Zitat

Arbetlose-Marsch (der Arbeitslosenmarsch)

von Mordechaj Gebirtig

Ejns, tswej, draj, fir,
arbetlose senen mir,
nischt gehert chadoschim lang [nicht gehört monatelang]
in fabrik den hamer-klang,
’s lign kejlim kalt, fargesn, [Werkzeug das liegt kalt, vergessen]
’s nemt der sschawer sej schon fresn, [es wird wohl der Rost schon fressen]
gejen mir arum in gas, [gehen wir herum in der Gasse]
wi di gewirim pust-un-pas. [wie der Reichen Müßiggang]
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Die Deutschen waren nervös geworden, was sie nur um so gefährlicher machte. Seit der Einsetzung von Reinhard Heydrich zum stellvertretenden Reichsprotektor in Böhmen und Mähren wurden zahlreiche Menschen verhaftet und Todesurteile vollstreckt. „Der Henker von Prag“ wurde er inzwischen genannt.

Durch die offenen Fenster der kleinen Musikhochschule hörte man die Deutschen unten auf dem Marktplatz Befehle schreien und dann marschierende Schritte. Professor Anton Jedlička übte gerade mit seinen Studenten, als die Türen des kleinen Saals plötzlich aufgerissen wurden und ein Trupp deutscher Soldaten, angeführt von einem SS-Mann, den Raum betrat. Die Melodie verstummte in einem Missklang.
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