Ein sportliches Großereignis steht in diesem Jahr wieder an: die Fußball-Weltmeisterschaft. Und damit das seit der von 2006 unvermeidliche Public Viewing, das eigentlich „Leichenschau“ bedeutet!
Weiterlesen →
Redakteure
von Kurt Tucholsky
Der Redakteur ist ein fest angestellter Literat […] Journalist ist zu eng. Ich will den Redakteur nach zwei Seiten hin untersuchen: in seiner Stellung zum Verleger und in seiner Stellung zu den Mitarbeitern: zu den nicht fest angestellten Schriftstellern. Weiterlesen →
Der Sucher
von Theobald Tiger alias Kurt Tucholsky
Such – such
suche immer nach dem Geld.
Dann kommt es an.
Such – such
such es auf der ganzen Welt! Weiterlesen →
Wünschelrute
von Joseph Freiherr von Eichendorff
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.
Eine Fortsetzung von mir: Weiterlesen →
Kachelmann ein Vergewaltiger?
Hand aufs Herz: Wer hat angesichts der Schlagzeilen der letzten Tage unter anderem der vorgeblichen „Zeitung“ mit den großen Lettern nicht schon mindestens geglaubt, dass daran etwas sein könnte? Vor allem nach der Überschrift von gestern, die scheinheilig fragte, ob Kachelmann „das zuzutrauen“ sei?
Weiterlesen →
Dreißig Menschen
Dreißig Menschen
stehen herum und gaffen
wie ein Mann verprügelt wird
Keiner traut sich einzuschreiten
alle haben Angst
stehen herum und gaffen
Doch Angst
wird jeder dieser Menschen
auch haben
so wie du
wenn eines Tages
es trifft
DICH
Und wenn dann wieder
dreißig Menschen
stehen herum und gaffen
Weiterlesen →
Registrierungen neuer Benutzer
Es ehrt mich zwar, dass ihr mein hiesiges Notizen-Blog seit Kurzem mit Registrierungen neuer Benutzer geradezu überschwemmt. Da dieses Verhalten jedoch äußerst fragwürdig geworden ist, ein paar Worte an diese. Bei näherer Betrachtung muss ich nämlich feststellen, dass diese Nutzer, bis … Weiterlesen →
Frei
Er war frei, alles zu tun, weil er frei war, alles zu lassen.
(aus Dieter Wellershoff: Die Sirene; Köln 1980)
Ich glaube an nichts. Ich erhoffe mir nichts. Ich bin frei.
(aus Antonio Tabucchi: Es wird immer später; München 2002 u. a.)
„Dann sind Sie also frei?“ fragte sie. „Ja frei bin ich“, sagte Karl und nichts schien ihm wertloser.
(aus Franz Kafka: Der Verschollene; Frankfurt am Main 1983 u. a.)
Zwangseinweisungen
Die UN-Behindertenrechtskonvention erlaubt Zwangseinweisungen in die Psychiatrie nur bei strafrechtlich relevantem Verhalten, in Deutschland jedoch dürfen Menschen bei Gefahr für sich oder andere zwangsweise eingewiesen werden. Wie ist das möglich?
Weiterlesen →
Du und ich
Ich fand meinen Verstand
fallend wie ein Regenbogen
Lange Schatten werfend
über die vergangene Zeit
Universen tanzen in meinem Kopf
und fühlen sich wohl
Eine süße Dame tanzt
und behält die Zeit

