Privat

oder Vom Ende der Intimität

Claude Marie Dubufe: La Discrétion

„Privat“ scheint ein Wort aus der Vergangenheit zu sein: Exhibitionismus, Selbstentblößung, Schamlosigkeit, Erzähllust und Zeigefreude auf der einen Seite, Voyeurismus auf der anderen scheinen es in einer Zeit sozialer Netzwerke, Mobiltelefonkameras, Talkshows und schnellen Internetzugängen, in der auch das Intimste öffentlich gemacht wird, längst verdrängt zu haben. Von einer „Post-Privacy“ ist inzwischen die Rede, einer „radikalen Offenheit des Persönlichen“, wie von der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main definiert, wo zurzeit die Ausstellung „Privat“ gezeigt wird, die „das bislang gültige Konzept von Privatheit in seiner Gesamtheit in Frage“ stellen will. Präsentiert werden Fotografien und Polaroid-Bilder, Filme und Videos, Objekte und Installationen aus der Privatsphäre. Damit sollen „eindrückliche Exkursionen zu den fragilen Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Anderen“ unternommen werden, so im „Schirn Mag“ weiter. Vermag eine solche Ausstellung noch an Tabus zu kratzen, gar zu schockieren? Ja, aber die Privatheit anderer Leute kann auch unglaublich langweilig sein! Lesen? Auf Titel klicken!

Drecksblatt

Hier von einer „Intelligenz des Internets“ zu sprechen, wie es Urban Priol und Erwin Pelzig in der Sendung „Neues aus der Anstalt“ vom 5. Juni 2012 im ZDF taten (danke für diesen Beitrag!), mag zwar etwas weit hergeholt sein — vielleicht sollte man eher von einer „Intelligenz der Nutzer“ sprechen, denn die Suchvorschläge richten sich ja nach den Nachfragen —, trotzdem … Lesen? Auf Titel klicken!

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Die Wahrheit und die Mitte Ich mag es nicht, wenn man sagt: „Die Wahrheit liegt in der Mitte“. Die Mitte ist das Problem. (Eins von vielen guten Zitaten aus dem Hörspiel „Die Menschen — genau wie im realen Leben — sind unterschiedlich“ von Franziska Müller und Tobias Lambrecht, Regie: Johannes Mayr, Produktion: Schweizer Radio DRS 2011.) The truth and the … Lesen? Auf Titel klicken!

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Der Renner im Netz Das muss ich unbedingt filmen und ins Netz stellen, das wird der Renner, dachte sich Schmitt, kurz bevor er mit dem Schiff unterging. The hit in the Net This, I must absolutely film and post onto the Net, that will be the hit, thought Schmitt, shortly before he went down with the ship. … Lesen? Auf Titel klicken!

Der Mörder ist immer der Gärtner

„Der Mörder ist immer der Gärtner“, sang Reinhard Mey 1971 in seinem gleichnamigen Lied, mit dem er schon damals Stereotypen in Kriminalromanen und deren Verfilmungen parodierte. Für viele heutige Autoren und Drehbuchschreiber von Kriminalfilmen scheint der zum geflügelten Wort gewordene Titel aber immer noch Vorbild zu sein, allerdings in einer modernisierten und zeitgemäßeren Form. Es vergeht kaum eine Fernsehserie im … Lesen? Auf Titel klicken!

Der neue Programm-Chef

Nachdem sich der Betreiber dieser Notizen bereits mehrmals über Werber und Marketer lustig gemacht hat, so in „MySchwachSinn“, „Würfel Zucker“, „Der ADC und Schlingensief“ und nicht zuletzt in „Reklame“, wird es doch auch einmal Zeit, ein zumindest in seinen Augen gelungenes Resultat der ach so „kreativen“ Arbeit dieser Fachleute vorzustellen! Vor nicht allzu langer Zeit fand er nämlich in seinem … Lesen? Auf Titel klicken!

People are strange

Der neue Film über die Doors von Tom DiCillo

When you’re strange, faces come out of the rain, when you’re strange. No one remembers your name, when you’re strange, when you’re strange.

(aus „People are Strange“, Text und Musik: The Doors)

The Doors electra publicity photo

The Doors, von links nach rechts: John Densmore, Robby Krieger, Ray Manzarek, Jim Morrison (Promotionsbild von Electra/Wikimedia Commons)

Auch fast vierzig Jahre nach dem Tod von Jim Morrison haben The Doors und ihre Musik nichts von ihrer Anziehungskraft verloren: Angeblich verkaufen sie immer noch weltweit eine Million Tonträger pro Jahr. Strange sind sie also keineswegs! Der neue Film „The Doors: When You’re Strange“ von Tom DiCillo versucht von Neuem, dieses Phänomen zu beleuchten. Lesen? Auf Titel klicken!