen. Aber das gäbe Stoff für ein ganz anderes Thema …

Freitag, 31. Dezember 2010

Silvester allein

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 23:22

An keinem anderen Tag des Jahres scheint es so viele Partys, Events, Feiern und Veranstaltungen zu geben wie an Silvester. Selbst der letzte Schuppen besorgt etwas Dekoration und kündigt das Ereignis als irgendeinen „Silvesterkracher“ an, wohl wissend, dass die Menschheit in dieser Nacht nicht gerne allein ist und dass man sich, stellt man es geschickt an, heute zumindest für Monate sanieren kann. Dass Silvester aber mit einem I und nicht mit einem Y geschrieben wird, scheint dabei noch nicht einmal bis zu allen Veranstaltern (oder Schreiberlingen?) vorgedrungen zu sein: Man schaue sich nur einmal den „Bewegungsmelder“ für den 31. im Dezemberheft des bunten, aber letztlich belanglosen Magazins für Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet FRIZZ an!

Silvesterparty (Microsoft Clip Art)

Wenngleich die meisten von uns zumindest an einem (Groß-)Teil des restlichen Jahres keinerlei Probleme damit haben, einfach gemütlich zu Hause zu bleiben, muss es in dieser Nacht unbedingt eine Party sein! Bloß nicht Silvester allein verbringen! Dabei trifft man dann Leute, denen man um Mitternacht zuprostet und ein gutes neues Jahr wünscht und die man sonst, gelinde gesagt, mit höflicher Nichtachtung bedenken würde. Zuvor hat man unter Umständen horrende Preise für Musik bezahlt, die man eigentlich gar nicht hören wollte, oder für ein schlechtes Menü, das man sonst jederzeit beanstandet hätte, während der Veranstalter den Reibach seines Lebens macht.

Silvesterparty (Microsoft Clip Art)

Und dann der Alkoholkonsum! Als der Autor vor wenigen Jahren nach Mitternacht noch zu Freunden gehen wollte, die in einem ansonsten gepflegten Tempel moderner (Hoch-)Kultur ins neue Jahr feierten, und durch dessen Fensterscheiben einen von Plastikbechern, zerschmetterten Flaschen und sonstigem Abfall übersäten Boden sah, kam er zu der Einsicht, dass ein Schlachtfeld nicht unbedingt zu seiner positiven Neujahrsstimmung beitragen würde. Dass er sich auf dem Weg dorthin wegen des Böllerbeschusses von allen Seiten schon wie auf einem solchen fühlte, sei nur am Rande erwähnt.

Silvesterrakete (Microsoft Clip Art)

Wer nicht ausgehen will, der veranstaltet selbst eine Party. Wenn man zu einer solchen eingeladen wird, gibt es meist Raclette oder es steht ein Büfett bereit, man lernt Leute kennen, die man sonst … (siehe oben), und um die Musik kann man dort ebenfalls streiten. Als der Autor vor Jahren von sonst äußerst netten Mitbewohnern seines Hauses zu einer Silvesterparty eingeladen wurde und vor dem Weg nach oben aus deren Wohnung „Highway to Hell“ durch das Treppenhaus schallen hörte, beschloss er, dass sein Leben bisher noch keine derartige Grundstimmung angenommen hatte, ein solches Musikstück als erstes des neuen Jahres hören zu wollen, und nicht dorthin zu gehen.

Tanz (Microsoft Clip Art)

Leider weiß man natürlich nicht immer schon vorher, wie eine Festivität werden wird. Aber der Autor hat im Lauf seines Lebens schon zu vielen schlechten Silvesterveranstaltungen beigewohnt, auf denen sich Menschen versammelten, die offensichtlich nur der persönliche Zwang dorthin getrieben hatte, heute unter keinen Umständen allein sein zu wollen. Dabei begegnet man dann Leuten, die man sonst … (siehe oben).

Silvesterparty (Microsoft Clip Art)

Silvester kann man auch gut verschlafen, man glaubt es nicht! Vor Jahren feierte der Autor bereits am 30. Dezember so heftig, dass er sich am folgenden Abend schon früh hinzulegen beschloss. Um Mitternacht von der Knallerei kurz aufgewacht zu sein, „aha, Jahreswechsel …“ zu denken, weiterzuschlafen und am nächsten Tag die Erkenntnis gehabt, nichts, aber auch gar nichts versäumt zu haben, kann ein herrliches Gefühl sein!

Schlafender (Microsoft Clip Art)

Im Lauf der Jahre ist in ihm der Gedanke gereift, dass ihm die letzten Stunden des alten und die ersten des neuen Jahres zu kostbar sind, um sie auf schlechten Veranstaltungen zu verbringen. Irgendwie tragen sie doch auch dazu bei, wie ein vergangenes Jahr in der Erinnerung verbleibt und in welcher Stimmung ein neues begrüßt wird. Und was spricht eigentlich dagegen, sich für diesen Abend eine Flasche wirklich guten Rotweins (oder von mir aus auch einen Kasten Bier) zu besorgen und mal wieder Schallplatten aufzulegen, die man schon ewig nicht mehr gehört hat, oder das Hörbuch von Weihnachten, das Buch vom Gabentisch anzufangen oder in einem begonnen weiterzulesen? Feiern können wir doch schließlich das ganze Jahr über, oder?

In diesem Sinn: prost Neujahr und einen guten Rutsch! Kurzfristige Einladungen für heute Abend und langfristige für das nächste Jahr werden gerne angenommen, man will an Silvester ja unter keinen Umständen allein sein …

Feuerwerk (Microsoft Clip Art)

(Alle Bilder: Microsoft Clip Art, das letzte lässt sich durch Anklicken vergrößern.)

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Schnee

Abgelegt unter: Verschiedenes — Ronald @ 3:33

Ich mag Schnee.

Vor allem, wenn er nicht gleich wieder schmilzt und zu grau-weißem Matsch wird wie in den Städten, sondern wenn er liegen bleibt. Und man nicht auf Verkehrsmittel angewiesen ist, sondern ihn mit Muße draußen erleben kann.

Geräusche erscheinen uns bei Schnee leiser, gedämpfter. Kontraste sind gemildert, wenn alles unter einer Schneedecke verschwunden ist. Alles ist weiß, aber das, was daraus hervorschaut, kommt stärker zur Geltung.

Die Welt bekommt etwas Meditatives. Wir gehen vorsichtiger, langsamer. Die Welt scheint sich vorsichtiger, langsamer zu drehen. Sie erscheint friedlicher, kontemplativer. Und die Kälte erträglicher, als wenn kein Schnee liegt und es einfach nur frostig kalt ist. Schon meine Mutter sagte: „Schnee drückt die Kälte zu Boden.“

Schnee zeigt uns am unmittelbarsten den ewigen Wechsel der Dinge, den Lauf der Zeit und der Natur. Mehr und direkter, als es die anderen Jahreszeiten tun, denn alles erscheint wie erstorben, tot. Manchmal erinnert er uns an unseren eigenen Tod.

Manche Menschen ersehnen geradezu den ersten Schnee, nicht nur Kinder. Und manche erinnert er an ein Leichentuch. Doch darunter ruht sich die Natur nur aus, zu neuem Leben. Er zeigt uns die temporäre Natur aller Dinge, allen Lebens. Und macht uns Hoffnung auf unsere eigene Wiedergeburt, den nächsten Frühling, den nächsten Sommer …

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