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Religion und Spiritualität — 8 Kommentare

  1. Warum soll­ten spi­ri­tu­elle Men­schen schon in der Hölle gewe­sen sein? Das ver­stehe ich nicht.

    Es mag sein, dass sich unter der Bezeich­nung Spi­ri­tua­li­tät alles mög­li­che an Mei­nun­gen, Typen etc. tum­melt (teil­weise ziem­lich Schrä­ges …), aber diese Unter­stel­lung (sie waren schon in der Hölle) geht m. E. zu weit.

    Ver­mut­lich ist der Ver­fas­ser des Spruchs Athe­ist und belä­chelt Men­schen, die reli­giös sind oder spi­ri­tu­elle Erfah­run­gen gemacht haben.

    • Das kann ich dir erklären.

      Reli­gion, so wie sie der Ver­fas­ser des Zitats (und ich) ver­steht, ist meist kirch­lich, also orga­ni­sa­to­risch geprägt und bestimmt, zudem oft bigott. Wer aber in sei­nem Leben zum Bei­spiel Grenz­erfah­run­gen gemacht hat, die ihn zwi­schen Leben und Tod oder Wahn­sinn oder Krank­heit oder … pen­deln lie­ßen (wie auch ich), also sozu­sa­gen in einer (Vor­stufe der) „Hölle“ gewe­sen ist, glaubt nicht (mehr) unbe­dingt an (einen) Gott, son­dern beginnt das Leben als etwas ganz­heit­lich Spi­ri­tu­el­les zu begrei­fen, wenn er die­ser „Hölle“ ent­ron­nen ist. Er braucht also keine Angst mehr davor zu haben, weil er sie schon erlebt und über­lebt hat, im Gegen­satz zu Men­schen, die sie nur aus Über­lie­fe­run­gen kennen.

      • Mit die­ser ergän­zen­den Erklä­rung kann ich etwas anfangen!
        Dann sehe ich es auch etwa so, obwohl ich den Spruch als sehr extrem for­mu­liert empfinde.

  2. Pingback:Der leere Topf – Ronalds Notizen

  3. Reli­gion ist für Leute, die Angst vor der Hölle haben; Spi­ri­tua­li­tät ist für Leute, die schon dort waren.“ — “Reli­gion is for people who are afraid of going to hell; spi­ri­tua­lity is for people who have already been there.”

    Run­ning Hawk – Lakota Nation

    • Vie­len Dank für den Hin­weis! Auch wenn das Zitat nicht ein­deu­tig veri­fi­ziert wer­den kann, habe ich die Notiz aktua­li­siert. Bei der Recher­che fand ich drei pas­sende Zitate von Dee­pak Cho­pra: „Reli­gious belief is a cover up for inse­cu­rity. Spi­ri­tua­lity is awa­reness, know­ledge and expe­ri­ence“, „Reli­gion is cul­tu­ral mytho­logy. Spi­ri­tua­lity is self awa­reness“ und vor allem: „Reli­gion is belief in someone else’s expe­ri­ence. Spi­ri­tua­lity is having your own experience“.

  4. Reli­gion weckt Asso­zia­tio­nen wie Dog­ma­tik, Rou­tine, „beque­mer“ Glaube usw. – die Zitate von Dee­pak Cho­pra tref­fen sehr gut. Das ist das, was Men­schen aus Reli­gion gemacht haben und immer noch machen. Im ursprüng­li­chen Sinn ist sie das nicht. Reli­gi­ons­stif­ter wie Krishna, Bud­dha, Jesus (und viele weni­ger bekannte) gin­gen von einem leben­di­gen spi­ri­tu­el­len Impuls aus – bei ihnen gab es kei­nen Gegen­satz zwi­schen Reli­gion und Spi­ri­tua­li­tät. Re-ligio, Rück­ver­bin­dung /​ Wie­der­ver­bin­dung mit dem Gött­li­chen (und das ist bestimmt kein alter Herr mit einem Rau­sche­bart). Das Ursprüng­li­che, der leben­dige Urquell muss immer wie­der neu frei­ge­legt werden.

  5. Pingback:Christenthum als Alterthum – Ronalds Notizen

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