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Das Asylrecht soll weg — 7 Kommentare

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  2. Der Spruch hat etwas. Lei­der ist da Wah­res dran. 

    Wir beu­ten die Welt aus, meist ohne es uns bewusst zu machen, in dem wir bil­ligste Waren aus aller Welt kau­fen. Was sche­ren uns die Arbeits- und Umwelt­be­din­gun­gen, die die bil­lige Ware erst ermög­li­chen? Was schert uns, dass bei uns Men­schen arbeits­los wer­den, weil Pro­duk­tion dort­hin ver­la­gert wurde?

    Wenn wir woan­ders Märkte zer­stö­ren, in dem wir die afri­ka­ni­schen Schnei­der arbeits­los machen, in dem wir con­ta­ni­n­er­weise Alt­klei­der nach Afrika ver­schif­fen oder die Far­mer dort ärmer machen, weil die unbe­lieb­ten Fleisch­teile z.B. von Hähn­chen (wie Flü­gel und Beine, weil wir nur Filet essen) als Bil­lig­ware dort den Markt über­schwem­men, müs­sen wir uns nicht wun­dern, wenn es dort zu Bedin­gun­gen kommt, die man­chen zum Aus­wan­dern in den (rela­tiv) rei­chen Nor­den veranlasst.
    Wenn wir in unde­mo­kra­ti­sche und dik­ta­to­ri­sche Län­der Waf­fen lie­fern, die Men­schen hei­mat­los machen, müs­sen wir uns weder über Kriegs- noch über Wirt­schafts­flücht­linge wun­dern. Wir wer­den und blei­ben reich, weil wir nicht an Armut und Angst erin­nert wer­den wol­len. Wir unter­stel­len allzu oft, dass die „Ande­ren“ faul oder unge­bil­det sind und selbst schuld sind. Das ken­nen wir ja auch aus ein­hei­mi­schen The­men­fel­dern. Wie viele wol­len Armut, Arbeits- und Arbeits­lo­sen­be­din­gun­gen lie­ber gar nicht erst sehen, weil sie dann umden­ken müss­ten. Aber ich schweife ab… Wenn wir unser Welt­klima nicht in den Griff bekom­men, wer­den wir noch viel mehr Flücht­linge bekom­men… Viel­leicht sind das dann (geschätzt) 100-300 Mio. Umwelt­flücht­linge, viel­leicht füh­ren sie irgend­wann um die letz­ten frucht­ba­ren Böden oder Was­ser­res­sour­cen Krieg, dann sind es doch wie­der Kriegs­flücht­linge, viel­leicht kämpft ein Jour­na­list um Auf­klä­rung und wird ver­folgt, von Mord bedroht und ist dann poli­ti­scher Flücht­ling. Wir unter­schei­den allzu gern, um aus­zu­gren­zen. Aber die Gren­zen zäh­len irgend­wann nicht mehr. Wir sind Bür­ger die­ser Welt, alle mit dem glei­chen Lebens­recht, mit dem glei­chen Recht gesund und glück­lich zu sein. Oder etwa nicht?

    • Stimmt, das „Pro­blem“ der Umwelt­flücht­linge, wie du sie nennst, wird zukünf­tig mög­li­cher­weise noch auf uns zukom­men, und es wer­den dann (bewaff­nete) Armeen sein! Zur Lek­türe emp­foh­len: „10 Mil­li­ar­den“ von Ste­phen Emmott. Wie wir an den der­zei­ti­gen Flucht­be­we­gun­gen betei­ligt sind oder sie sogar ver­ur­sa­chen, will hier nur nie­mand begrei­fen, am wenigs­ten die rechts­po­pu­lis­ti­schen Dumpf­ba­cken, die kei­nes­wegs nur bei der AfD und deren Wäh­lern zu fin­den sind. Zudem wirkt das kolo­niale Erbe an der Aus­beu­tung der Drit­ten Welt mit, wie ich kürz­lich im Nach­trag und der Aktua­li­sie­rung des Bei­trags „Kaf­fee aus Togo“ vom 27. Januar 2016 ergänzt habe.

      Danke für den sehr aus­führ­li­chen Kom­men­tar; lei­der ging er bei mir etwas unter, sodass ich mit die­ser Ant­wort erst jetzt anmer­ken kann, dass ihm sonst eigent­lich nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen ist!

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