Das Gesicht im Spiegel

(Sommersonnenwende, fünfzehnter Teil) Eigentlich hat er keine Lust mehr, noch einmal zurück in den Saal zu gehen. Er fühlt sich veräppelt. Diese ganze Feier oder was das sein sollte, hatte den Anschein, als ob sie nur für ihn veranstaltet worden wäre. Und dass „Marieluise“ hinter all dem steckt! Was sollte es und wie kam es überhaupt dazu, ihm noch einmal … Lesen? Auf Titel klicken!

Einbildung oder nicht?

(Sommersonnenwende, dreizehnter Teil) „‚Es ist natürlich nur eine Einbildung von dir‘, sagte sie, sich zurück ins Heitere wandelnd, ‚oder, wenn du willst, eine Poesie. Aber es hat etwas. Heute bist du kein Wolf, aber neulich, wie du da in den Saal hereinkamst, wie vom Mond gefallen, da warst du schon so ein Stück Bestie, gerade das hat mir gefallen‘“, zitiert … Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Huckepack

Monika oder Das kleine Glück

Und so kam es, dass ich Monika huckepack auf meinem Rücken trug.

Monika ist das, was man eine herbe Schönheit nennt, sehr schlank, fast schon zu dünn, schulterlange blonde, glatte Haare, die ein wenig strähnig wirken, hellblaue Augen in einem schmalen Gesicht, aus dem ihre Nase hervorsticht. „Adlernase“, sagte sie immer. Alois hingegen ist etwas kleiner als sie, leicht korpulent, hinkt leicht mit einem Bein, und älter als sie. Markant an ihm ist allenfalls seine schnarrende Stimme. Und sein immerwährender Humor, der wohl von seinem Hinken ablenken, es kaschieren soll. Und Monika und Alois sind ein Paar. Lesen? Auf Titel klicken!

Eine kurze Verschnaufpause

(Sommersonnenwende, zwölfter Teil) „Na, Meesta, wat jrün im Jesicht? Wohl ne Laus üba de Leba jeloofen“, empfängt ihn der Wirt im Schankraum, in dem es inzwischen voller und damit lauter geworden ist. „Mehrere!“, gelingt es ihm völlig verwirrt zu antworten. Ihm ist allerdings, als sei er nicht „jrün“, sondern eher gerötet im Gesicht, und gerade im letzten Moment einem Auto … Lesen? Auf Titel klicken!

Sprachenkenntnisse

Begegnungen in einer S-Bahn

Spätestens bei unsicheren Situationen im Ausland kann eine(n) der Gedanke, dass Sprachkenntnisse jetzt doch ganz hilfreich wären, beschleichen. Aber es gibt auch Fälle, in denen im Ausland erworbene Sprachkenntnisse hierzulande hilfreich sind. Folgendes Erlebnis hatte der Autor vor einer Weile, und wenn es zu einer Zeit veröffentlicht wird, in der mehrfach von Vergewaltigungen in Indien berichtet wurde, so mag dies reiner Zufall sein, muss aber nicht. Lesen? Auf Titel klicken!

Damenwahl

(Sommersonnenwende, elfter Teil) Da kommt schon eine Frau auf ihn zu. Sie hat dunkle, fast rötlich-schwarze, knapp schulterlange Haare, trägt eine Brille und einen alten roten Nylonanorak mit schwarzem Kunstfell an der Kapuze, der ihr ein wenig zu eng zu sein scheint, denn er spannt sich drall über ihrem Busen, und der aus den Sechzigerjahren stammen könnte, der Zeit seiner … Lesen? Auf Titel klicken!

Privat

oder Vom Ende der Intimität

Claude Marie Dubufe: La Discrétion

„Privat“ scheint ein Wort aus der Vergangenheit zu sein: Exhibitionismus, Selbstentblößung, Schamlosigkeit, Erzähllust und Zeigefreude auf der einen Seite, Voyeurismus auf der anderen scheinen es in einer Zeit sozialer Netzwerke, Mobiltelefonkameras, Talkshows und schnellen Internetzugängen, in der auch das Intimste öffentlich gemacht wird, längst verdrängt zu haben. Von einer „Post-Privacy“ ist inzwischen die Rede, einer „radikalen Offenheit des Persönlichen“, wie von der Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main definiert, wo zurzeit die Ausstellung „Privat“ gezeigt wird, die „das bislang gültige Konzept von Privatheit in seiner Gesamtheit in Frage“ stellen will. Präsentiert werden Fotografien und Polaroid-Bilder, Filme und Videos, Objekte und Installationen aus der Privatsphäre. Damit sollen „eindrückliche Exkursionen zu den fragilen Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Anderen“ unternommen werden, so im „Schirn Mag“ weiter. Vermag eine solche Ausstellung noch an Tabus zu kratzen, gar zu schockieren? Ja, aber die Privatheit anderer Leute kann auch unglaublich langweilig sein! Lesen? Auf Titel klicken!