Favorite (Keine) Fake News: neue Wörter im Duden

Das Standardwerk rückt nach rechts – oder?

Man soll nicht sagen, dass der Duden nicht mit der Zeit geht: Die neue Auflage enthält rund 5000 neue Wörter! Darunter befindet sich auch – natürlich! – Fake News. Das musste ja so kommen!
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Status

In memoriam: Benno Ohnesorg

„Bitte nicht schießen!“

Gedenktafel Krumme Str 65 (Charl) 2 Juni 1967

Gedenktafel für Benno Ohnesorg, Krumme Straße 65, Berlin-Charlottenburg (OTFW/ Wikimedia Commons)

Heute vor genau 50 Jahren, am 2. Juni 1967, starb der Student Benno Ohnesorg. Er wurde nach einer Anti-Schah-Demonstration vom damaligen Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras mit einem gezielten Kopfschuss hingerichtet, nachdem er von zwei bis drei Polizisten verprügelt worden war.

Noch am Tatort hatten Polizisten zunächst das Holen eines Krankenwagens für den Verletzten verweigert. Angeblich sollen auch zwei Krankenhäuser die Aufnahme des Verletzten mangels freier Betten abgelehnt haben, sodass die Fahrt 45 Minuten dauerte. Eine sofort eingeleitete Röntgenuntersuchung am noch lebenden Opfer in der aufnehmenden Klinik zeigte eine Schussverletzung; sein Tod trat um 21.55 Uhr im Operationssaal ein. Als Todesursache wurde aber zunächst ein Schädelbasisbruch aufgrund stumpfer Gewalt angegeben, der Todeszeitpunkt als 22.55 Uhr! Erst bei der Obduktion am nächsten Tag fand der obduzierende Arzt Prellungen und Hämatome am ganzen Körper und stellte einen Gehirnsteckschuss als Todesursache fest. Bereits vorher aber muss am Schädel Ohnesorgs herummanipuliert worden sein.
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Von angeblichen Vergewaltigungen bis zu Beinahe-Atomschlägen

Über die (Aus)wirkungen von Fake-News und was der Begriff bedeutet

Angebliche Vergewaltigungen, ein Kinderpornoring, der nicht existiert, bis hin zum Beinahe-Atomkrieg: alles Fake-News. Dieses Schlagwort sorgt zurzeit für Gesprächsstoff. Nicht nur Donald Trump hat sein Lieblingswort gefunden. Und hierzulande werden für die kommende Bundestagswahl massenweise Falschmeldungen befürchtet, die deren Ausgang beeinflussen könnten. Dabei handelt es sich meist um Lügen. Nennen wir sie auch so! Lesen? Auf Titel klicken!

Radfahrer, Hunde und die deutsche Republik

Wie man eine Nachricht auslegen kann

Eine Zeitungsparodie des Kabarettisten und Theaterleiters Kurt Robitschek aus dem Jahr 1929, leicht editiert und der heutigen Rechtschreibung angepasst:

Aus dem Polizeibericht [die originale Meldung; der Betreiber dieser Notizen]

Russ-Telegramm 3986, aufgenommen 15.30 Uhr:

Auf dem Kurfürstendamm an der Ecke Meinekestraße wurde gestern von dem Radfahrer Peter K. ein Hund unbestimmter Rasse angefahren. Nur dem Einschreiten unserer wackeren Schutzpolizei ist die Verhütung eines größeren Unfalls zu verdanken. Polizeipräsident Zörgiebel, Polizeivizepräsident Dr. Weiß und der Kommandeur der Schutzpolizei, Oberst Heimannsberg, weilten an der Unfallstelle.

Daraus machten: Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Die Rüpel sind immer die anderen!

Die Rüpelrepublik: Werden wir immer rücksichtsloser?

Jeder wohnt in einem eigenen Universum, in dem er von morgens bis abends recht hat.

(aus Juli Zeh: Unterleuten, München 2016)

Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem es kein rechthaberisches und aggressives Verhalten gibt. Rüpel, Drängler, Pöbler: Werden wir immer rücksichtsloser oder sind wir es nicht schon längst? In Katastrophenfällen zeigen Menschen ungeahnte Solidarität. Brauchen wir erst eine Katastrophe, um zu mehr Hilfsbereitschaft zu gelangen? Lesen? Auf Titel klicken!

Thiel und der Wunschort für sein Paket

Tatort-Logo

Ein (auch noch nicht gedrehter) Fernseh-„Tatort“ aus Münster

Nach seiner Sache mit den Paketboten war Kriminalhauptkommissar Frank Thiel beurlaubt worden. Eine interne Untersuchung war angelaufen. Sein Nachbar, Gerichtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne, feixte vor Schadenfreude. Er hatte von den Geschehnissen in seinem Haus natürlich nichts mitbekommen. Lesen? Auf Titel klicken!