Später
Hoffnung
später
Glück
später
Ich
viel später
wenn es dann
noch ein
Später
gibt

Hoffnung
später
Glück
später
Ich
viel später
wenn es dann
noch ein
Später
gibt
Von Wilhelm Müller
Ich träumte von bunten Blumen,
So wie sie wohl blühen im Mai,
Ich träumte von grünen Wiesen,
Von lustigem Vogelgeschrei. Weiterlesen →
von Theodor Storm
Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s; durch alle Gassen scholl
der Kinderjubel und des Markts Gebraus. Weiterlesen →
von Walter Schultze
Oh unser Herr über das Leben,
schau, was du uns heute hast gegeben:Wir essen Fleisch, das uns so schmeckt,
auch wenn dafür ein Tier verreckt,selbst dessen Leben voller Qual
war traurig zwar, doch uns egal.Drum komme nun in unser Haus
zu segnen diesen Leichenschmaus.Und lass uns opfern Tier um Tier
für unsere nimmersatte Gier.Amen.

Fleischberge beim Grillfest, nur etwas aufgelockert durch Kartoffeln (Frank Kovalchek über Wikimedia Commons)
Von Otto Julius Bierbaum
Ein Geschpusi muß ich haben!
Alles wankt, doch das steht fest:
So ein liebes, kleines Mädchen,
Das sich gerne haben läßt.
Ein Geschpusi muß ich haben! Weiterlesen →
von Ernst Jandl
ich liege bei dir. deine arme
halten mich. deine arme
halten mehr als ich bin.deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.

Eine Frau sah ich in einem Traum,
so schön, so nah, ich glaubt’ es kaum.
Doch als ich dann bin aufgewacht,
wurd’ ich um den Genuss gebracht. Weiterlesen →
von Christian Morgenstern
von Hans (Jean) Arp
er sitzt mit sich in einem kreis
der kreis sitzt mit dem eignen leib
ein sack mit einem kamm der steht
dient ihm als sofa und als weib
der eigne leib kennt keinen sack
der von von zeigt die linke haut
der eigne leib tick tack tipp topp
der eigne leib fällt aus der braut
er schwingt als pfund aus seinem stein
die eigne braut im eignen sack
der eigne leib im eignen kreis
fällt nackt als sofa aus dem frack
Die Blumen gepflückt
und in den Fluss geworfen.
Sehe ihnen nach.
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