Was deine Arme halten, wenn deine Arme mich halten
liegen, bei dir
von Ernst Jandl
ich liege bei dir. deine arme
halten mich. deine arme
halten mehr als ich bin.deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.

von Ernst Jandl
ich liege bei dir. deine arme
halten mich. deine arme
halten mehr als ich bin.deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.
Von Christian Morgenstern
von Hans (Jean) Arp
er sitzt mit sich in einem kreis
der kreis sitzt mit dem eignen leib
ein sack mit einem kamm der steht
dient ihm als sofa und als weib
der eigne leib kennt keinen sack
der von von zeigt die linke haut
der eigne leib tick tack tipp topp
der eigne leib fällt aus der braut
er schwingt als pfund aus seinem stein
die eigne braut im eignen sack
der eigne leib im eignen kreis
fällt nackt als sofa aus dem frack
Eine Rede von Robert F. Kennedy über die sinnlose Bedrohung durch Gewalt, gehalten einen Tag nach der Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King jr., ist es wert, dass wir sie (wieder) entdecken und (neu) lesen.
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Das Asylrecht entstand, als wir arm waren.
Jetzt soll es weg, damit wir reich bleiben.
Die Sprache ist weder reaktionär noch progressiv, sie ist ganz einfach faschistisch; denn Faschismus heißt nicht am Sagen hindern, es heißt zum Sagen zwingen. Sobald sie hervorgebracht wird, und sei es im tiefsten Innern des Subjekts, tritt die Sprache in … Weiterlesen →
von Jagoda Marinić
Ist das normal,
dass wir täglich die Zeitungen aufschlagen und in zerrissene Gesichter von Kindern sehen?
Ist das normal,
dass wir mit zig besorgten Menschen reden, deren Sorgen das Leben der Anderen nicht einmal peripher streifen?
Ist das normal,
dass sich 80 000 000 so dermaßen überwältigt fühlen von 800 000?
Ist das normal,
dass wir im 21. Jahrhundert wieder täglich von Festungen reden?
Ist das normal,
dass Politiker und Bürokraten heutzutage Aschenbrödel spielen: die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?
Ist das normal,
dass alle ihr Stückchen Welt verteidigen, aber kaum einer die Welt?
Ist das normal,
dass, nur weil einer zuerst da war, er das Hiersein jedes Anderen verbieten kann?
Ist das normal,
dass Europas Politiker sich lieber zum Abendessen treffen statt zu Gipfeln, um über Flüchtlinge zu reden?
Ist das normal,
dass wir fragen: Wie viel kostet die Geburt eines Kindes, das jetzt zu uns kommt, statt zu fragen: Welchen Wert hat das Leben an sich?
Abgaswerte manipulieren unter Freunden, das geht gar nicht!

(Wikimedia Commons, gemeinfrei)
Mit dem Begriff der Heimat ist es so eine Sache — je nachdem, aus welcher Perspektive die Heimat gesehen wird: von innen oder von außen. Also aus dem Land selbst, das einem Heimatland ist, oder von außen, zurückdenkend an das, was einmal das Heimatland war. Aufgrund der derzeitigen Flüchtlingsdebatte sei hier daran erinnert, dass zu Zeiten, die noch gar nicht so lange her sind, hunderttausende von Deutschen vor einem Unrechtsregime flüchten mussten. Genauso, wie es heute Menschen aus anderen Regionen gezwungen sind. Zitate, die sich mit „Heimat“ beschäftigen.
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Ich sage euch: man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
(aus „Zarathustras Vorrede“ in Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra, Erster Teil, Leipzig 1891 u. a.)