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Kommentare

Holocaust — 15 Kommentare

  1. Mir geht es oft ähnlich.
    Holo­caust meint aber eben einen bestimm­ten Massenmord…

    Wich­tig, dass die­ses Thema auch im Bewusst­sein der Jün­ge­ren bleibt, derer die von zu Hause nicht mit so einem Thema kon­fron­tiert werden. 

    Wich­tig, damit es sich nie wie­der­holt. (Wenn es auch in ande­ren Län­dern fast ähn­lich schlimme Ereig­nisse gege­ben hat. Fast, weil eben die Deut­schen den Mas­sen­mord per­fekt orga­ni­siert haben)

    Wich­tig aber auch, dass wir (also die mit der „Gnade der spä­ten Geburt“) uns nicht beschrän­ken las­sen, kri­ti­sche Gedan­ken in a l l e Rich­tun­gen „ent­wi­ckeln zu dür­fen“. Auch die Opfer von einst müs­sen sich, bei allem Ver­ständ­nis, Mit­leid, Scham über das Gesche­hene, vor­hal­ten las­sen, wenn sie sich selbst unmensch­lich ver­hal­ten. Auch dann wenn die aktu­elle Gegen­seite auch unmensch­li­che Züge hat und Dro­hun­gen ausstößt.

    Mag sein, dass mein letz­ter Absatz in den Augen vie­ler poli­tisch inkor­rekt ist. Aber da die Frei­heit (des Wor­tes, der Gedan­ken) immer die Frei­heit der Anders­den­ken­den ist….

    • Rich­tig ist, dass es in der Geschichte noch viele andere Bei­spiele für Mas­sen­mord gege­ben hat. Von der Anzahl der Ermor­de­ten her, sind der Völ­ker­mord an den Arme­ni­ern (aghet) im frü­he­ren Osma­ni­schen Reich oder die Ver­fol­gung und Ermor­dung von Oppo­si­tio­nel­len in der ehe­ma­li­gen UdSSR unter Sta­lin ver­gleich­bar. Ein­ma­lig aller­dings sind die Tat­sa­chen, dass es sich beim Mas­sen­mord an Juden und an Arme­ni­ern um eine sys­te­ma­ti­sche Aus­rot­tung einer bestimm­ten Volks- und reli­giö­sen Gruppe han­delte, wäh­rend letz­te­res Bei­spiel Men­schen unter­schied­lichs­ter Her­kunft und reli­giö­ser Gesin­nung einschloss.

      Erschre­ckend finde ich aber tat­säch­lich auch immer wie­der, gerade zur­zeit hin­sicht­lich des Israel-Gaza-Kon­flikts, wie ein Volk trotz die­ser scho­ckie­ren­den Ver­gan­gen­heit von Unter­drü­ckung, Ver­fol­gung und Aus­rot­tung zu Mit­teln grei­fen muss, die denen ihrer frü­he­ren Unter­drü­cker, Ver­fol­ger und Mör­der ähneln, auch wenn der „Geg­ner“, der kein Geg­ner sein müsste, wenn man es denn end­lich schaf­fen würde, sich an einen Tisch zu set­zen anstatt die Gewalt­spi­rale immer wei­ter nach oben zu trei­ben, das­selbe ange­kün­digt hat. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist alt­tes­ta­men­ta­ri­sches Ver­hal­ten, das längst über­wun­den sein sollte, wenn man nicht nur sein Über­le­ben, son­dern auch sein Leben ermö­gi­chen will!

      Dass man sich als Deut­scher bei sol­cher Kri­tik immer wie­der das Schlag­wort vom „Anti­se­mi­tis­mus“ anhö­ren muss, macht die­ses Ver­hal­ten kei­nes­wegs annehm­ba­rer. Ande­rer­seits soll mit die­ser Kri­tik kei­nes­wegs das deut­sche Ver­bre­chen ent­schul­digt oder rela­ti­viert werden!

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