Favorite Im Koma

Gedanken über das Leben angesichts eines nahenden Todes

Warum müssen wir sterben? — Um das Leben zu würdigen.

Ihr sagt alle, dass ihr Angst vor dem Tod habt. Aber in Wirklichkeit habt ihr Angst vor dem Leben!

(aus dem Film „After.Life“ von Agnieszka Wójtowicz-Vosloo)

Ein Mensch liegt im Koma. Seit Tagen, einigen Wochen schon. Ich sitze bei ihm. Nachts. Meine Mutter kommt tagsüber, ich nachts. Der Mensch ist mein Vater. Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Father Forgive

Von Versöhnung inmitten Zerstörung — Coventry und Propst Richard Howard

Air Raid Damage in the United Kingdom 1939-1945 H5603

Die Ruine der Kathedrale von Coventry zwei Tage nach den Luftangriffen vom 14./15. November 1940 (War Office official photographer, Taylor / Imperial War Museums)

Die mittelenglische Industriestadt Coventry war im Zweiten Weltkrieg Ziel mehrerer Angriffe der deutschen Luftwaffe. Dabei starben Hunderte von Menschen, fast die gesamte Stadt wurde zerstört. Auch die Kathedrale. Doch der Propst der Kirche Richard Howard setzte auf Versöhnung, noch während des Krieges. Seine Worte „Father forgive“, „Vater, vergib“, und der Akt der Vergebung wirken dort bis heute — und in alle Welt. Lesen? Auf Titel klicken!

The Night before Christmas

Ein wunderbarer Kurzfilm zu Weihnachten — und ein Ohrwurm!

Festliche Weihnachts-Lichterketten, ein geschmückter und beleuchteter Weihnachtsbaum im Garten, ein Kaminfeuer drinnen im Haus und ein weiterer geschmückter Weihnachtsbaum mit aufwändig verpackten Geschenken, ein weihnachtlich dekoriertes Wohnzimmer, ein Umschlag mit der Aufschrift „Dear Santa“, während eine wunderschöne, auf einem Klavier eingespielte Melodie den Film nicht nur begleitet: The Night before Christmas, die Nacht vor dem Fest! Doch plötzlich: Lesen? Auf Titel klicken!

Das Wissen der Katze

Eugen Ruges novellistischer Roman „Cabo de Gata“

Und eines Abends, als die Katze schnurrt, als mein Kopf, als der Raum, als die Welt nur noch ein großes, schwarzes Schnurren ist, habe ich das Gefühl, dass die Zeit — endlich — stillsteht.

(aus Eugen Ruge: „Cabo de Gata“, Reinbek bei Hamburg 2013)

Katzenfreundinnen und -freunde wissen es: Von diesen Tieren geht eine unglaublich Glück spendende Aura aus! Selbst große Literaten haben die Katze in ihren Werken verewigt, man denke etwa an E. T. A. Hoffmann, Erich Kästner, Michail Bulgakow, Patricia Highsmith, Doris Lessing und nun auch Eugen Ruge mit seinem Roman „Cabo de Gata“. Darin scheint eine Katze dem Erzähler etwas zu sagen zu haben: Das Glück lässt sich nicht erzwingen! Lesen? Auf Titel klicken!

Gulaschsuppe

Denn diese sind nicht trunken, wie ihr wähnet, es ist doch erst die dritte Stunde am Tage […]

(Petrus in: Die Apostelgeschichte des Lukas, Abschnitt 2, Verse 15—17)

Die Wirklichkeit ist Halluzination, die durch den Mangel an Alkohol entsteht.

(aus dem Film „Ein Hund kam in die Küche“ von Xaver Schwarzenberger)

Aus dem Schwarz vor Herberts Augen kristallisierte sich eine Farbe heraus. Ein Universum aus Schwarz wurde zu einem dunklen Blau, dann zu Purpur, Violett und schließlich Weiß. Nur: Warum musste während dieses Farbenrausches gerade jetzt jemand mit einem Presslufthammer die Straße bearbeiten? Lesen? Auf Titel klicken!

Zitat

Walpurgisnacht

Und mir ist’s wie dem Kätzlein schmächtig, Das zu den Feuerleitern schleicht, Sich leis‘ dann um die Mauern streicht; Mir ist’s ganz tugendlich dabei, Ein bißchen Diebsgelüst, ein bißchen Rammelei. So spukt mir schon durch alle Glieder Die herrliche Walpurgisnacht. Die kommt uns übermorgen wieder, Da weiß man doch warum man wacht. (Mephistopheles zu Faust in Johann Wolfgang Goethe: Faust. … Lesen? Auf Titel klicken!

Bei Mentz

Ein später Nachruf auf eine unvergessene Kneipe

Gerade liest Frankfurt wieder mal ein Buch. Das ist in diesem Jahr „Die Vollidioten“ von Eckhard Henscheid. Das Vorbild für die Kneipe, in der und um die dieses Buch spielt, stand damals um die Ecke des Wohnorts des Autors dieser Notiz, und er war auch Stammgast „Bei Mentz“, wie die Lokalität hieß. Eine Gelegenheit, sich nun auch hier einmal zu erinnern! Lesen? Auf Titel klicken!

Die weichen Mäntel

Ihre weichen Mäntel hängen alle im Schrank, so träumte mir gestern in tiefdunkler Nacht. Sie steht stolz daneben, doch sie will mir nicht geben, nach was mich bei diesem Anblick so drängend verlangt. Und als ich dann schließlich bin aufgewacht, fühlt‘ mich so müde und so leer und so krank. (Siehe hier auch „Kuscheljacke“!) … Lesen? Auf Titel klicken!

Favorite Gedanken beim Eintritt in eine leerstehende Wohnung

Das alte, aufgebrochene Schloß bietet mir keinen Widerstand, als ich die Türe öffne. Grelles Licht empfängt mich beim Eintreten, das klare Nachmittagslicht läßt die teilweise frisch geweißten, kahlen Wände erleuchten, so daß ich meine Augen zunächst einmal zukneifen muß. Wie um der Öde dieses Zimmers in der inzwischen leerstehenden Wohnung zu entgehen, laufe ich ans Fenster. Hinter unzähligen anderen, fremden … Lesen? Auf Titel klicken!