Ronalds NotizenKunst und KulturRezitation bei Regenwetter

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Rezitation bei Regenwetter — 2 Kommentare

    • Habe es mir gerade wieder einmal angehört: zum Heulen schön, wie man so sagt.

      Soweit ich mich erinnere, haben sie in der erwähnten Radiosendung eine andere Version des Lieds gespielt, in der die Gruppe den Text insoweit leicht verändert hat, dass der „Regen“ als Synonym für den damals aufkommenden Nationalsozialismus und dessen unermüdlicher Propaganda dient („Es regnet hoffnungslosen Zwirn. / Wer jetzt 'ne dünne Schädeldecke hat, / dem regnet's ins Gehirn.“) – und dem auch heute erstarkenden Rechtsextremismus. Kästner selbst hatte das wohl 1932, als das Gedicht veröffentlicht wurde, nicht so intendiert; es gibt andere Gedichte von ihm, in denen er offensichtlicher Stellung gegen die Nazis bezog. Der Gedichtband „Gesang zwischen den Stühlen“, in dem dieses Gedicht zuerst erschien, gehörte übrigens und nichtsdestotrotz zu denen, die während der Bücherverbrennung auf dem Scheiterhaufen landeten, wie Kästner persönlich beobachten konnte.

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