Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (10)

Zweimal Hartz: Parallelen von Reformen des Arbeitsmarkts in zwei Jahrhunderten

Der Name Peter Hartz sagt vielen etwas, nicht nur Arbeitslosen: Namensgeber der vier Hartz-Gesetze und ehemaliges VW-Vorstandsmitglied. Doch wussten Sie, dass die nach ihm benannten Reformen des Arbeitsmarkts einen Vorgänger haben, der — welch verblüffende Parallele! — sogar den gleichen Nachnamen trug, nämlich Gustav Hartz? Lesen Sie hier über die weiteren Gemeinsamkeiten zwischen einem Politiker der Weimarer Republik des 20. und dem ehemaligen Manager des 21. Jahrhunderts, beschrieben in einem neuen Buch von Christoph Butterwegge. Lesen? Auf Titel klicken!

Harte Treffer!

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht ein Video, das Vorurteile bekämpfen soll

Ein Video der Bundesagentur für Arbeit spielt derzeit mit Vorurteilen gegen (Langzeit)arbeitslose. Genauer gesagt: mit dem, was eine bekannte Suchmaschine als Suchvorschläge anzeigt, gibt man Begriffe zum Thema und zu Hartz IV ein. Und diese Suchvorschläge sind keineswegs positiv! Harte Treffer sozusagen, wie auch das Video heißt. Der Film soll Vorurteile bekämpfen und nachdenklich machen. Schafft er das? Lesen? Auf Titel klicken!

Korrekturassistenten gesucht

In Stellenangeboten stellen sich üblicherweise die Unternehmen vor und die ausgeschriebene Stelle wird beschrieben. Eine Stellenanzeige „Korrekturassistenten gesucht“ gibt allerdings größte Rätsel auf: Es scheint nämlich, als ob dort viel Arbeit wartet! Lesen? Auf Titel klicken!

Arbeitsstelle — alles nur geträumt

Als Langzeitarbeitsloser, der zudem auf die Sechzig zugeht, noch eine Arbeitsstelle zu bekommen? Ein Lottogewinn scheint machbarer! Dafür aber im Traum, wie dem Autor geschehen. Es ist bekanntermaßen heutzutage äußerst schwer, als Langzeitarbeitsloser eine Arbeitsstelle zu bekommen. Selbst nur einen Job. Noch dazu, wenn man rapide auf die Sechzig zugeht (siehe hier z. B. auch „Junge Alte“), wie der Autor dieser … Lesen? Auf Titel klicken!

Mehr Interesse an Statistiken als an Menschen

Wie die Jobcenter ein Leiharbeitsbranchenförderprogramm betreiben

Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech.

(Kurt Tucholsky in: Die Weltbühne, 14. Oktober 1930, Seite 597)

Nun haben wir es also amtlich: Der Bundesrechnungshof bescheinigt der Bundesagentur für Arbeit (BA), dass sie mehr Interesse an Statistiken als an den zu betreuenden Menschen hat. Es wird inzwischen nur noch in Zeitarbeit, sinnfreie Arbeitsgelegenheiten oder Bewerbungstrainings vermittelt. Die Mitarbeiter der Jobcenter müssen eine Vermittlungsquote erfüllen. Als hätten wir, die Arbeitslosen, es nicht schon geahnt! Lesen? Auf Titel klicken!

Jobs

Von der Verwendung eines Worts

Wir leben in einer Zeit der Konkurse und Firmenschließungen. Ein Unternehmen kann, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr weitergeführt werden. Dahinter stehen immer auch Arbeitsplätze, die verloren gehen: Oft langjährige Mitarbeiter stehen in Zukunft auf der Straße. Dahinter wiederum steht persönliches Leid. Ist die Verwendung des Worts „Jobs“ in diesem Zusammenhang gerechtfertigt? Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Armutsrisiken in Deutschland

Der neue Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung

Not ist nicht bloß eine Gefahr, sondern sie ist eine Unfreiheit für den, der sie leidet. Eben deshalb ist ihre Beseitigung nicht mehr bloß Sache des Einzelnen, sondern der Gemeinschaft.

(Gerhard Schröder, ehemaliger Bundesinnenminister, bei der Einführung des Bundessozialhilfegesetzes 1962, zitiert nach „Ein Leben in Würde — mit Hartz IV?“ auf NDR Info anlässlich einer WISO-Themenwoche)

Ein gerechtes Maß ökonomischer und sozialer Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger ist Grundvoraussetzung für sozialen Frieden und eine lebendige Demokratie.

(Seite I des Berichts)

Flaschensammler

Flaschensammler in Frankfurt am Main (Autor: Lindhoff/Journal Frankfurt)

Der mit Stand vom 17. September 2012 vorliegende und über 500 Seiten lange Report „Lebenslagen in Deutschland. Entwurf des 4. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung“ zeigt eine positive Entwicklung, vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Nicht darüber hinwegsehen lässt sich jedoch, dass es nach wie vor erhebliche Ungleichheiten und Armutsrisiken gibt. Die Hartz-Reformen werden dafür nicht verantwortlich gemacht. Lesen? Auf Titel klicken!