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Bücher — 3 Kommentare

  1. Von den Details des Buchdrucks habe ich nicht so viel Ahnung wie Du, aber ich kenne das Eintauchen in eine Lektüre und das manchmal sogar widerwillige Zurkenntnisnehmen des Endes. Man kommt wieder im Hier und Jetzt an und erinnert sich gerne zurück. Lesen ist gewissermaßen geistiges Reisen. Und manchmal wiederholt man eine Reise und entdeckt beim zweiten Mal noch ein paar Details, die im ersten Gesamteindruck übersehen wurden.

    Ich habe einmal versucht, ein Hörbuch zu hören, das ich ausgeliehen hatte. Vielleicht war es das falsche Buch, aber ich fand es grauenvoll langweilig, mich auf die Sprechgeschwindigkeit des Sprechers einzulassen. Ich stelle es mir ähnlich vor, wie wenn man eine Buchverfilmung guckt, nachdem man das Buch schon gelesen hat. Für die neuen Medien wird viel weggelassen.

    Lieber in einer gut beleuchteten Sofaecke mit dem Buch in der Hand oder im Bett lesen. Und so schnell verdirbt man sich die Augen auch nicht.

    Noch bevor ich Deinen Satz über die zeitliche Begrenztheit der Speichermedien gelesen hatte, erinnerte ich mich an meine berufliche Begegnung mit dem Thema langfristige Datenspeicherung. Wir hüten heute Bücher, die viele hunderte Jahre alt sind als Schatz, der Welt- und Menschheitswissen speichert. Nun speichern Computer sicher nicht ausschließlich kulturell wertvolle Informationen, aber wer die technische Entwicklung nur der letzten zwanzig bis dreißig Jahre beobachtet hat, der kann sich vielleicht sogar als Laie vorstellen, was von unseren auf Windows-PCs gespeicherten Daten in 50 oder gar 500 Jahren noch lesbar ist. Und was auf minderwertigem Papier gedruckt dann noch lesbar sein wird, sei dahin gestellt…

  2. Pingback:Vom Wert guter Bücher – Setzfehler

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