Was Sie schon immer (nicht) wissen wollten (16)

Der Stinkefinger

StinkfingerDer Stinkefinger: Jede(r) hat ihn schon gesehen, vielleicht sogar jemandem gezeigt. Die Geste des hochgereckten Mittelfingers bei gleichzeitig eingezogenen anderen Fingern ist bekannt. Doch woher stammt diese Geste eigentlich? Wie sieht es bei dessen Verwendung juristisch aus? Der Autor klärt auf und verweist auf ein interessantes Buch zum Thema. Lesen? Auf Titel klicken!

Der Kampf um Hitlers „Mein Kampf“

Nach Ablauf des Urheberrechts: (kommentierte) Neuauflage oder nicht?

Am 31. Dezember 2015 laufen die Urheberrechte an Hitlers „Mein Kampf“ aus, die bis dahin der Freistaat Bayern innehat. Bislang hatte dieser jeglichen Neudruck verweigert. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte plant für Anfang Januar 2016 eine wissenschaftlich-kommentierte Neuausgabe des berüchtigten Buches. Sinnvoll oder nicht? Lesen? Auf Titel klicken!

Stotternde Reißverschlüsse: schlechter Sex in Büchern

Der Bad Sex in Fiction Award, eine Auszeichnung für schlechten Sex in der Literatur

At this, Eliza and Ezra rolled together into the one giggling snowball of full-figured copulation, screaming and shouting as they playfully bit and pulled at each other in a dangerous and clamorous rollercoaster coil of sexually violent rotation with Eliza’s breasts barrel-rolled across Ezra’s howling mouth and the pained frenzy of his bulbous salutation extenuating his excitement as it whacked and smacked its way into every muscle of Eliza’s body except for the otherwise central zone.

(aus Morrissey: List of the Lost, London 2015)

Der seit 1993 alljährlich vergebene Bad Sex in Fiction Award ist ein an einen zeitgenössischen Romanautor vergebener Preis für die schlechteste Beschreibung einer Sexszene in der Literatur. Zu den Preisträgern zählen so bekannte Autoren wie Tom Wolfe, Norman Mailer, Jonathan Littell und John Updike. Doch was verleitet Schriftsteller zu solch schlechtem Sex? Hilflosigkeit!
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Das Wissen der Katze

Eugen Ruges novellistischer Roman „Cabo de Gata“

Und eines Abends, als die Katze schnurrt, als mein Kopf, als der Raum, als die Welt nur noch ein großes, schwarzes Schnurren ist, habe ich das Gefühl, dass die Zeit — endlich — stillsteht.

(aus Eugen Ruge: „Cabo de Gata“, Reinbek bei Hamburg 2013)

Katzenfreundinnen und -freunde wissen es: Von diesen Tieren geht eine unglaublich Glück spendende Aura aus! Selbst große Literaten haben die Katze in ihren Werken verewigt, man denke etwa an E. T. A. Hoffmann, Erich Kästner, Michail Bulgakow, Patricia Highsmith, Doris Lessing und nun auch Eugen Ruge mit seinem Roman „Cabo de Gata“. Darin scheint eine Katze dem Erzähler etwas zu sagen zu haben: Das Glück lässt sich nicht erzwingen! Lesen? Auf Titel klicken!

Heimat

Ein Begriff aus der Sicht von Flüchtlingen und von Deutschen

Mit dem Begriff der Heimat ist es so eine Sache — je nachdem, aus welcher Perspektive die Heimat gesehen wird: von innen oder von außen, also aus dem Land selbst, das einem Heimatland ist, oder von außen, zurückdenkend an das, was einmal das Heimatland war. Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingsdebatte sei hier daran erinnert, dass zu Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind, hunderttausende von Deutschen vor einem Unrechtsregime flüchten mussten — genauso, wie es heute Menschen aus anderen Regionen gezwungen sind. Zwei Zitate beschäftigen sich mit „Heimat“. Lesen? Auf Titel klicken!

Zitate über das Alter(n)

In meinem Alter ist man notgedrungen ehrlich. Lügen ist zu ermüdend.

(aus Albert Camus: Die Pest, Innsbruck 1948 u. a.)

Jeder der geht
belehrt uns ein wenig
über uns selber.
Kostbarster Unterricht
an den Sterbebetten.

(Anfang des Gedichts „Unterricht“ aus Hilde Domin: Nur eine Rose als Stütze, Frankfurt am Main 1977) Lesen? Auf Titel klicken!

Angst versus Glück

Zitate über Angst versus Glück bzw. Liebe

Die Kraft zur Angst und die zum Glück sind das gleiche, das schrankenlose, bis zur Selbstpreisgabe gesteigerte Aufgeschlossensein für Erfahrungen, in der der Erliegende sich wiederfindet.

(aus Theodor W. Adorno: Minima Moralia, Frankfurt am Main 1951)

Dasselbe scheint auch für die Angst des Liebenden zu gelten: sie ist die Furcht vor einer Trauer, die bereits stattgefunden hat, vom Anbeginn der Liebe an, von dem Augenblick an, da ich hingerissen war. Jemand müsste mir sagen können: »Haben Sie keine Angst mehr, Sie haben ihn (sie) bereits verloren.«

(aus Roland Barthes: Fragmente einer Sprache der Liebe, Frankfurt am Main 1984, wobei er sich hier auf Donald W. Winnicott: The Fear of Breakdown, 1974, bezieht) Lesen? Auf Titel klicken!