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Abhörskandal, war da was? — 6 Kommentare

  1. Der Arti­kel ist sehr gut!

    Wenn jemand sagt: „Ich habe nichts zu ver­ber­gen.“ soll­ten wir ent­geg­nen: „Meine Geheim­nisse sind mir hei­lig.“ und pro­be­hal­ber die Her­aus­gabe seiner/​ihrer Pass­wör­ter erbitten.

    Über­wa­chung greift tief ein in die Psy­cho­lo­gie jedes Ein­zel­nen und ero­diert die demo­kra­ti­sche Sub­stanz unse­rer Gesell­schaf­ten. So wird doch auch jeder Poli­ti­ker poten­ti­ell erpreßbar.

    Doch schon die Daten­berge, die Google & Co. auf­häu­fen, sind nicht akzep­ta­bel. Google ist in der Lage dif­fe­ren­zierte Per­sön­lich­keits­pro­file zu erstel­len durch 1. das Auf­zeich­nen der Such­be­griffe bei der Nut­zung der Such­ma­schine, 2. durch Google-Tra­cker, die sich auf fast jeder Web­seite befin­den, 3. durch Auf­zeich­nen der bei You­tube gese­he­nen Filme, 4. durch das Scan­nen der Mails von Gmail/​Googlemail und neu­er­dings 5, durch Daten, die im „Inter­net der Dinge“ anfallen.

    Das Tra­cken sollte ver­bo­ten werden.

    Jeder kann hier und heute die Daten­spur, die er im Inter­net hin­ter­läßt, deut­lich redu­zie­ren: Freie Soft­ware benut­zen, als Ein­stieg – trotz eini­ger Kri­tik – wegen der her­vor­ra­gen­den Doku­men­ta­tion „Ubuntu“, dann, wenn man bes­ser ist, die Ubuntu-Mut­ter „Debian“, ein demo­kra­ti­sches Pro­jekt von Tau­sen­den aus aller Welt, offe­ner Quell­code, Back­doors kön­nen ent­deckt wer­den, kopie­ren und tei­len mit ande­ren nicht ver­bo­ten, son­dern erwünscht.

    GnuPG, das Mail­ver­schlüs­se­lungs-Pro­gramm, ist auf bei­den vor­in­stal­liert, auf Thun­der­bird muß noch das „Enigmail“-Addon instal­liert werden.

    Beim Fire­fox instal­lie­ren: die Addons „NoScript“, „Ghos­tery“, „Bet­ter­Pri­vacy“, „Adblockp­lus“ sowie „User Agent Overrider“.

    Als Such­ma­schi­nen „Ixquick“ und „Start­page“ (wobei man bei „Start­page“ Google indi­rekt unterstützt).

    Alter­na­tive Email­dienste: „Pos­teo“, Ixquick arbei­tet auch an einem eige­nen Email-Dienst. („HTML“ bei Email-Emp­fang und -Ver­sand abstel­len und „Nur Rein­text“ ein­stel­len, da eine HTML-Mail mit Mal­ware prä­pa­riert sein kann, die beim Auf­ruf der Mail aus­ge­führt wird.)

    P.S. NoScript weist ein Google-Script auf Dei­ner Seite aus: „google.com“!

    • Danke für den aus­führ­li­chen Kommentar!

      Inzwi­schen hat der Autor als eine Dual-Boot-Option ein zwei­tes Betriebs­sys­tem auf Linux-Basis instal­liert und ist mit die­sem gerade zum ers­ten Mal hier. Es sieht alles ganz schön anders aus! Über seine Erfah­run­gen mit der Instal­la­tion, die übri­gens kei­nes­wegs rei­bungs­los von­stat­ten ging, berich­tet er mög­li­cher­weise hier.

      Das bei Dir ange­zeigte Google-Script ist wahr­schein­lich auf ein Such­ma­schi­nen-Opti­mie­rungs­werk­zeug zurück­zu­füh­ren, dass hier instal­liert ist. Schließ­lich will der Autor ja, dass seine Bei­träge gefun­den wer­den! Er selbst benutzt die ent­spre­chende Such­ma­schine nur als aller­letzte Option; wei­tere Emp­feh­lun­gen wären in die­sem Zusam­men­hang übri­gens die wenig bekannte Meta­such­ma­schine Meta­Ger der Uni­ver­si­tät Han­no­ver und Duck­DuckGo.

      Von der Tat­sa­che, dass, wie Du schreibst, die Über­wa­chung tief in die Per­sön­lich­keit jedes Ein­zel­nen ein­greift, spürt der Ein­zelne wenig bis gar nichts. Daher wohl auch die rela­tiv geringe Reso­nanz auf den Skan­dal in der Bevöl­ke­rung. Mehr aber noch als die Mög­lich­keit, dass jeder Poli­ti­ker poten­zi­ell erpress­bar wird, sollte uns die Mög­lich­keit erschre­cken, dass die­ses Über­wa­chungs­in­stru­men­ta­rium in Hände fal­len kann, die kei­nes­wegs demo­kra­tisch sind!

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