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Das Intime — 6 Kommentare

  1. Inti­mi­tät ist ein Zustand tiefs­ter Ver­traut­heit – so Wikipedia.
    Über­lege gerade ob ich erst nach­sich­tig sein kann, etwas dul­den oder Eigen­hei­ten an einem Men­schen akzep­tie­ren kann, wenn ich die­sen Zustand erreicht habe.
    Ich glaube nicht – ist es nicht eher der Weg dahin?

    • Du meinst, dass Nach­sicht usw. auf dem Weg zum Ver­trauen lie­gen? Oder zur Inti­mitä? Ich glaube, dass sich Inti­mi­tät und Ver­trauen gegen­sei­tig bedin­gen. Bei­des ent­steht nicht von heute auf mor­gen und manch­mal ist es ein lan­ger Weg dahin.

      • genau so, ich meinte dass Nach­sicht usw. auf dem Weg zum Ver­trauen lie­gen. Ver­trauen erfor­dert für mich nicht unbe­dingt Inti­mi­tät, aber keine Inti­mi­tät ohne Ver­traut­heit. Gerade jetzt fällt mir auf, dass ich unter­scheide zwi­schen Ver­trauen und Ver­traut­heit. Ich kann blind ver­trauen ohne intim zu sein oder wer­den zu wol­len, aber es gibt wohl keine Inti­mi­tät ohne Vertrautheit.

  2. Nach dem Lesen der Kom­men­tare hab ich auch noch mal selbst nach der Defi­ni­tion geguckt: „In der All­tags­spra­che bedeu­tet dem­ge­gen­über Inti­mi­tät oft nur Sexu­al­kon­takt, der aber, z. B. als Qui­ckie, durch­aus keine tiefste Ver­traut­heit bedeu­ten muss.“

    Der Hin­weis „keine Inti­mi­tät ohne Ver­traut­heit“ stimmt also wohl nicht ganz, wenn auch Ver­traut­heit eine wich­tige Vor­aus­set­zung für eine zufrie­den­stel­lende Inti­mi­tät bedeutet.

    Aber da mögen durch­aus unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen herrschen.

    Das enge „intime“ Mit­ein­an­der erfor­dert m. E. auf jeden Fall, die Eigen­ar­ten des ande­ren anzu­neh­men (dul­den), ihm/​ihr die per­sön­li­chen Marot­ten nach­zu­se­hen und ihm/​ihr Zuflucht zu eige­nen Inter­es­sen zu ermög­li­chen, auch wenn man sie evtl. selbst nicht mit­trägt. Inti­mi­tät ermög­licht viel­leicht über­haupt erst, sich vor­ur­teils- und angst­frei mit dem Ande­ren über das Innerste (auch Marot­ten, Eigen­ar­ten usw.) aus­zu­tau­schen und so in seiner/​ihrer Gesamt­heit von ande­ren ange­nom­men zu wer­den. Bei dem Thema geht es sicher auch nicht nur um Sexualität.

    • Rich­tig: Adorno ging es bei Inti­mi­tät „auch nicht nur um Sexua­li­tät“, zumal er kein Sexual-, son­dern Phi­lo­soph und Gesell­schafts­wis­sen­schaft­ler war, und dein vor­letz­ter Satz ist immens wichtig!

  3. Pingback:Was deine Arme halten, wenn deine Arme mich halten – Ronalds Notizen

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