die flugzeuge dröhnen heran
die bomben fallen hernieder
und detonieren
der kleine hund blickt mich an
mit seinen großen dunklen augen
als wolle er sagen
stell das ab ich fürchte mich

die flugzeuge dröhnen heran
die bomben fallen hernieder
und detonieren
der kleine hund blickt mich an
mit seinen großen dunklen augen
als wolle er sagen
stell das ab ich fürchte mich
von Ada Miklas Später werde ich wieder eine Kerze anzünden. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht zu Hause eine Kerze anzünde. Die brennende Flamme vereint mich in Gedanken mit geliebten Menschen, die von uns gegangen sind. Ich tue … Weiterlesen →
Als sie sich ineinander verliebten, war sie erst fünfzehn. Also mussten sie noch bis zu ihrem sechzehnten Geburtstag warten, um miteinander schlafen zu können. Als sie sechzehn wurde, stellte er fest, dass er sie nicht mehr liebte.
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Den Schlaf beendet,
der Traum nicht ganz verklungen.
Ich träume in den Tag.
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Klein-Jochen spielte im Sandkasten. Weil ihm der Spielzeugbagger von Klein-Henrique, dem Sohn einer mosambikanischen Vertragsarbeiterin, gefiel, er aber keinen hatte, weil ihm seine Mutter noch keinen gekauft hatte, nahm er ihn Klein-Henrique einfach ab. Als dieser seinen Spielzeugbagger zurückforderte, nannte der kleine Jochen den kleinen Henrique einen „Scheiß-Neger“, worauf ihn Klein-Henrique empfindlich verprügelte. So wurde Klein-Jochen zu dem Rassisten, der er bis heute ist.
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Von Emily Dickinson
It’s all I have to bring to-day—
This, and my heart beside—
This, and my heart, and all the fields—
And all the meadows wide—
Be sure you count—should I forget—
Some one the sum could tell—
This, and my heart, and all the Bees
Which in the Clover dwell.
Roboter in der Fleischerei: „Aber, XC357, ich habe dir doch gesagt, dass du ein Schwein zerlegen sollst, und nicht die Frau Schweinsberger!“
(Inspiriert von einem Xing-Leserkommentar, nach dem Roboter in einer Fleischerei kaum Anwendung finden dürften. Siehe hier auch „140 Zeichen (10)“ über schwere Zeiten voraus und „Wie denken Menschen über künstliche Intelligenz?“)
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Durch einen Zufall, nämlich eine kurze Radiosendung über sie, bin ich auf die Hamburger Musikgruppe Vertiko mit ihrer Sängerin Nina Majer gestoßen. Ihre Vertonungen von Kästner-Gedichten haben mich sofort begeistert! Hier ihre Version des Gedichts „Rezitation bei Regenwetter“ mit einem … Weiterlesen →
Verschwörungsmythen sind alt. Und wann immer es in der Geschichte der Menschheit große Seuchen gab, mussten Schuldige gefunden werden. Seuchen brauchen Sündenböcke! Die Literatur ist voll von Beispielen dafür. Ein Beitrag in Deutschlandfunk Kultur widmet sich Seuchen in der Literatur. … Weiterlesen →
von Kurt Tucholsky
Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider —
Was war das? vielleicht dein Lebensglück …
vorbei, verweht, nie wieder. Weiterlesen →