Bei Mentz

Ein später Nachruf auf eine unvergessene Kneipe

Gerade liest Frankfurt wieder mal ein Buch. Das ist in diesem Jahr „Die Vollidioten“ von Eckhard Henscheid. Das Vorbild für die Kneipe, in der und um die dieses Buch spielt, stand damals um die Ecke des Wohnorts des Autors dieser Notiz, und er war auch Stammgast „Bei Mentz“, wie die Lokalität hieß. Eine Gelegenheit, sich nun auch hier einmal zu erinnern! Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Literatur

Wie dem auch sei: Das Leben in einer Gesellschaft, in der die Literatur Privileg einer Minderheit ist, erscheint mir ungesund und gefährlich. (Joseph Brodsky: Rede zur Entgegennahme des Nobelpreises für Literatur. Aus: Flucht aus Byzanz, München/Wien 1988. Siehe auch das Zitat von Freud über „Kultur“!)

Privat

oder Vom Ende der Intimität

Claude Marie Dubufe: La Discrétion

„Privat“ scheint ein Wort aus der Vergangenheit zu sein: Exhibitionismus, Selbstentblößung, Schamlosigkeit, Erzähllust und Zeigefreude auf der einen Seite, Voyeurismus auf der anderen scheinen es in einer Zeit sozialer Netzwerke, Mobiltelefonkameras, Talkshows und schnellen Internetzugängen, in der auch das Intimste öffentlich gemacht wird, längst verdrängt zu haben. Von einer „Post-Privacy“ ist inzwischen die Rede, einer „radikalen Offenheit des Persönlichen“, wie von der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main definiert, wo zurzeit die Ausstellung „Privat“ gezeigt wird, die „das bislang gültige Konzept von Privatheit in seiner Gesamtheit in Frage“ stellen will. Präsentiert werden Fotografien und Polaroid-Bilder, Filme und Videos, Objekte und Installationen aus der Privatsphäre. Damit sollen „eindrückliche Exkursionen zu den fragilen Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Anderen“ unternommen werden, so im „Schirn Mag“ weiter. Vermag eine solche Ausstellung noch an Tabus zu kratzen, gar zu schockieren? Ja, aber die Privatheit anderer Leute kann auch unglaublich langweilig sein! Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Kultur

Es braucht nicht gesagt zu werden, daß eine Kultur, welche eine so große Zahl von Teilnehmern unbefriedigt läßt und zur Auflehnung treibt, weder Aussicht hat, sich dauernd zu erhalten, noch es verdient.

(aus Sigmund Freud: Die Zukunft einer Illusion, Leipzig, Wien und Zürich 1927, zitiert nach Elias Schwerdtfeger)

Persepolis

oder Ein Film und die Zukunft eines Landes Vor ein paar Tagen hat sich der Autor den Zeichentrickfilm „Persepolis“ von Marjani Satrapi angesehen und war beeindruckt von der Schilderung der iranischen (islamistischen) Revolution von 1979 aus der Sicht eines kleinen Mädchens. Der Film wurde kürzlich auch in Tunesien gezeigt — kurz vor einer für die Zukunft des Landes so wichtigen Wahl! … Lesen? Auf Titel klicken!

Der Mörder ist immer der Gärtner

Der Mörder ist immer der Gärtner, sang Reinhard Mey 1971 in seinem gleichnamigen Lied, mit dem er schon damals Stereotypen in Kriminalromanen und -filmen parodierte. Für viele heutige Autoren und Drehbuchschreiber von Kriminalfilmen scheint der zum geflügelten Wort gewordene Titel aber immer noch Vorbild zu sein, allerdings in einer modernisierten und zeitgemäßeren Form.
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People are strange

Der neue Film über die Doors von Tom DiCillo

When you’re strange, faces come out of the rain, when you’re strange. No one remembers your name, when you’re strange, when you’re strange.

(aus „People are Strange“, Text und Musik: The Doors)

The Doors electra publicity photo

The Doors, von links nach rechts: John Densmore, Robby Krieger, Ray Manzarek, Jim Morrison (Promotionsbild von Electra/Wikimedia Commons)

Auch fast vierzig Jahre nach dem Tod von Jim Morrison haben The Doors und ihre Musik nichts von ihrer Anziehungskraft verloren: Angeblich verkaufen sie immer noch weltweit eine Million Tonträger pro Jahr. Strange sind sie also keineswegs! Der neue Film „The Doors: When You’re Strange“ von Tom DiCillo versucht von Neuem, dieses Phänomen zu beleuchten. Lesen? Auf Titel klicken!

Theaterblut bis zuletzt

Der Schauspieler Peter Roggisch

Manche Menschen arbeiten bis zum letzten Moment ihres Lebens für die Kunst. Jedenfalls, solange sie sich noch bewegen können. Der Schauspieler Peter Roggisch, der als einer der bedeutendsten Shakespeare-Schauspieler Deutschlands gilt, gehörte dazu. Und mehr, er trat noch auf, als er sich eigentlich kaum noch bewegen konnte! Lesen? Auf Titel klicken!