Die Rapanui und wir

Der Film „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand

Die Rapanui auf der Osterinsel haben sich vor Jahrhunderten quasi selbst ausgerottet. Was dort im Kleinen geschah, findet in größerem Ausmaß zurzeit auf der Erde statt. Der Film „HOME“ von Yann Arthus-Bertrand zeigt die Schönheit und gleichzeitig die Verletzbarkeit unseres Planeten.

Die Rapanui auf der Osterinsel haben es vor Jahrhunderten bereits vorgemacht: Nachdem sie die gesamte Bewaldung stückweise in Form von Nutzholz verkauft hatten, konnten sie sich selber keine Kanus mehr bauen und fischen; außerdem brach das ökologische Gleichgewicht der Insel zusammen, sodass auch Landwirtschaft und damit ein Überleben des Volkes nicht mehr möglich war.

Was hier im Kleinen geschah, findet seit Jahrzehnten in großem Maßstab auf der Erde statt. Das ist das Thema des unbedingt sehenswerten Films „HOME“ des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus-Bertrand, der seit Anfang Juni einen eigenen Kanal auf YouTube hat und inzwischen allein in der englischen und französischen Version jeweils weit über eine Million Mal aufgerufen wurde.

Der Film präsentiert in eineinhalb Stunden die Schönheit der Natur und zeigt gleichzeitig ihre Verletzbarkeit: Man sieht die angesichts mancher Bilder geradezu wortwörtlich zu nehmenden Wunden, die der Mensch in seiner relativ kurzen Lebenszeit auf Erden dieser bereits zugefügt hat.

Der Regisseur sagt u. a.: „Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen … und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern. Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen. … handeln Sie.“ Im Film selbst heißt es mehrmals: „Es ist zu spät für Pessimismus!“

Auf dem YouTube-Kanal von HOME findet man nähere Informationen zum Film, ebenso auf dem „homeproject – YouTube“. Weitere Informationen zur Produktion findet man auch unter dem Wikipedia-Artikel zum Film. Der Film soll demnächst auch in verschiedenen Sprachen auf DVD erscheinen und in die Kinos kommen, allerdings hat er bisher (Stand: 2009) für Deutschland und die Schweiz noch keinen Verleih gefunden.

Hier der Kino-Trailer:


 
Den kompletten Film in deutscher Sprache findet man auch auf YouTube.


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