Gegen die Angstmacherei

Das Wörterbuch des besorgten Bürgers

„Wir sind das Volk“, schallt es nicht nur auf den Straßen, sondern auch in Kommentaren. Eine schreiende Minderheit begehrt auf und versucht, eine Deutungshoheit zu erlangen. Angst und Angstmacherei haben Konjunktur, auch und gerade in der politischen Diskussion. Hier wird mit falschen Behauptungen manipuliert, oft ohne dass wir es bemerken. Das Wörterbuch des besorgten Bürgers will Abhilfe schaffen.
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Favorite Zum Wandel unserer Begrüßungskultur

Händeschütteln

Das wäre wahre Begrüßungskultur! (Microsoft Clip Art)

Wir Deutsche haben schon immer gerne andere begrüßt und willkommen geheißen. Schon im letzten Jahrhundert. Wir wollten die ganze Welt begrüßen. Nun aber schlägt unsere Willkommens- und Begrüßungskultur um. Oder stimmte damit früher schon etwas nicht? Ein (teilweise sarkastischer) Kommentar zum Wandel unserer Willkommens- und Begrüßungskultur. Lesen? Auf Titel klicken!

Angst versus Glück

Zitate über Angst versus Glück bzw. Liebe

Die Kraft zur Angst und die zum Glück sind das gleiche, das schrankenlose, bis zur Selbstpreisgabe gesteigerte Aufgeschlossensein für Erfahrungen, in der der Erliegende sich wiederfindet.

(aus Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt am Main 1951)

Dasselbe scheint auch für die Angst des Liebenden zu gelten: sie ist die Furcht vor einer Trauer, die bereits stattgefunden hat, vom Anbeginn der Liebe an, von dem Augenblick an, da ich hingerissen war. Jemand müsste mir sagen können: »Haben Sie keine Angst mehr, Sie haben ihn (sie) bereits verloren.«

(aus Roland Barthes: Fragmente einer Sprache der Liebe, Frankfurt am Main 1984, wobei er sich hier auf Donald W. Winnicott: The Fear of Breakdown, 1974, bezieht) Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Favorite Ausländer

Stimmen aus dem „Tal der Ahnungslosen“

Na ja, also man sieht es ja immer mehr in den Medien, was da passiert in Syrien, das macht mir Sorgen. Und da muss man halt aufpassen, ob das in Deutschland hier nicht auch bald so sein wird.

Eigentlich sollten wir diese Leute, wenn diese Sache dort vorbei ist, wieder in ihr Land zurückschaffen, also im Prinzip: zurückbringen.

Deswegen sehe ich es schon auch so wie die Pegida, dass eben nur die, die Asyl bekommen, die durch politische Verfolgung hierher kommen. Alle anderen sollten vielleicht doch das Land verlassen. Oh Gott, darf ich das überhaupt so sagen? Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Ein Tormann hat Angst

oder Die letzte Aktion des Spiels

Nichts kann sich so schnell verändert haben. Ein einziger Augenblick nachlassender Aufmerksamkeit kann doch ein Schicksal nicht so unwiderruflich besiegeln. Von wegen. Einen Augenblick braucht es, mehr nicht. Danach gibt es kein Zurück.

(aus Tristan Egolf: Monument für John Kaltenbrunner, Frankfurt am Main 2000 u. a.)

Und Fußball ist nun mal mein Metier, und es ist ein Metier, in dem man per se durch den Job Menschen in Extremsituationen erlebt.

(Ronald Reng während der öffentlichen Veranstaltung „HörSalon“ des NDR über den „Fußball-Triumph und seine Folgen“ vom 18. Mai 2015 aus dem Bucerius-Kunst-Forum in Hamburg)

Ein Tormann in Aktion

Ein Tormann in Aktion: Hans Tilkowski während der Fußballweltmeisterschaft 1966 im Spiel gegen Argentinien (Autor: El Gráfico/Wikimedia Commons)

Es ist kalt und ungemütlich auf dem Fußballplatz. Den leichten Nieselregen spüre ich nicht nur auf meinem Kopf und in meinem Gesicht, sondern sehe ihn auch wie einen Perlenvorhang im Schein des Flutlichts glitzern. Ich stehe in einem der beiden Tore, ich bin Tormann. Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Einsamkeit und Alleinsein

Gemeinsam einsam und allein im Internet?

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(aus dem Gedicht von Rainer Maria Rilke: Herbsttag)

Einsamkeit sucht Gefährten und fragt nicht, wer es ist. Wer das nicht weiß, war nie einsam, sondern nur allein.

(aus Erich Maria Remarque: Die Nacht von Lissabon, Köln 1962)

Wer einsam ist, der hat es gut,
Weil keiner da, der ihm was tut.
[…]
Worauf denn auch der Satz beruht:
Wer einsam ist, der hat es gut!

(aus einem Gedicht von Wilhelm Busch aus: Zu guter Letzt, München 1904 u. 1.)

Der Zustand der Einsamkeit ist altbekannt: Schon seit der Antike haben sich Philosophen und Künstler mit ihr beschäftigt. Heutzutage ist Einsamkeit eher ein Thema für Mediziner, Soziologen und vor allem für Psychologen. Die Empfindung, von anderen Menschen getrennt und abgeschieden zu sein, kennen viele, und das trotz der Möglichkeiten des Internets. Und es werden immer mehr. Was hat das Internet mit Vereinsamung zu tun? Wie geht es Menschen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung, die Angst vor Nähe und vor Einsamkeit haben? Ist Einsamkeit überhaupt dasselbe wie Alleinsein? Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Was tun?

Baustelle

Über Sinn und Wandel menschlicher Arbeit

Dein Leben war Arbeit.

(Grabsteininschrift auf einem Berliner Friedhof, gezeigt in der Ausstellung)

Wenn das Leben köstlich gewesen, so ist es Mühe und Arbeit gewesen.

(Grabsteininschrift nach Psalm 90.10, gefunden bei Volker Hamp)

Man hat Arbeit oder man hat keine. Was tun: Eine Ausstellung im Frankfurter Senckenberg-Naturmuseum zeigte, dass sich unsere Arbeitswelt in den letzten Jahren rasant verändert hat und dass diese Veränderungen noch längst nicht abgeschlossen sind. Das bedeutet auch, dass wir unser Verständnis von Arbeit überdenken müssen. Lesen? Auf Titel klicken!