Liebe existiert nicht (mehr). Sie ist nur eine Idee, die längst überholt ist. Daher wird es höchste Zeit für ein Manifest zur Abschaffung der Liebe.
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Welttag des Buches
Wann haben Sie eigentlich zuletzt mal ein Buch gelesen? Schon länger her? Wie schade! Nun, heute, am 23. April, ist Welttag des Buches! Das wäre doch ein Anlass, sich wenigstens wieder einmal eins zu greifen, oder nicht? Dieser Welttag ist ein … Weiterlesen →
Anruf von Aliens
Es ist manchmal höchst seltsam, was ich auf der von meinem Telefon- und Internet-Anbieter zur Verfügung gestellten „Sprachbox“ meines Telefonanschlusses vorfinde. So etwa dieser Anruf von Aliens. So hört es sich zumindest an. Doch hören Sie selbst: Weiterlesen →
So ruhig geworden
manchmal
ist es hier
so ruhig geworden
kein auto auf der straße
und keine anderen geräusche
wie laute fußgänger
oder eine baustelle
sodass ich denke
dass die welt still
steht
so wie in einer nacht
in der sahara
wo absolute stille herrscht
und nur ich
allein
noch
am leben bin
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Fußball
(nebst Abart und Ausartung)
Der Fußballwahn ist eine Krank-
Heit, aber selten, Gott sei Dank.
Ich kenne wen, der litt akut
An Fußballwahn und Fußballwut.
Sowie er einen Gegenstand
In Kugelform und ähnlich fand,
So trat er zu und stieß mit Kraft
Ihn in die bunte Nachbarschaft.
Ob es ein Schwalbennest, ein Tiegel,
Ein Käse, Globus oder Igel,
Ein Krug, ein Schmuckwerk am Altar,
Ein Kegelball, ein Kissen war,
Und wem der Gegenstand gehörte,
Das war etwas, was ihn nicht störte.
Bald trieb er eine Schweineblase,
Bald steife Hüte durch die Straße.
Dann wieder mit geübtem Schwung
Stieß er den Fuß in Pferdedung.
Mit Schwamm und Seife trieb er Sport.
Die Lampenkuppel brach sofort.
Das Nachtgeschirr flog zielbewußt
Der Tante Berta an die Brust.
Kein Abwehrmittel wollte nützen,
Nicht Stacheldraht in Stiefelspitzen,
Noch Puffer außen angebracht.
Er siegte immer, 0 zu 8.
Und übte weiter frisch, fromm, frei
Mit Totenkopf und Straußenei.
Erschreckt durch seine wilden Stöße,
Gab man ihm nie Kartoffelklöße.
Selbst vor dem Podex und den Brüsten
Der Frau ergriff ihn ein Gelüsten,
Was er jedoch als Mann von Stand
Aus Höflichkeit meist überwand.
Dagegen gab ein Schwartenmagen
Dem Fleischer Anlaß zum Verklagen.
Was beim Gemüsemarkt geschah,
Kommt einer Schlacht bei Leipzig nah.
Da schwirrten Äpfel, Apfelsinen
Durch Publikum wie wilde Bienen.
Da sah man Blutorangen, Zwetschen
An blassen Wangen sich zerquetschen.
Das Eigelb überzog die Leiber,
Ein Fischkorb platzte zwischen Weiber.
Kartoffeln spritzten und Zitronen.
Man duckte sich vor den Melonen.
Dem Krautkopf folgten Kürbisschüsse.
Dann donnerten die Kokosnüsse.
Genug! Als alles dies getan,
Griff unser Held zum Größenwahn.
Schon schäkernd mit der U-Bootsmine –
Besann er sich auf die Lawine.
Doch als pompöser Fußballstößer
Fand er die Erde noch viel größer.
Er rang mit mancherlei Problemen.
Zunächst: Wie soll man Anlauf nehmen?
Dann schiffte er von dem Balkon
Sich ein in einem Luftballon.
Und blieb von da an in der Luft,
Verschollen. Hat sich selbst verpufft. –
Ich warne euch, ihr Brüder Jahns,
Vor dem Gebrauch des Fußballwahns!
Keine Anzeige von Medien von Wikimedia Commons
Leider betrifft es auch meine Notizen: Seit einer Weile erfolgt keine Anzeige von Medien von Wikimedia Commons mehr! Eigene hochgeladene Bilder und Grafiken betrifft es nicht, sondern ausschließlich über Wikimedia Commons eingebettete Inhalte. Es ist nicht nur höchst ärgerlich, es … Weiterlesen →
Otrovertiert sein?
Kürzlich habe ich wieder einmal etwas über mich gelernt: Ich gehöre zu den Otrovertierten. Doch was bedeutet das eigentlich: otrovertiert sein? Nun, es gibt Introvertierte und Extrovertierte. So viel wusste ich vorher. Doch es gibt auch otrovertierte Menschen. Viele oder … Weiterlesen →
Vermehrte Aufrufe aus China
Seit einigen Wochen registriere ich vermehrte Aufrufe aus China. An manchen Tagen waren es sogar mehr als aus Deutschland. Muss ich mir Sorgen machen? So zeigte eine detailliert Auswertung, dass es in den letzten 30 Tagen bis zum 7. März bei 194 Zugriffen … Weiterlesen →
Ivan Santos ist gestorben
Letzte Nacht habe ich es zufällig erfahren: Ivan Santos ist gestorben! Ich wollte noch eine Musiksendung von Deutschlandfunk Kultur hören und schaute mir vorher noch die Inhaltsangabe im Programm an. Dort las ich: Und es gibt auch einige recht spezielle, charismatische … Weiterlesen →
Ich ließ meinen Engel lange nicht los
Von Rainer Maria Rilke
Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte mir in den Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.Da hab ich ihm seine Himmel gegeben, –
und er ließ mir das Nahe, daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt…Seit mich mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne durchspalten, –
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr die ängstlichen Hände halten –
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.
Was Männer und was Frauen fürchten
Was Männer und was Frauen fürchten:
Männer fürchten, dass Frauen über sie lachen. Frauen fürchten, dass Männer sie töten.



