Betrachtung der Zeit
von Andreas Gryphius
Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen;Der Augenblick ist mein,
Und nehm’ ich den in acht
So ist der mein,
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.

von Andreas Gryphius
Mein sind die Jahre nicht,
Die mir die Zeit genommen;
Mein sind die Jahre nicht,
Die etwa möchten kommen;Der Augenblick ist mein,
Und nehm’ ich den in acht
So ist der mein,
Der Jahr und Ewigkeit gemacht.
Heute fand während des offiziellen Staatsbegräbnisses in seinem südafrikanischen Heimatdorf der endgültige Abschied von Nelson Mandela statt, dem neben Mahatma Gandhi wohl bedeutendsten Menschen und Politiker der letzten beiden Jahrhunderte. Er musste zwar für sein Ideal nicht sterben, gestorben ist … Weiterlesen →
Wie aktuell doch Klassiker, hier Friedrich Schiller aus: „Demetrius“, erster Aufzug, zitiert nach Projekt Gutenberg-DE, über „Mehrheit“ immer wieder sein können!
Die Mehrheit?
Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.
Wo ist die Weisheit, die wir im Wissen verloren haben? Wo ist das Wissen, das wir in der Information verloren haben?
(aus T. S. Eliot: The Rock)
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Von Cornelia Tiedemann
Die Tür ist fest verschlossen,
der Raum ist still und leer.
Die Arbeit macht verdrossen,
die Stille lastet schwer. Weiterlesen →
von Nikolaus Lenau
Du fuhrst im goldnen Glückeswagen
Dahin den raschen Trott,
Von keuchenden Lüsten fortgetragen,
Und dünktest dir ein Gott! Weiterlesen →
Wie sich die (Qualität von) Sexualität mit dem Status der Beziehung ändern kann, zeigt ein Witz über drei Frauen: eine verlobte, eine verheiratete und eine Geliebte. Verliebt, verlobt, verheiratet also. Alle wollen Ledermieder, Stöckelschuhe und eine Maske über den Augen tragen und dann sehen, wer den wildesten Sex hat. Weiterlesen →
Sie hatte nur einmal in ihrem Leben Ja gesagt: in der Kirche. Seitdem sagt sie nur noch Nein.
(Heute in einem Gespräch aufgeschnappt.)
She had said Yes only once in her life: in church. Since then, she only says No.
(Picked up in a conversation today.)
Man schüttelt manchmal den Kopf darüber, welche Kommentare einem als Blog-Betreiber so entgegenkommen. Nicht genug, dass dieser die Registrieren-Funktion inzwischen deaktiviert hat, weil es ihm irgendwann reichte, hunderte von Leuten mit den komischsten, schrägsten und seltsamsten Namen, die es vorher … Weiterlesen →