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Nacht der Museen — 2 Kommentare

  1. Ich hatte bei einer der ers­ten lan­gen Nächte der Museen in Ber­lin mal rich­tig Spaß. Das alte Museum hatte gerade wie­der eröff­net. Es war wun­der­bar warm, drei Mädels, etwas Wein und Null Kunst­ver­stand. Kunst­wis­sen aus dem Kunst­un­ter­richt elfte Klasse. Wir betrach­te­ten die herr­li­chen Bil­der und erzähl­ten uns gegen­sei­tig etwas über Mal­tech­nik und Epo­che (alles mehr oder weni­ger frei erfun­den, dafür gespickt mit Kunst­wör­tern) und bemerk­ten lange gar nicht, dass uns immer mehr Besu­cher andäch­tig lau­schend folg­ten. Erst als die ers­ten Wäch­ter sich das Lachen kaum noch ver­knei­fen konn­ten wurde uns bewusst, dass wir gerade eine Füh­rung der beson­de­ren Art ver­an­stal­te­ten. Von da ab haben wir uns gegen­sei­tig über­trof­fen und auch Fra­gen brav und ernst­haft beant­wor­tet. Ich fürchte, einige glau­ben heute noch, Wil­helm Busch sei dem Expres­sio­nis­mus zuzu­ord­nen und Goya wäre Romantiker.
    Und die, die spitz krieg­ten, dass wir keine Ahnung hat­ten mach­ten trotz­dem mit. Kunst kann so unter­hal­tend sein…

    • Waaas: Busch kein Expres­sio­nist und Goya …? Ich dachte immer …

      Aber Spaß bei­seite: Dass Kunst auch unter­hal­tend sein kann, steht ja außer Frage! Und mit euch wäre es mit Sicher­heit ziem­lich lus­tig gewe­sen; schade, dass ich nicht dabei war. Ansons­ten habe ich auch einige wenige tolle Erleb­nisse wäh­rend der ers­ten Muse­ums­nächte erlebt, die jedoch nie in einem Museum, son­dern unter freiem Him­mel wäh­rend einer Thea­ter­auf­füh­rung statt­fan­den. Am ner­vigs­ten sind aber wirk­lich die Leute, die über­all mit einem Pro­gramm­heft in der Hand her­um­ste­hen und suchen, wel­ches Museum sie als nächs­tes „abha­ken“ können.

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