Das Wissen der Katze

Eugen Ruges novellistischer Roman „Cabo de Gata“

Und eines Abends, als die Katze schnurrt, als mein Kopf, als der Raum, als die Welt nur noch ein großes, schwarzes Schnurren ist, habe ich das Gefühl, dass die Zeit — endlich — stillsteht.

(aus Eugen Ruge: „Cabo de Gata“, Reinbek bei Hamburg 2013)

Katzenfreundinnen und -freunde wissen es: Von diesen Tieren geht eine unglaublich Glück spendende Aura aus! Selbst große Literaten haben die Katze in ihren Werken verewigt, man denke etwa an E. T. A. Hoffmann, Erich Kästner, Michail Bulgakow, Patricia Highsmith, Doris Lessing und nun auch Eugen Ruge mit seinem Roman „Cabo de Gata“. Darin scheint eine Katze dem Erzähler etwas zu sagen zu haben: Das Glück lässt sich nicht erzwingen! Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Seltsame Früchte hängen von Pappeln

Das Lied „Strange Fruit“ und seine mahnende Wirkung bis heute

Die Sängerin Billie Holiday gehört seit Langem zu den am meisten verehrten Künstlern des Autors. 1939 erschien das Lied „Strange Fruit“, das die Lynchmorde an Schwarzen thematisiert, zum ersten Mal von ihr gesungen. Nicht nur angesichts ihres hundertsten Geburtstages in diesem Jahr Zeit, sich wieder einmal an diese großartige Sängerin und besonders an dieses Lied zu erinnern! Lesen? Auf Titel klicken!

Vergebliche Liebesmüh‘

Das Museum der zerbrochenen Beziehungen in Zagreb

Wenn eine Liebe zu Ende geht, wohin mit all den Dingen, die an den vergangenen Partner/die vergangene Partnerin erinnern? Nach Zagreb, ins Museum der zerbrochenen Beziehungen!

Museum of Broken Relationships Zagreb 2012

Das Museum der zerbrochenen Beziehungen in Zagreb (Waerfelu/Wikimedia Commons)

Städte haben Institutionen, die es nur dort gibt: das Palais du Louvre in Paris, das Museo del Prado in Madrid, die Europäische Zentralbank befindet sich in Frankfurt, das Europaparlament in Straßburg. Auch in Zagreb gibt es eine solche Besonderheit: das Muzej prekinutih veza (englisch: Museum of Broken Relationships), das Museum der zerbrochenen Beziehungen! Lesen? Auf Titel klicken!

Einfache Fahrt

Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht über Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer beichtet wird. Tausende von Toten sind inzwischen zu beklagen. Die italienische Gruppe Canzionere Grecanico Salentino hat ein herzzerreißendes Lied mit einem ebensolchen Video dazu veröffentlicht: „Solo andata“, eine einfache Fahrt — ohne Rückfahrkarte! Lesen? Auf Titel klicken!

Bei Mentz

Ein später Nachruf auf eine unvergessene Kneipe

Gerade liest Frankfurt wieder mal ein Buch. Das ist in diesem Jahr „Die Vollidioten“ von Eckhard Henscheid. Das Vorbild für die Kneipe, in der und um die dieses Buch spielt, stand damals um die Ecke des Wohnorts des Autors dieser Notiz, und er war auch Stammgast „Bei Mentz“, wie die Lokalität hieß. Eine Gelegenheit, sich nun auch hier einmal zu erinnern! Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Literatur

Wie dem auch sei: Das Leben in einer Gesellschaft, in der die Literatur Privileg einer Minderheit ist, erscheint mir ungesund und gefährlich. (Joseph Brodsky: Rede zur Entgegennahme des Nobelpreises für Literatur. Aus: Flucht aus Byzanz, München/Wien 1988. Siehe auch das Zitat von Freud über „Kultur“!)

Privat

oder Vom Ende der Intimität

Claude Marie Dubufe: La Discrétion

„Privat“ scheint ein Wort aus der Vergangenheit zu sein: Exhibitionismus, Selbstentblößung, Schamlosigkeit, Erzähllust und Zeigefreude auf der einen Seite, Voyeurismus auf der anderen scheinen es in einer Zeit sozialer Netzwerke, Mobiltelefonkameras, Talkshows und schnellen Internetzugängen, in der auch das Intimste öffentlich gemacht wird, längst verdrängt zu haben. Von einer „Post-Privacy“ ist inzwischen die Rede, einer „radikalen Offenheit des Persönlichen“, wie von der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main definiert, wo zurzeit die Ausstellung „Privat“ gezeigt wird, die „das bislang gültige Konzept von Privatheit in seiner Gesamtheit in Frage“ stellen will. Präsentiert werden Fotografien und Polaroid-Bilder, Filme und Videos, Objekte und Installationen aus der Privatsphäre. Damit sollen „eindrückliche Exkursionen zu den fragilen Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Anderen“ unternommen werden, so im „Schirn Mag“ weiter. Vermag eine solche Ausstellung noch an Tabus zu kratzen, gar zu schockieren? Ja, aber die Privatheit anderer Leute kann auch unglaublich langweilig sein! Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Kultur

Es braucht nicht gesagt zu werden, daß eine Kultur, welche eine so große Zahl von Teilnehmern unbefriedigt läßt und zur Auflehnung treibt, weder Aussicht hat, sich dauernd zu erhalten, noch es verdient.

(aus Sigmund Freud: Die Zukunft einer Illusion, Leipzig, Wien und Zürich 1927, zitiert nach Elias Schwerdtfeger)

Persepolis

oder Ein Film und die Zukunft eines Landes Vor ein paar Tagen hat sich der Autor den Zeichentrickfilm „Persepolis“ von Marjani Satrapi angesehen und war beeindruckt von der Schilderung der iranischen (islamistischen) Revolution von 1979 aus der Sicht eines kleinen Mädchens. Der Film wurde kürzlich auch in Tunesien gezeigt — kurz vor einer für die Zukunft des Landes so wichtigen Wahl! … Lesen? Auf Titel klicken!